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Feedly bester Google Reader Ersatz

Das zurückliegende Wochenende hatte ich genutzt um einen adäquaten Ersatz für den Google Reader zu finden. Um es vorweg zu nehmen – unter allen (an-)getesteten Feedreadern hat Feedly mit einem deutlichen Vorsprung das Rennen gemacht.

Feedly ist modern, bringt alles an Funktionen mit was man von einem Feedreader erwartet und ist binnen 5 Minuten Dank des direkten Imports aller Feeds aus dem Google Reader einsatzklar. Die wenigen und notwendigen Englischkenntnisse dürften für Internetnutzer kein wirkliches Problem darstellen.

Feedly gibt es als Ad-On für den Firefox, als App für Google Chrome und Safari. Für mobile Geräte stehen Apps für Android, iOS und Kindle bereit. Damit sind alle Nutzungsplattformen abgedeckt und Feedly rückt damit absolut auf Augenhöhe des Google Readers.

Import der Feeds aus Google dem Google Reader

Um Feedly einzurichten müssen vorhandene Feeds nicht erst aus anderen Reader exportiert und wieder importiert werden. Umsteiger von Google auf Feedly haben es sehr einfach indem nur der Zugriff erlaubt werden muss und die Feeddaten importiert werden. Dieser Vorgang dauerte nur wenige Sekunden.

Feedly Import

Ein besonderer Vorteil ist, dass alle selbst angelegten Gruppierungen der Feeds beibehalten werden. Dies zeigte sich bei manch anderem getesteten „Konkurrenzreader“ nicht pauschal fehlerfrei. Bis auf die persönliche Individualisierung war ´s das schon, Feedly ist einsatzbereit.

Darstellung der Feeds

Feedly Einstellungen
Feedly Einstellungen

Zu jedem Artikel gibt es ein Vorschaubild sofern man eine der Varianten „Magazin, Mosaic oder Cards“ in den Einstellungen gewählt hat und der Artikel natürlich auch über Bilder verfügt.

Dies ist natürlich alles die Geschmacksache des Anwenders, hier führt das Ausprobieren garantiert zum gewünschten Aussehen des Feedreaders. Oberste Priorität besitzt bei mir nicht das Aussehen als vielmehr die zuverlässige Funktion.

Feedy PreferencesDas gesamte Erscheinungsbild von Feedly wird über die „Preferences“ (unten links) gesteuert. Dort finden sich neben den farblichen Einstellungen zur Unterscheidung von gelesenen und ungelesenen Feeds 15 Themes. Diese bestehen zwar (bislang) nur aus reiner Farbgebung, mir reicht dies allerdings vollkommen aus.

Noch etwas erfreuliches gibt es bei Feedly zu vermelden. Beim Google Reader war es grundsätzlich so, dass per CSS positionierte Bilder oder Grafiken nie so erschienen sind wie es im Blog selbst der Fall war. Anweisungen wie „float:Left“ und „float:right“ wurden ignoriert. Ich hatte mich zwar daran gewöhnt, doch 100%ig lesefreundlich war das nicht. Ganz anders bei Feedly wo die CSS-Anweisungen berücksichtigt werden und den Artikel nicht „zerschießen“.

Feedly Formatierung
Screenshot Feedly in Magazin-Ansicht

Zu jedem Feed werden die Zahlen der Likes bei Facebook und Google+ in der Gesamtsumme angezeigt (hier rot eingekreist). 3 Feeds mit den meisten „Likes“ werden stets oben stehend als „Featured“ gekennzeichnet.

Verknüpfungen zu sozialen Netzwerken

Selbstverständlich kann jeder Artikel in den gängigen sozialen Netzwerken geteilt werden.

Feedly soziale Netzwerke
Feedly – Verteilung in den sozialen Netzwerken

Von links nach rechts sind dies:

  1. Google+
  2. Twitter
  3. Facebook
  4. Buffer

Die weiteren Symbole stehen für „save for later“ (Ablage um den Artikel später zu lesen) und einen selbstzuvergebenden, internen Tag. Rechts außen gibt es dann noch die Verbindung zu Evernote, Instapaper, Pocket, Linked in und Del.icio.us. Der Abfalleimer… der erklärt sich von selbst :-) .

Fazit

Feedly ist mein Nachfolger für den Google Reader geworden weil dieser Feedreader mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Feedly wird sicherlich auf Grund der Einstampfung von Google Reader noch weiteren Nutzerzuwachs bekommen, von mehreren Hunderttausend in kurzer Zeit ist die Rede. Dies könnte durchaus dazu führen, dass Feedly noch „eingedeutscht“ wird und das eine oder andere Future hervorbringt. Die Zeit wirds zeigen…..

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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14 Kommentare

  1. Feedly ist auch dabei mich zu überzeugen. Allerdings hatte ich irgendwo gelesen das Feedly über kurz oder lang kostenpflichtig werden soll. Daher suchte ich weiter und stieß auf Selfoss, welches auf dem eigenen Webspace installiert werden muss. Es läuft zwar doch lange nicht so rund wie Feedly. Vor allem gefällt mir Feedly die Minibar, die auf jeder Website unten rechts eingeblendet wird, wenn im Firefox das Addon genutzt wird. So ist es sehr einfach Inhalte bei diversen Networks zu teilen.

    • @Luigi: Wenn Feedly auf breiter Front den Google-Reader ablöst, Feedly dies aussitzt und dann kostenpflichtig wird wäre dies zwar nicht schön aber es bleibt abzuwarten. Selfoss ist aus meiner Sicht weder flott noch wirklich eine Alternative. Hier beschleicht mich eher das Gefühl, dass das Projekt nicht zukunftssicher ist was die Weiterentwicklung betrifft.

      @Hans: Ne halbe Million in 2 Tagen spricht natürlich für deutlichen Zuwachs. Wenn die „Gebühr“ im Rahmen bleibt und die Weiterentwicklung gesichert ist bin ich auch bereit eine Lizenz zu kaufen. Andere Alternativen… danke, die letzten Tage haben mir gezeigt dass es nicht wirklich viele gibt die mir zusagen.

      @Christian: Willkommen hier im Blog, sieh den Tipp als „Willkommensgeschenk“ :-) .

      @Alex: Feedly ist derzeit in vieler Munde stimmt. Bei der Anzahlmeiner Feeds (um die 150) wäre die Mailboxlösung eher stressig und das Programm käme nicht mehr zur Ruhe ;-) .

      Euch allen auch einen schönen Wochenstart bei Schnee, Regen, Graupel und Glatteis.

  2. Ich habe heute irgendwo gelesen, dass Feedly 500.000 neue Nutzer innerhalb von 48 Stunden bekommen hat. Wenn das so weitergeht, werden die Entwickler an dem Teil garantiert noch weiterschrauben, damit nicht alle wieder von der Fahne gehen.

    Die Kostenfrage ist eine andere. Wenn es der Entwicklung dient bin ich gerne bereit, dafür auch einen kleinen Obolus zu leisten. Ansonsten muss man sich eben anderweitig umsehen und nach weiteren Alternativen suchen…

  3. Danke für den Tipp. Werde auch gleich mal meine Feeds vom Google Reader importieren.

  4. Ich denke ebenfalls, dass Feedly der beste Ersatz sein wird, liest man dies doch in jedem zweiten Blog. Ich bleibe bei meiner ifttt.com Variante, wo ich die neuen Artikel alle in meine Mailbox bekomme. Für mich bequem und so übersehe ich auch keinen Artikel meiner Lieblingsblogs. So wie diesen hier eben! :)
    Guten Start in die Woche.

  5. Ich bin auch auf Feedly umgestiegen und kann nun sogar auf Pocket verzichten xD.

  6. Thomas, du solltest vielleicht noch erwähnen, das es auch eine Smartphone App zu Feedly gibt. Funktioniert super.

  7. Genau so ergeht es mir auch :D.

  8. Danke für den tollen Artikel, lieber Thomas. Ich hab noch nicht geguckt, scheint der arme Feedly doch teilweise überlastet zu sein. Den Stress muss ich nun auch nicht haben.Ist ja noch ein bissel Zeit. Aber er wird es werden, schön, wenn man so fleißige Tester hat ;-)

    • @Miki: Der Ansturm ist derzeit vielleicht doch etwas „außer der Reihe“. Ich bin mir aber sicher, dass daran fleißig gearbeitet wird. Feedly wird sich diese sogesehen Chance nicht entgehen lassen. Solche Tests… immer wieder gerne ;-) .

  9. Hallo,
    mich hat Feedly bereits überzeugen können und diesen Artikel habe ich Feedly entdeckt. Auch die Funktionen von Feedly finden bei mir einen Gefallen. Google RSS-Reader verwende ich schon seit ein paar Wochen nicht mehr und habe auch nicht vor, es zu tun.

  10. Feedly macht ohne Frage ein guten Eindruck. Ich finde Feedly aktuell noch ziemlich gewöhnungsbedürftig.

    Der Google Reader ist einfach schlicht und konzentriert sich auf das wesentlich, wobei Feedly viele Funktionen und Spielereien hat die mich aktuell noch stören :-)

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