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Deutschland und seine E-Mail Kommunikation

So manches Mal frage ich mich ernsthaft, „warum hat diese Firma eine E-Mail Adresse angegeben“? Jedoch betrifft dies nicht nur Firmen sondern ebenso und vor allem Ämter und Behörden sowie andere öffentlich oder privatrechtliche Einrichtungen

Bisher war ich immer der Ansicht, wenn auf einer Webseite unter „Kontakt“ neben der postalischen Anschrift, den Telefon- und Faxnummern u.a. auch die E-Mail Adresse angegeben wird, dass diese dann auch für einen Kontakt verwendet werden kann. 

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Dabei bin ich offenbar einem großen Irrtum aufgesessen. Vielmehr macht es den Anschein, dass die Webdesigner der entsprechenden Seiten auf Kundenwunsch hin diese entweder nur zur Zierde aufgeführt haben oder mit der Begründung „weil es eben alle so machen“ diese Angaben ins Netz stellen. 

Die Kommunikation per E-Mail in Deutschland scheint nicht nur in den oft zitierten Kinderschuhen zu stecken, sondern von einer relativ großen Zahl von Institutionen gar nicht als Kommunikationsweg wahrgenommen zu werden. Eine andere Erklärung finde ich leider nicht, wenn auf eine sachliche Anfrage mit einer ordentlichen Domain überhaupt keine Reaktion erfolgt oder bestenfalls nach knapp 2 Wochen eine eher zufällig wirkende Rückantwort kommt mit dem Charakter „upps, da hat ja einer geschrieben“! 

Mit einer ordentlichen Domain möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich es u.U. gerade noch verstehen könnte, wenn der Absender blaugestreifterSchimmel0815@irgendwas.net lautet, diese E-Mail entweder als Spam erkannt und gelöscht wird noch ehe sie den Empfänger wirklich erreicht oder aber eher belächelt und beiseite geschoben wird. 

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Das oben geschilderte gilt natürlich nicht, wenn der Empfänger der E-Mail durch den Erhalt etwas verkaufen kann (Eigennutz). Die deutsche Wirtschaft muss doch noch etliches lernen, was moderne Kommunikationsformen anbelangt – schade eigentlich!

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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7 Kommentare

  1. Da habe ich andere Erfahrungen gemacht mit z. B. Banken, Provider oder Online-Händler. Meine Mails wurden spätestens nach zwei Tagen beantwortet.

  2. Schon klar Oller Osel, Banken widdern eventuell Geschäfte falls Du noch kein Kunde bist. Bei Providern verhält sich das ganz genauso. Beide wollen, sofern bereits Kunde, diesen natürlich nicht verärgern. Die Online-Händler sind in die gleiche Riege einzuordnen.

    Hast Du Erfahrung mit Behörden (egal welcher Art) oder beispielsweise Klinken, an die Du eine ganz normale Anfrage gestellt hast? Mach das mal… dann erfährst Du detailliert was ich sagen wollte!

  3. Bisher habe ich mit Behörden nur online mit dem Finanzamt (über Elster)und mit der Sperrmüll-Anmeldung bei der Stadt zu tun gehabt. Das hat auch immer hervorragend geklappt.
    Wer weiß, vielleicht muss ich ja noch im späteren Leben mit irgendwelchen Behörden oder Kliniken mailen und werde dann auch negativ überrascht.

  4. Habe ich leider etwas zu spät gefunden, aber vielleicht sollte ich als Fußnote an die nächste E-Mail den Punkt 9 dieses Textes anhängen: „Angst vor Kontakt„. :mrgreen:

  5. Wenn Impressumspflicht besteht, dann muss es auch eine gültige Emailadresse sein. Denke ich mal … ob man darauf Antwort bekommt sei dahingestellt!

  6. @Ludwig:
    Das wäre ja noch die Krönung, wenn die Adresse auch noch falsch wäre! Ist nicht nur eine Vorschrift.

    Gibt man eine E-Mail als Möglichkeit der Kontaktaufnahme an, so ist es in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit, dass über diesen Weg eingehende Anfragen auch bearbeitet (beantwortet) werden. Alles andere -> Humbug!

  7. Das ganze Unterfangen E-Mail scheint nun in eine andere Richtung zu laufen, vertraut man dem Bericht von ZDnet. Danach ist die E-Mail ein sterbendes Produkt.

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