Beachtet man an den Tankstellen die Preisanzeiger, dann könnte man schnell den Eindruck gewinnen, dass diese mit einem kleinen Uhrwerk ausgestattet sind, das den Preis stetig nach oben treibt!

Der ständige Preisanstieg der Spritpreise wird von den Mineralölkonzernen mit dem steigenden Ölpreis gerechtfertigt. Ob und wenn ja in wie weit das letztlich wirklich der Wahrheit entspricht kann der Kunde an der Zapfsäule nicht nachprüfen – der wird fleißig weiter gerupft und die Taschen der Konzerne füllen sich.

Die Tankstellenbetreiber haben keinen nennenswerten Nutzen von der Preistreiberei, da der Verdienst pro verkauftem Liter Sprit bei ungefähr 2 Cent liegt. Reich werden kann ein Tankwart davon nicht. Es hat schon seinen Grund, warum Tankstellen mehr kleine Supermärkte, Zeitschriftenläden, Getränkemärkte und Tabakgeschäfte darstellen, weil dort der eigentliche Gewinn liegt.

Problematisch wird es aber dann, wenn wegen der hohen Spritpreise die Tankkunden fern bleiben und somit auch nicht die anderen Artikel erwerben. Richtig echte Billigtankstellen gibt es heute kaum mehr. Die Preise liegen im Vergleich zu den Markentankstellen nicht mehr nennenswert darunter. Und ob der Liter nun 1,41 € kostet oder "nur" 1,38 €, Autofahren wird immer mehr zu einem unbezahlbaren Hobby.