Die Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn nahm am 05.12.1906 ihren Betrieb auf der Strecke Altona – Blankenese mit dampfbetriebenen Zügen auf, ehe die Strecke 1907/1908 elektrifiziert wurde. Ab 1908 wurde die gesamte Strecke Blankenese – Ohlsdorf elektrisch bedient, hier liegt die eigentliche Gründung der Hamburger S-Bahn, deren Name in dieser Form erst ab 1934 verwendet wurde.

Auch die bis dato nicht elektrifizierten Strecken Blankenese – Wedel, Altona – Elmshorn, Hamburg – Friedrichsruh und nach Harburg wurden als S-Bahn bezeichnet. Im Jahre 1939 begann die Umstellung vom Oberleitungs-Wechselstrom auf Gleichstrom. Diesen bezog die S-Bahn aus einer eigenen Stromschiene neben dem Fahrgleis. Bis Mitte der 50er Jahre wurden beide Stromversorgungen parallel verwendet. 1950 erfolgte der Ausbau von Blankenese bis Sölldorf und Wedel (1954).

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Die Fernbahnstrecke Hamburg – Berlin wurde 1958 mit der Stromführungsschiene bis nach Bergedorf bestückt. Dies war gleichzeitig die erste Bahnstrecke, auf welcher die Hamburger S-Bahn im Strom-Mischbetrieb unterwegs war. Die Linie Bergedorf fuhr dann über Berliner Tor bis nach Altona. Die Altona-Kaltenkirchener-Eisenbahn (AKN), die bis 1962 bis zur Holstenstraße verkehrte, wurde zurückverlegt nach Langenfelde und eine Verbindung von der Hamburger S-Bahn zur AKN wurde geschaffen.

Ab 1965 fuhr die Hamburger S-Bahn auf der Fahrtrasse der AKN bis Eidelstedt und dann weiter bis zur Elbgaustraße (heutige S 3 und S 21). Zeitgleich gründete die Deutsche Bahn AG (ehemals Deutsche Bundesbahn) mit den ortsansässigen Verkehrsunternehmen (Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG, Hochbahn AG und HADAG) den bis zu diesem Zeitpunkt weltweit ersten Verkehrsverbund, den HVV. Der ab 1966 geltende Gemeinschaftstarif hatte 1967 zur Folge, dass erstmals Linienbezeichnungen verwendet wurden (S 1 – S 6).

Hamburg war mit dieser Bezeichnung Vorreiter. Andere S-Bahn-Systeme im deutschsprachigen Raum haben diese Bezeichnung anschließend übernommen. Im Jahre 1975 wurde die unterirdische S-Bahn-Strecke zwischen den Landungsbrücken und dem Hauptbahnhof eröffnet.

Die Hamburger S-Bahn umfasst heute 6 Linien auf einer Gesamtstreckelänge von 115 Kilometern, diese 59 Stationen (9 davon unterirdisch) beinhaltet. Im Dezember 2007 erweitert sich das Streckennetz um 32 Kilometer bis nach Stade. Die 60. Station wird 2008 fertig gestellt und wird „Hamburg Airport“ heißen.

Eröffnungsdaten (elektr. Betrieb) in der Übersicht Datum – Anfangs-/Endbahnhof – Bezeichnung

  • 01.10.1907; Blankenese – Ohlsdorf; Altona-Blankeneser Eisenbahn / Verbindungsbahn
  • 12.03.1924; Ohlsdorf – Poppenbüttel; Alstertalbahn
  • 14.05.1950; Blankenese – Sölldorf; Altona-Blankeneser Eisenbahn
  • 23.05.1954; Sölldorf – Wedel; Altona-Blankeneser Eisenbahn
  • 01.06.1958; Berliner Tor – Bergedorf; Berlin-Hamburger Bahn
  • 22.02.1962; Holstenstraße – Langenfelde; Pinneberger S-Bahn / Verbindungsbahn
  • 26.09.1965; Langenfelde – Elbgaustraße; Pinneberger S-Bahn
  • 24.09.1967; Elbgaustraße – Pinneberg; Pinneberger S-Bahn
  • 01.06.1969; Bergedorf – Aumühle; Berlin-Hamburg Bahn
  • 01.06.1975; Landungsbrücken – Hauptbahnhof; City-S-Bahn
  • 21.04.1979; Landungsbrücken – Altona; City-S-Bahn
  • 31.05.1981; Altona – Diebsteich; City-S-Bahn
  • 25.09.1983; Harburg-Rathaus – Hauptbahnhof; Harburger S-Bahn
  • 05.08.1984; Harburg-Rathaus – Neugraben; Harburger S-Bahn

Das heutige Verkehrsnetz umfasst folgende Linien: S 1: Wedel – Poppenbüttel S 11: Blankenese – Ohlsdorf – (Poppenbüttel), nur Hauptverkehrszeit S 2: Altona – Bergedorf, nur Hauptverkehrszeit S 21: Elbgaustraße – Bergedorf – Aumühle S 3: Pinneberg – Neugraben S 31: Altona – Harburg-Rathaus – (nur Hauptverkehrszeit Neugraben).

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Heute findet zwischen 11 und 18 Uhr das S-Bahn-Familienfest in der Hamburger Innenstadt (Gerhart-Hauptmann-Platz) statt, zu dem die S-Bahn Hamburg AG alle herzlichst einlädt. Spaß für Groß und Klein, sowie ein kulinarisches Angebot für das leibliche Wohl fehlen selbstverständlich nicht. Viel Spaß!

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