Erlangt jemand seinen Doktortitel, dann hat er ihn (meistens) durch sein Wissen verdient. Nun gibt es Menschen, die legen dann ganz großen Wert darauf, dass der Titel stets mit erwähnt wird, sowohl im persönlichen Gespräch als auch im Schriftverkehr. Daran halte ich mich im weitesten Sinne auch – kein Problem.

Wenn allerdings ein „Studierter“ glaubt, dass er auf Grund seines Titels ein besserer Mensch sei oder besonders oberwichtig tun muss, dann kommt er bei mir genau an den Richtigen! In erster Linie zählt bei mir nämlich der Mensch als solches und dann kommt der Titel.

Besonders tief in das Reich der Hochnäsigkeit ließ ein Schreiben einer Rechtsanwältin blicken, die sich in einem extra Brief darüber beschwerte, dass ich doch bitte den Doktorentitel mit erwähnen möchte, da sie schließlich nicht umsonst promoviert habe. Um etwas anderes ging es in diesem Schreiben nicht, einzig und allein nur um den Titel.

Trotz ihres ach so wichtigen Titels verlor „Frau Doktor“ ihren Prozess achtkantig, nicht zuletzt wegen vollkommener Fehleinschätzung der Sachlage. Titel alleine besagen eben noch lange nicht, dass sich der Träger auch wirklich auskennen muss. Bei einem weiteren Schriftwechsel werde ich natürlich wieder auf den Namenszusatz verzichten – das versteht sich von selbst :twisted: .