Heute war es soweit, das Aufeinandertreffen der Lokalrivalen FC Bayern München und TSV 1860 München. Lokalderbys sind das eine, aber das ganze auch noch als Viertelfinale im DFB-Pokal ist eine richtig ordentliche Steigerung! 

Spiele gegen die „schwindligen Giesinger“ waren schon immer etwas Besonderes. Und Siege gegen diese „schräge Anhängerschaft von Tagelöhnern“ sind viel schöner als fünfmal Weihnachten zusammen. 

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Schon im Vorfeld der Partie hab es Aufregung ohne Ende. Anhänger der Roten haben die Fankurve der 60er im Grünwalder-Stadion in den Farben rot und weiß gestrichen und damit für reichlich Zündstoff gesorgt! Abgesehen vom Sachschaden finde ich Idee und Durchführung für zeitlich optimal platziert und äußerst amüsant! (Quellen: Süddeutsche und Sport1

Der Spielverlauf:

In Halbzeit eins lieferten sich beide Mannschaften einen schönen Schlagabtausch. 1860 München spielte gut mit und ein Klassenunterschied war, abgesehen vom effektiven Spiel nach vorne nicht direkt erkennbar. Ein nicht gegebenes Tor von Luca Toni wegen Foulspiels (Schauspieler Hofmann) und die vergebene Großchance von Toni Kroos ergaben nach 45 Minuten ein für 1860 eher schmeichelndes 0:0.

Gäbe es die Abseitsregelung nicht, hätte es nach 3 Minuten schon 2:0 für die Roten stehen können. Es ging munter weiter. Bierofka schaltete sich nach gut 1 Stunde selbst aus und musste vom Feld getragen werden. So wurden sie auch „weniger“, die Blauen. Gerade bei Lokalderbys ist es eben so, man muss Geduld haben. Theatralische Fallübungen der Giesinger die zur gelb-roten Karte von Luca Toni führten, Handspiel und Tätlichkeiten im Strafraum der Blauen (mehr haben die 60er ja nicht drauf!) machten das Spiel nun extrem hektisch! 

Und es geht mit einem 0:0 und nur 10 roten Mannen in die Verlängerung. Die erste Hälfte der Verlängerung blieb ohne zählbaren Erfolg aber zeigte sich trotzdem sehr kampfbetont! Zu Beginn der 2. Hälfte geht dann endlich auch ein Giesinger (Schwarz) vom Platz (gelb-rot) wegen eines Bodycheck gegen Ribery, Zeit wurde es! Es ist wie verhext, das Runde will nicht in das Eckige. Das Elfmeterschießen droht.

Doch dann passiert es,  Elfmeter für Bayern in der 119. Minute. Riberey läuft an TOR. Der Schiri gibt das Tor nicht, Wiederholung! Ribery läuft erneut an und wieder drin – 1:0 für Bayern und mitten ins Herz von 1860. Das gönne ich denen von Herzen!

Nochmal Platzverweis für 1860 München und dann, AUS – AUS, das Spiel ist aus!!!

41 Jahre lang war der TSV 1860 München nicht in einem Halbfinale des DFB-Pokals, was hätten sie dann heute dort gewollt? Spielt ihr mal lieber gegen Burghausen, Ingolstadt und der gleichen mehr, das steht euch besser!  

Im zweiten Spiel des Tages verlor im Nordderby der Hamburger SV beim VfL Wolfsburg unverdient und durch einen sehr zweifelhaften Elfmeter in der ersten Hälfte mit 2:1 n.V. (1:0) und erreichte somit das Halbfinale leider nicht! 

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Im Pott des Halbfinals liegen nun FC Bayern München, der VfL Wolfsburg, Borussia Dortmund (3:1 gegen 1899 Hoffenheim) und Carl Zeiss Jena (5:4 nach Elfmeterschießen beim VfB Stuttgart).

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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2 Kommentare
  1. inflexible sagte:

    Die gelb-rote Karte für Toni war bei seiner Theatralik vorhersehbar, hätte ich in der Situation aber nicht gegeben. Die beiden Toni-Tore waren regelwidrig. Der Elfmeter in der 119. Minute war ein klarer Elfmeter, wenn man den Strafraum zur 12-Meilen-Zone ausweitet. Wenn Elfer, dann schon in der 90. Minute bei der Aktion gegen Lucio. Die gelb-rote für Schwarz – mei, der achsotolle der Räbäräää ist halt nur ein Weichei wie andere auch und seitdem bei mir und meinen Kindern gründlich und für alle Zeiten durchgefallen. „Bodycheck“ – des war nur Theater von dem Meineid-Franzosen. Spannendes Spiel, die 60er waren für ihre vor allem offensiv beschränkten Möglichkeiten klasse und haben die bayern leiden lassen. Selten so stolz auf die Blauen gewesen wie an diesem Abend. Lieber 100 Jahre schwindlig in der Bayernliga als auch nur eine Sekunde Meister mit den roten. Bin i froh, dass i seit i seit 30 Jahren ein Blauer bin.

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    • Thomas sagte:

      Willkommen bei Nicht-spurlos Inflexible. So gehen eben die Sichtweisen beider Lager auseinander.

      Bin i froh, dass i seit i seit 30 Jahren ein Blauer bin

      Das ist doch schön für Dich wenn es so ist! Ich sage im Gegenzug immer, dass ich kurz vor meinem Tod von Rot nach Blau wechsle, denn lieber sirbt einer von denen, als von uns :wink: .

      Antworten

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