Nicht jeder Webmaster betreibt seine Seite nur aus Spaß an der Freud´. Zwar gehört Letzteres mit dazu, steht aber eben nicht alleinig im Vordergrund. Mit Webseiten lassen sich durchaus ein paar Euro´s verdienen, von damit erzielbarem Reichtum muss deswegen noch lange nicht die Rede sein.

Um die Einnahmen einer Webseite zu „optimieren“ gibt es sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Eine – wenn auch etwas umstrittene Variante – ist der Handel mit bezahlten Links.

Art und Form können auch hierbei sehr variabel sein, haben aber immer eines zum Ziel, die Linkpower jener Seite auf welcher der Link gesetzt wird abzugreifen um selbst besser „ins Geschäft“ zu kommen. Mit anderen Worten, der Linkverkäufer möchte seinen Pagerank bei Google über eingehende Links aufbessern.

Schnelles Geld durch Linkkauf bis zum Absturz

„Die schnelle Mark“ kann man durch den Linkkauf durchaus verdienen. Die Kasse klingelt im Hintergrund ohne dass hierfür sonderlich viel getan werden muss. Rein aus dieser Perspektive betrachtet ein Traum für jeden Webmaster der seine Seite monetarisiert hat!

Aber Vorsicht, der Griff nach dieser besagten „schnellen Mark“ kann nahezu ebenso schnell in einem Desaster enden.

Anbieter für den Linkkauf gibt es viele, mit einem davon konnte ich meine eigenen Erfahrungen machen – Backlinkseller.

linkkauf

Bei Backlinkseller habe ich mich einerseits von den möglichen Einnahmemöglichkeiten verleiten lassen, andererseits ließ ich mich von folgender Aussage seitens Backlinkseller „täuschen“:

Da in unserem Netzwerk die Backlinks über einen PHP-Code eingebunden werden und die Information nicht weitergegeben wird, haben Suchmaschinenbetreiber keine Chance, solche Links zu ermitteln.

Diese Aussage seitens des Anbieters mag ggf. längere Zeit ihre Berechtigung gehabt haben. In Google´s Technik hinsichtlich der Überprüfung von Webseiten stecke ich nicht drin. Inzwischen ist diese Aussage jedenfalls definitiv falsch. Das wird nicht von mir vermutet, ich kann es als Betroffener bestätigen.

Mitte August diesen Jahres erhielt ich von Google (Webmaster Tools) eine E-Mail mit dem Hinweis, dass auf meiner Webseite Unregelmäßigkeiten bzw. Verstöße gegen die Richtlinien festgestellt wurden.

Google hat ein Muster mit künstlichen oder unnatürlichen Links auf Ihrer Website erkannt.

Künstliche oder auch unnatürliche Links sind in vielen Fällen auf eine Teilnahme bei Linktauschprogrammen zurückzuführen wie beispielsweise Backlinkseller eines ist. Und genau dies ist gemäß den Richtlinien für Webmaster unzulässig.

Pagerank für zwei Wochen auf 0 gesetzt

Eine pauschale Aussage dazu kann nicht getroffen werden, aber z.B. bei Sistrix kann über die zeitlichen Auswirkungen eines sog. Google Penaltys nachgelesen werden. In meinem Fall sind vom Augenblick der Abstrafung bis hin zur Aufhebung dieser Maßnahme insgesamt 2 Wochen vergangen in denen mein Pagerank auf Null gesetzt wurde.

Was ein PR 0 für Auswirkungen im Hinblick auf die Sichtbarkeit in der Suchmaschine bedeutet ist sicher jedem ein Begriff der sich in dieser Materie ein wenig auskennt. Der Pagerank (0 – 10) wird nicht völlig umsonst als eine Art von Internet-Währung bezeichnet.

Mein Pagerank lag seit „ewigen Zeiten“ auf 4. Damit bin ich zwar nicht Krösus, dennoch bin ich sehr zufrieden gewesen damit. Die Aussichten, dass der Pagerank noch einmal steigt standen gar nicht sooo schlecht. Doch dann kam die Sache mit Backlinkseller wie nachfolgende Screenshots belegen.

Es bleibt jetzt jedem einzelnen nach Abwägung der Verdienstmöglichkeiten einerseits und den möglichen Folgen in Sachen Pagerankverlust selbst überlassen in wie weit er den Dienst von Backlinkseller in Anspruch nehmen möchte. Hinweise wie, „man muss eben vorsichtig sein“ halte ich persönlich als eher nutzlos.

Sind die Links erst einmal auf der Seite gesetzt bzw. veröffentlicht habe ich keinerlei Einfluss darauf ob es von Google „entdeckt“ wird oder nicht. Der alte Spruch, „der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht“ passt hier wie ich meine perfekt hin. Soll nichts anderes heißen als dass was viele Monate lang gut geht immer so bleiben muss.

Fazit

Einen abrupten Pagerankverlust von X auf 0 möchte wohl niemand. Denn die Umsatzeinbußen dadurch wiegen die Gewinne durch den Linkkauf meines Erachtens nicht auf. Auch einmal über die Schattenseiten des Linkkaufs zu berichten fand ich wichtig, weil nur so auch mal konkret Licht auf die Negativauswirkungen geworfen wird.

Eines darf bei allem nicht vergessen werden. Um bei derartigen Linkverkaufdiensten Geld zu verdienen ist eines enorm wichtig – der Pagerank. Es bringt also auch nichts zu sagen was Google meint ist mir egal, ich nehme lieber das Geld. Beim Linkkauf gilt Pagerank weg – Geld weg.

Ich habe für mich beschlossen Backlinkseller den Rücken zu kehren. Die über Jahre hinweg andauernde Mühe sich einen kleinen Namen im Netz zu machen ist es nicht wert wegen ein paar Euro´s binnen kürzester Zeit zu zerstören. Ein blaues Auge reicht mir vollkommen… ein Nachschlag nicht erforderlich!

Bildquelle: publicdomainpictures.net