HSV Abstieg 2. Bundesliga

Das 55. Jahr des HSV in der Bundesliga – es wollte (konnte) einfach nicht gelingen. Nach 54 Jahren ist die Uhr des einstigen Gründungsmitglieds der Fussball Bundesliga heute einfach stehen geblieben. Dabei ist doch eigentlich die Sieben das mit dem verflixten Jahr…..

54 Jahre – 262 Tage – 36 Minuten – 20 Sekunden

Seit Jahren hängt der „Dino“ spätestens zum Saisonende, oft schon viel früher im Tabellenkeller der Fussball Bundesliga fest, entkam mehrfach durch die Religation und nur mit Glück dem Abstieg in die 2. Bundesliga. Jetzt in der Saison 2017/2018 ist dies dem HSV nicht mehr gelungen. Bereits mit dem 0:0 im „ersten Endspiel“ gegen Mainz 05 am 25. Spieltag und eine Woche später beim traditionellen Debakel beim FC Bayern München (0:6) war klar wo die Reise mit dieser Leistung hingehen wird.

Anzeige


Die Mannschaftsleistung lies bis zuletzt – mit verschwindend geringen Ausnahmen – auch nicht wirklich auf rosigere Zeiten in der Zukunft hoffen. Die wenigen Momente an denen man dachte, na jetzt packen sie es doch verpufften alle kläglich. Die Personalsanierungen auf der Führungsebene des Vereins kamen eindeutig zu spät. Nur alleinig daran lag es ohnehin nicht. Die Probleme des HSV sind sehr vielseitig und nicht mit einem Satz zu erklären.

HSV in der 2. Liga – wie wird das funktionieren?

HSV Abstiegsgefahr

Es brennt lichterloh beim Traditionsverein HSV

Nun muss sich der HSV in der Saison 2018/2019 in der 2. Bundesliga beweisen, zusammen mit dem 2. Direktabsteiger Köln. Ganz bestimmt kein leichtes Unterfangen auch wenn sich dies zunächst vielleicht so anhören mag. Beispielsweise Kaiserslautern oder 1860 München haben sich mit ihrem Abstieg bis heute nicht mehr hundertprozentig gefangen. Es muss sich einiges bewegen in Hamburg, will man den sofortigen Wiederaufstieg bewerkstelligen. Es wird ein weiter und anstrengender Weg werden.

Finanziell wird’s ebenso ein Kraftakt für den Verein werden. Was wird aus dem bisherigen Kader des HSV? Wohin gehen die Zuschauerzahlen bei Heimspielen in der zweiten Liga, die Anzahl der Dauerkartenverkäufe? Hat das Hamburger Publikum nach so vielen desaströsen Jahren im Kampf gegen den Abstieg tatsächlich Lust auf Spiele gegen Heidenheim, Aue, Duisburg & Co? So viele offene Fragen deren Beantwortung erst die Zeit mit sich bringen wird.

Es wird etwas fehlen in der kommenden Saison, ungewohnt wird der Anblick der Tabelle sein ohne den Hamburger SV, selbst wenn er oft im Keller stand und speziell für meinen Verein ein sehr guter Punktelieferant gewesen ist. Der HSV kommt wieder, dessen bin ich mir absolut sicher. Dazu braucht es aber dringend konstante Leistungen und eine durchwegs bessere Vereinsmoral – von der obersten bis zur untersten Ebene. Es ist an der Zeit jetzt damit anzufangen. Wenn nicht jetzt – wann dann?

Spätestens der heutige Tag hat es eindrucksvoll ans Licht gebracht, eine lange Tradition alleine beinhaltet noch nicht das pauschale Recht auf Erstklassigkeit im Fussball. Und schuld sind weiß Gott nicht immer und generell die Trainer. Oft muss man hier viel tiefer ins Detail gehen um die Probleme im Verein wieder in den Griff zu bekommen. Dazu hat der HSV nun Zeit – es wird aber auch langsam Zeit!

Chaoten lassen es zum Ende noch mal „krachen“

Anzeige

Da nützte es schlussendlich auch nichts dass „gewisse Anhänger“ des HSV das Stadion mittels Böllern in schwarzen Rauch und Brandherde stürzen. Was für ein dadurch blamabler Abgang in die zweite Liga. Solche total hirnlosen Chaoten die mit dem Fussball gar nichts am Hut haben braucht der HSV nicht, nicht im Oberhaus und auch nicht in der zweiten Liga. Solche Leute braucht gar niemand!

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
2 Kommentare
  1. Marcus sagte:

    Hätte man Titz statt Hollerbach installiert, wäre der Verein nicht abgestiegen.

    Die sieben Wochen waren zuviel.

    Ich hoffe auch, das der HSV wieder kommt, aber wie Du schon ansprichst: Der 1. FC Kaiserslautern hat sich, nach einer wilden Fahrstuhlfahrt, in die Regionalliga verabschiedet. Das könnte der Raute auch drohen. Denn beide Vereine haben aus ihrer Tradition den Anspruch Bundesliga

    Anders als Du glaube ich nicht, das die Zuschauer ihren Verein im Stich lassen werden. Sicher, es werden nie / nicht bei jedem Heimspiel 50tsd. Aber die 30 können Sie schaffen

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Sieben Wochen waren viel zu viel. Aber das nützt nun alles nichts mehr, jetzt ist der Abstieg besiegelt und es brechen „harte Zeiten“ an. Ich will es nicht hoffen dass der HSV zum Kaiserslautern II wird. Die Zeit wird es zeigen, sie muss es zeigen.

      30000 Zuschauer ja, es kommt eben darauf an wie man sich in der zweiten Liga schlägt. So wie die letzten Jahre und es wird mau bei den Besucherzahlen.

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst Dich informieren lassen wenn es Folgekommentare gibt. Du kannst aber auch abonnieren ohne zu kommentieren.