Grundsätzlich klingt die Idee von Carsten, eine Interessengemeinschaft / Verein für Blogger zu erschaffen sehr gut. Eine Interessengemeinschaft ähnlich der Verbraucherberatung könnte durchaus von Vorteil sein. Lässt sich so ein Vorhaben durchsetzen? Mittels eines Votings soll das generelle Interesse von Bloggern aber auch die Bereitschaft zu Mitgliedsbeiträgen bzw. Spenden ermittelt werden.

Beim Punkt Beitragszahlung gehen sie Stimmen schon auseinander, zwischen 1 € bis über 5 € monatlich schwanken die Angaben mit einer bisherigen Tendenz zu 2-3 € im Monat. Bei dieser Summe bedarf es natürlich schon einer stattlichen Anzahl an zahlenden Mitgliedern, ehe hier ein Betrag zusammen kommt, der dem Verein / der IG eine Handlungsfähigkeit verleiht. Wenn’s ums Geld geht scheiden sich bekanntlich die Geister.

Wenn es zu einer Abmahnung kommt, ob gerechtfertigt oder nicht lasse ich mal dahingestellt, richtet sich diese zunächst gegen einen bestimmten Blogger. In wie weit hier überhaupt eine Einflussnahme der IG möglich ist… keine Ahnung. Rechtliche Vertretungen kosten hier so richtig Kohle – da bin ich dann wieder beim Monatsbudget der IG.

Noch läuft diese Idee in den Kinderschuhen und bedarf ausführlicher Überlegungen in allen Richtungen. Auslöser für die neuerliche Diskussion um einen Blogger-Verband gab es schon mehrere, den letzten wenn ich mich recht erinnere im Zusammenhang mit einem Kochbuch bzw. dessen Bildern. Jetzt ist eben die Abmahnung der Deutschen Bahn AG gegen Netzpolitik.org für neuerliche Spekulationen verantwortlich.

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Womöglich verpufft dieses Vorhaben leider ebenso wie die anderen davor auch…

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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5 Kommentare
  1. Wolf sagte:

    Das Ganze kannst Du eh ganz schnell vergessen, Man wird niemals alle unter einen Hut bekommen. Auf der einen Seite ist es typisch deutsch, sich zu organisieren und auf der anderen Seite stehen Neid Missgunst und Klüngelei.

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  2. Ecki sagte:

    Das kann in der Tat echt schwierig werden. gerade bei den beiträgen, und wer will sich die Arbeit aufhalsen. Ich war Anfangs auch extrem begeistert, aber nach deinem Beitrag muss ich schon anders darüber denken. Da hängt eine Menge dran. Und es gibt bestimmt sehr viele Blogger die nicht mitmachen. Und was ist wenn mal was ist? Kann ich als Nichtzahlendes Mitglied auch die Hilfe in Anspruch nehmen?

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  3. Thomas sagte:

    Nicht die Idee ist es die ich „anzweifle“, das Drumherum scheint mir nicht so leicht zu organisieren sein. Klar gibt es zwei oder gar noch mehr Meinungslager in der Bloggerwelt. Ich will hier keinen Pessimismus schüren, aber ob Privatpersonen so ein Projekt auf sichere, „schlagkräftige“ Beine stellen können….? Ich drück dem Team mal die Daumen!

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  4. Werkzeugblogger sagte:

    Andererseits sollte man nicht vergessen, dass die Blogwelt auch deswegen so vielfältig geworden ist, weil man unorganisiert war / ist und jeder einfach loslegen konnte. Ein Verein oder Gewerkschaft ist der erste Stein auf dem Weg zu der typisch deutschen Art der Regelung, die vielen Handwerkern z.B. in der realen Geschäftswelt das Leben erschwert.

    Ich kann darauf verzichten und hätte lieber die längst notwendige Änderung des Abmahnrechts (oder Prozessrechts), wenn Firmen gegen Privatpersonen auftreten. Das gesamte Rechtssystem ist nicht in der Lage auf schnelle Prozesse zu reagieren.

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Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Idee eines Bloggervereins gab es übrigens schon einmal, leider ist daraus nichts geworden. Vielleicht kommt das Projekt […]

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