Wenn man dem Bericht von ZDnet Glauben schenken, dann ist das Projekt E-Mail-Verkehr dem Tode geweiht. Grund dafür soll der zunehmende Spam sein, der sich über den elektronischen Kommunikationsweg verbreitet. Als Alternativen werden Produkte wie Facebook und Twitter genannt, welche die altgediente E-Mail ablösen (sollen). 

Ist dem tatsächlich so, dann würde dies zwar eine Erklärung auf meinen Beitrag vom 26.02.08, "Deutschland und seine E-Mail-Kommunikation" darstellen, die dort geschilderte Verhaltensweise aber nicht rechtfertigen. 

Nun es mag viele Gründe geben, warum jemand statt E-Mail eine der genannten Alternativen zur Kommunikation untereinander nutzt. Doch eines ist auch klar, so wie Spam in den E-Mail-Verkehr Einzug gehalten hat, wird er es auch bei diesen „Alternativen“ früher oder später tun – wenn auch in einer anderen Art und Weise. 

Die gute alte E-Mail war auch nicht von Geburt an von Massenspam heimgesucht worden, das war eine Entwicklung über Jahre hinweg. Facebook und Twitter stecken so betrachtet heute noch in den Kinderschuhen. Erst in etlichen Jahren wird man darüber ein Fazit ziehen können, ob diese Wege der papierlosen Kommunikation besser und vor allem unanfälliger gegen böswillige Störenfriede sind. 

Ein weiterer Punkt ist, dass durch den prophezeiten Tod von E-Mails auch der Einsatz von entsprechender Sicherheitssoftware spezielle für diese Sparte irgendwann unnötig sein wird. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Hersteller entsprechender Schutzmechanismen diesem Treiben einfach so zusehen werden. Schließlich handelt es sich hier um einen gewinnabwerfenden Geschäftszweig.