Verspätungen im Bahnverkehr gehören ja schon wie die Butter zum Brot. Gerade im letzten Winter konnte da so mancher ein Lied davon singen, auf kalten Bahnsteigen zu stehen und darauf zu hoffen, dass bald ein Zug kommen möge. So manche Erklärungen der Bahn kann ich nicht ganz nachvollziehen. Unser hochmodernes Bahnsystem steigt bei 7 oder 8 Grad unter Null bereits aus, während die Transsibirische Eisenbahn bei weit drunter immer noch rollt.
Per E-Mail erreichte mich nun dieser Erlebnisbericht:
Im ICE München – Hamburg. Die üblichen Erlebnisse sind hoffnungslose Überfüllung wegen Zugausfällen, reservierte Plätze sind weg, defekte Weiche – eine Stunde Verspätung. Von diesem “Standard” wich meine Fahrt ab, die Toiletten im gesamten Zug waren Mangels Wasser an Bord unbenutzbar, so das Zugpersonal. Was macht man da? Man meldet seine Notdurft beim Zugbegleiter an. An jedem großen Bahnhof legt der ICE eine Pinkelpause ein, in dem er 15 Minuten länger hält als normal.
Man meldet sich beim Zugpersonal ab, rennt auf die Bahnhofstoilette und meldet sich dann wieder zurück. Wenn das 100 andere Fahrgäste auch tun, kann man sich den Toilettenstau vorstellen. Das ganze erinnert irgendwie an Klassenfahrten, ist aber ICE Realität. Bahnfahren kann spannend sein – hoffentlich wurde keiner vergessen.
Ich nenne es einen durch Drohung ausgelösten Beugezwang, was Libyen jetzt gegen die Schweiz ausübt, nur weil man sich dort per Volksentscheid gegen den Bau von Minaretts gestellt hat. Die Schweiz sei abtrünnig, ungläubig und zerstöre die Häuser Gottes so der libysche Staatschef beim Aufruf zum Heiligen Krieg gegen die Schweiz. Und dieser Krieg müsse mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln geführt werden. Unter dem Strich bedeutet das nichts anderes als “Minarett oder Krieg”. Das kann man jetzt auslegen wie man es möchte, was “mit allen Mitteln” genau bedeuten mag.
Einerseits sind Minaretts Bauwerke die, wenn wir ehrlich sind, nicht wirklich in die westliche Baukultur passen. In den Gebirgsstaat Schweiz passen sie noch viel weniger. Andererseits haben sich die Schweizer dagegen ausgesprochen und somit ihren Willen offen gelegt.
Diese Mehrheitsentscheidung haben sowohl Gäste als auch “Einheimische” zu akzeptieren. Hier endet eigentliche jegliche Diskussion darüber. Es kann ja nicht angehen, dass sich die Schweiz von Libyen vordiktieren lassen muss was getan wird oder auch nicht. Noch ist Bern die Hauptstadt und nicht Tripolis.
Das war kein Traumstart beim PSV Eindhoven, schon nach 78 Sekunden war das Hinspielergebnis egalisiert – 1:0 für den PSV. Das es von da an sehr schwierig werden würde war mir klar, denn zuhause ist der PSV eine ernstzunehmende Macht in einem Hexelkessel als Stadion. Hier zu punkten ist schwer. Aber besser als erst später, war ja noch das ganze Spiel vor uns.
Noch vor der Halbzeit kassierte der HSV das 2:0 – alles andere als beruhigend, auch wenn ein einziges Tor für die Hamburger immer noch für das Weiterkommen reichen würde. Erst mal durchatmen und neu sortieren.
Was die Holländer können kann der HSV schon lange. Den die Elf von der Elbe brauchte nur 48 Sekunden nach Wiederanpfiff bis Petric zum 2:1 verkürzte. Die Tür zum Achtelfinale war wieder richtig weit aufgestoßen. Alles nur kein weiteres Tor einfangen und eventuell noch eins drauflegen. Dass Eindhoven nicht aufstecken würde war ja klar.
Heute waren sie da, die Männer der Ablesefirma für Warmwasser und Heizung. Angesichts des langen und strengen Winters könnte hier demnächst die dicke Nebenkostenabrechnung des Vermieters aufschlagen. Zumindest beschleicht mich heutzutage kein so ungutes Gefühl mehr bei der Fairness in Sachen Ablesung. Ausgerüstet mit elektronischen Messgeräten, welche die Glasröhrchen auswerten kann man, Eichung vorausgesetzt, von einem genauen Verbrauchswert ausgehen.
Das war längst nicht immer so gewesen. Vor gar nicht all zu langer Zeit wurden diese Röhrchen nach dem Schema Pi mal Auge abgelesen in dem sie einfach gegen das Licht gehalten wurden. Je nach Sichtwinkel kamen da schon sehr abenteuerliche Messwerte zustande und dies sicherlich nicht zum Vorteil des Mieters.
Dem Verdunstungsprinzip dieser Messmethode schenke ich dennoch nicht mein vollstes Vertrauen, da bspw. auch die sommerliche Sonneneinstrahlung für die Verflüchtigung der Flüssigkeit sorgt. Das soll zwar im verschwindend geringen Bereich liegen, was ich jedoch nur glauben kann. Und glauben heißt nichts wissen. Immerhin gab das auch der Ableser zu.
Ich hatte heute schon mal kommentiert, dass das Bodenpersonal beider Kirchen nicht mein uneingeschränktes Vertrauen genießt. Aber in einer Sache ziehe ich meinen Hut und sage Respekt Frau Käßmann. Die EKD-Ratsvorsitzende trat nach ihrem Alkoholausrutscher, bei dem sie mit 1,54 Promille das Rotlicht nicht mehr als solches sah, als Konsequenz von ihrem Amt zurück. Das nenne ich Zivilcourage und stehen zu den eigenen Fehlern die man begangen hat.
Glücklicherweise ist nichts passiert, es kam kein Mensch zu Schaden. Trotzdem ergibt es mehr als nur ein schräges Bild, wenn Vertreter der Kirche während der Fastenzeit betrunken durch die Gegend fahren. Einerseits Wasser predigen und dann doch Wein trinken schafft keine solide Grundlage für Vertrauen unter den Gläubigen und der Gesellschaft im allgemeinen. Deshalb und hier wiederhole ich mich gerne – Respekt vor diesem Entschluss.
Soviel Mumm in der Hose, Schuld einzugestehen haben lange nicht alle Gottesvertreter. Der Augsburger Bischof Mixa sieht beispielsweise die sexuellen Übergriffe auf Kinder in einer Jesuiten-Schule in Berlin und anderen kirchlichen Einrichtungen wie teilweise darin begründet, dass es in unserer Gesellschaft eine sexuelle Revolution gegeben habe. Damit demütigt er für meine Begriffe betroffene Kinder und deren Familien ein weiteres Mal. Diese Fast-Rechtfertigung beweist ein Fingerspitzengefühl des Kirchenoberhauptes von gleich Null.