Bayern Ministerpräsident nennt es absurd, dass wir einen Impfstoff haben den keiner haben will. Bei allem Verständnis für Herrn Söder – seine Entscheidungen und Ansichten sind sehr oft von guter Qualität – hier schießt er am Ziel wirklich vorbei. Der Impfstoff von AstraZeneca hat nun mal nicht den allerbesten Ruf was seine Wirksamkeit gegen Covid-19 betrifft. Und wer möchte schon generell mit einem Medikament behandelt werden, dessen Wirksamkeit immer mehr in die Kritik gerät? Und sehr widersprüchliche Aussagen über den Impfstoff sorgen unter der Bevölkerung auch nicht zwangsläufig für Vertrauen. Der Hersteller spricht von 82% Wirksamkeit, das Paul-Ehrlich-Institut von lediglich 60%. Und was die Wirksamkeit bei den Mutationen des Virus angeht schneidet AstraZeneca auch alles andere als vertrauenswürdig ab.

Zu AstraZeneca würde ich selbst auch sagen, danke – kannste behalten! Was nützt mir eine „halbherzige“ Impfung, wenn die im Umlauf befindlichen Dosen an Mutationen gar nicht angepasst sind? Und wenn ein Land wie die Schweiz, das nun wirklich nicht dafür bekannt ist „unüberlegte Schnellschüsse“ zu veranstalten den Impfstoff von AstraZeneca wieder los werden und nicht verimpfen möchte, sollte das auch den ärgsten Befürwortern des Impfstoffes zu denken geben.

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Solange man stets in Vermutungen über verwertbare Ergebnisse schwelgt sagt das im Prinzip nicht anderes aus als dass man eben nichts weiß. Woher sollte das Wissen auch stammen in einer so kurzen Zeit? Dazu sollte man auch stehen und nicht versuchen die Bevölkerung mit Mutmaßungen und Halbwissen zu überschütten und sie so quasi zu einer Impfung mit AstraZeneca „drängen“. Glauben heißt nichts wissen, nirgendwo anders findet dieser Spruch derzeit mehr Berechtigung als beim Thema Impfstoff.

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