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35 Fussballfelder weniger Wald pro Minute

Eine Waldfläche der Größe von 35 Fussballfeldern verschwindet pro Minute weltweit durch Kahlschläge, Rodungen und andere Einflüsse. Das sind rund 250000 m² und jährlich gesehen 13 Millionen Hektar. Dies entspricht einer Größe der Bundesländer Saarland, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern zusammen! Bedenkt man, dass jeder Baum jährlich ~5000 kg Sauerstoff produziert und maßgeblich mit daran beteiligt ist Kohlendioxid zu binden und somit das Weltklima mit reguliert ist das eine enorme Menge. Bezeichnet man Bäume also als ein Lebenselexir für uns Menschen so ist dies keinesfalls übertrieben. Wälder sind Lieferanten für Rohstoffe und gleichzeitig auch Lebensraum sowie vieles mehr.

Der Wald – die grüne Lunge unseres Daseins. Dieser Satz hört sich für manche hochtrabend an, für einige vielleicht sogar dumm. Um im heutzutage geltenden Wortschatz der Jugend zu bleiben ist dieser Satz vielleicht auch uncool. Umweltschutz ist eine Thematik mit der man leider nicht nachhaltig die Leute hinter dem Ofen hervor locken kann. Dass es den Wald gibt wissen alle, wie es um ihn aber steht noch längst nicht. Weiterhin auf Ignoranz zu schalten und diese Thematik ganz beiseite zu schieben ist ein Spiel mit dem Feuer (auch Feuer ist ein Feind des Waldes wenn man so möchte).

Entsprechend ist auch das Verhalten der breiten Masse der Natur gegenüber. Wir schöpfen eben solange aus dem Vollen, bis unsere „Vorräte an Wald“ aufgebraucht oder besser formuliert komplett ausgebeutet sind. Das ist dann wahrlich uncool. Als ganz und gar nicht unschuldig kommt hier unser Konsumverhalten zu tragen – Stichwort Müll (-vermeidung).

Die Zukunft, die wir wollen, braucht Wald

Walderhaltung und -bewirtschaftung ist das Gebot der Stunde. Wenn das in den Köpfen der Menschheit angekommen ist kann man bereits von der sprichwörtlichen „halben Miete“ sprechen die erreicht wurde.

Wälder sind ein unersetzbares Naturgut – gehen wir zur Erhaltung desselben entsprechend damit um. Es wird Zeit sich für die Ausweitung der Fläche geschützter Wälder weiterhin stark zu machen.

Es wurde schon einmal der sog. zwischenstaatliche Waldausschuss gegründet (1995) aus dem dann das zwischenstaatliche Waldforum hervorging. Letzteres wurde im Jahr 2000 wieder geschlossen mit der zusammengefassten Begründung, „man konnte sich nicht einigen“. Dieses Scheitern aufgrund einer Uneinigkeit zeigt wieder einmal mehr, wie wenig umfangreich dieses Thema in den Köpfen der Menschen tatsächlich angekommen ist.

Wald, Wälder, Natur

Spricht man also von „unser Wald ist in Gefahr“, so ist das sehr ernst zu nehmen. Immerhin ist es so, dass weltweit rund 1,6 Milliarden Menschen vom Wald leben. Bis zum Jahr 2030 soll die Entwaldung zwar gestoppt werden wenn es nach der Bundesregierung und weiteren 180 Regierungen geht, doch bis dahin ist noch viel Zeit. Zeit die man schon heute nutzen kann um den Wald zu schützen und dessen schrittweise Zerstörung zu stoppen. Es bleibt zu hoffen, dass man sich in diesem erneuten Anlauf zur rechten Zeit einigen kann ehe wir unseren Lebensraum – den Wald – bald selbst abgeschafft haben. Weitere Einzelheiten zum Thema Wald und dessen Schutz gibt es hier.

Um es einmal ganz banal auszudrücken, gerodete Flächen zugunsten noch eines Freizeitparkes, eines Bau- oder Supermarktes, ein paar Parkplätzen mehr zur Unterstützung der Bequemlichkeit Einzelner oder anderweitig unnötigen Bauten liefern uns nicht den täglich benötigten Sauerstoff.

Es ist nicht so, dass nichts geschehen würde. Viele  Länder haben das Problem bereits erkannt und entsprechend reagiert. Trotzdem muss diese Problematik immer wieder neu beleuchtet und in den Vordergrund geschoben werden. Zu schnell droht die Gefahr von Nachlässigkeiten.

Zum Schluss noch eine ganz persönliche Meinung hierzu.  Unternehmen welche rein aus Profitgier und Absatzhunger mit gefakten Zahlen unwahre Umweltverträglichkeiten vorspiegeln (die letzten Wochen haben es uns sehr deutlich vor Augen geführt) sollten mit ganz erheblich hohen Geldstrafen belegt werden. Dieses Geld sollte sodann ausnahmslos für die Erhaltung unserer Wälder eingesetzt werden.

Übrigens – jedes Jahr am 21. März ist der Tag des Waldes…..!

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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