Der Russenrechner

Der Arbeitskollege meiner Frau bat mich mal nach seinem Rechner zu sehen, u.U. das Motherboard auszutauschen, mehr Arbeitsspeicher zu beschaffen und dergleichen mehr. Die Kiste sei sehr langsam und es mache keinen Spaß damit zu arbeiten.

Eigentlich müssten hier im Wohnzimmer die Trojaner Samba tanzen, in der Menge wie ich sie vorgefunden habe, 156 unliebsame Gäste hatte der Kollege auf seiner Festplatte eingenistet, 156 Stück! :roll:

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Irgendwie kein Wunder, dass der Rechner träge wurde und nichts mehr richtig vorwärts ging. Abgesehen von den ungewollt aufpoppenden Webseiten, welche den Überblick komplett in den Hintergrund stellten. Ein anderes Motherboard oder mehr RAM hätten da auch nichts verbessert. Das hatte er nun davon, weil er sich auf die XP-eigene Firewall verlassen und einen seltenst geupdateten Virenscanner installiert hatte.

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Jetzt tickt wieder alles richtig und ist befreit von all dem unliebsamen Gesokse, läuft wieder recht ordentlich für einen 1,6 Ghz-Rechner. Heute holt er ihn wieder ab, diesen Russenrechner. Ach ja, den liebevollen „Kosenamen“ hab ich dieser „Windowsmühle“ deshalb gegeben, weil der Arbeitskollege ein Russe ist und mir keine andere Bezeichnung für dieses Windoof-Gestell eingefallen ist :mrgreen: .

Thomas Liedl

Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

6 Kommentare zu “Der Russenrechner”

  1. oller Osel sagt:

    Kann man denn mit 156 unliebsamen Gästen auf dem Rechner überhaupt noch arbeiten? Ich habe schon viel gesehen, aber das ist wohl die Spitze.
    Es zeigt sich doch immer wieder, dass man sein System sauber und auf dem neusten Stand halten sollte – sowohl OS als auch Programme.

  2. Thomas sagt:

    Ob man damit noch arbeiten kann? Aber sicher….. und wie. :roll: Es brauchte gut 10 Minuten bis die Kiste überhaupt komplett hochgefahren war und man überhaupt einen Tastendruck oder Klick absetzen konnte! Ich habe auch sehr selten eine solche Menge gesehen und würde es selbst nicht für möglich halten, wären die Dinger nicht über meinen Schreibtisch gehüpft!

    Ich wenig schimpfen muss ich ihn schon….. wenn er jetzt dann vorbei kommt! :twisted:

  3. zweinullblog sagt:

    Na hauptsache er hat damit kein Onlinebanking betrieben, die „Fischer“ hätte es sicherlich gefreut. Wo es doch kostenfreie Programme gibt, die nicht die übelsten sind.
    Gruß Dirk

  4. Thomas sagt:

    Nein, Onlinebanking wurde damit nicht betrieben – zum Glück. War ja schon schlimm genug, dass alle Passwörter gespeichert wurden. Habe ihm dringend geraten alle schnellstens zu erneuern und künftig nicht auf dem Rechner abzulegen!

    Klar gibt es Freeware. Die bringt aber auch nur etwas, wenn sie aktiviert und auf dem aktuellen Stand ist. Mal sehen wie er nun mit seinem „gesäuberten“ Rechner umgeht – wie lange das gut geht :cool:

  5. zweinullblog sagt:

    Ja es ist schon sehr schockierend wie Leute so mit ihrem PC umgehen :!: :?:

  6. Thomas sagt:

    @Zweinullblog:
    Da muss man durch…. ich hätte es ja auch ablehnen können, die Virenschleuder neben meinen Tisch zu stellen, was soll’s….. :lol:

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