Die Fliegerbombe von München, deren Entschärfung nicht so ohne weiteres möglich war, wurde letztendlich kontrolliert gesprengt. Die dadurch in Brand geratenen Dachgeschosse der umliegenden Häuser konnten durch die anwesende Feuerwehr relativ schnell gelöscht werden, diverse andere Schäden wie Risse an den Hauswänden etc. werden sich erst noch nachträglich ergeben.

Die betroffenen und für den Zweck der Sprengung evakuierten rund 2500 Anwohner haben mit den Folgen daraus zu leben. Eine U-Bahnlinie ist immer noch unterbrochen weil erst die Statik der Tunnelröhre untersucht werden muss.

Der Vorfall in München zeigt, dass die Entschärfung einer Fliegerbombe alles andere als einfach sein kann. Bombenentschärfungen gibt es landesweit in unregelmäßigen Abständen immer wieder, kürzlich auch am S-Bahnhof in Hamburg-Wilhelmsburg. Nicht immer liegen diese Blindgänger aus dem Weltkrieg in einem „unbedenklichen“ Gelände wie beispielsweise einer außerstädtischen Baugrube etc..

Des weiteren lassen sich nicht alle Blindgänger „einfach so mal“ durch die Expertenteams entschärfen. in München blieb letztlich nur die großräumige Sperrung des Stadtteils Schwabing und die Sprengung der 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe. Trotz der großräumiger Sperrungen kann nie ausgeschlossen werden, dass es dennoch zu schwerwiegenden Schäden an Häusern bzw. Verletzten oder gar Toten kommt. Viel kann berücksichtigt und geplant werden – alles sicherlich nicht.

Das Video eines Amateurfilmers zeigt die Wucht dieser Sprengung. Dadurch wird auch deutlich wie gefährlich Blindgänger in einem dichter besiedeltem Gebiet tatsächlich sind wenn eine Entschärfung nicht durchführbar ist.

Während in München wohl schon die Aufräumungsarbeiten laufen gibt es bereits den nächsten Bombenfund am Flughafen Schiphol  in Amsterdam und zieht einiges an Konsequenzen nach sich. Flüghäfen sind garantiert ein sehr „heißer Kandidat“ für Blindgängermaterial. Ganz nebenbei… ich wohne auch mehr oder weniger am Flughafen. Ich hoffe ja nicht diesbezüglich mal eine Berichterstattung schreiben zu müssen :denk: .

Eines zieht der Fall „Entschärfung München“ noch nach sich

Durch die vielen Berichterstattungen die deswegen durchs Internet kreisen bekommen die „deutschen Schnüffelstellen“ einiges zu tun. Bekanntlich werden Webseiten welche Worte wie „Bombe, Explosion oder Sprengung“ enthalten genauer untersucht. Es könnten sich darunter auch staatsfeindliche Publizisten befinden die dadurch aufgedeckt werden. Na dann mal viel Spaß, der Filter des Staatsschutzes wird sicherlich nach und nach am überlaufen sein.