bier-promille

Wirtschaftsexperte ist er und weiß, dass Steuererhöhungen ein wirksames Mittel zur Bekämpfung von übermäßigen Alkoholkonsum sind. Die Rede ist von Herrn Effertz. Ginge es nach ihm und auch anderen „Experten“, dann soll die Biersteuer von 9 Cent auf 1 Euro angehoben werden. Das würde einen Kasten Bier der heute 11 Euro kostet um rund 9 Euro verteuern. Aus Deutschland soll demnach ein kleines Skandinavien gemacht werden, wo heute schon Alkohol als „Geldanlage“ zu sehen ist.

Und das alles nur deswegen, weil Alkohol das Immunsystem schwächt und somit Krankheitskosten verursacht werden. Gut zu wissen… die Alkoholmenge im Bier schwächt das Immunsystem, jene im Wein und Spirituosen natürlich nicht. Solche Begründungen sind nicht nur lächerlich, sie stinken regelrecht nach Berliner Steuerabzocke. Als wie wenn sich Das Finanzministerium im Falle der Umsetzung solcher „Hirnpfürze“ um die Gesundheit von Biertrinkern scheren würde. Viel mehr muss Kohle in den Topf, Kohle die nach Griechenland, Afghanistan und sonst wo hin geschafft wurde und weiter wird.

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Den übermäßigen Genuß von Alkohol zu stoppen bedarf sicherlich anderer Maßnahmen, Steuererhöhungen sind hier alles andere als ein geeignetes Mittel. Speziell Alkoholiker betreffend ist diesen „Experten“ wohl entgangen, dass Alkoholismus definitiv eine Krankheit ist. Krankheitsbilder mit Steuererhöhungen bekämpfen? Ein Alkoholiker kann ja auch einfach so von heute auf morgen aufhören, ja klar. Deutschland hat wirklich tolle Experten. Gibt dagegen nicht auch eine Steueridee? Bestimmt.

Nur um Geld in die leeren Kassen zu spülen ist eben jedes Mittel und vor allem jede Begründung recht, so schwachsinnig sie auch klingen mag.

Ich hätte da noch ein paar Ideen mehr. So könnte man auch die Liftgebühren in Skigebieten verdoppeln. Schließlich ginge dann dort die Nachfrage zurück, was wiederum zu weniger Beinbrüchen und sonstigen Verletzungen führen würde. Optimal für Krankenkassen. Weiter machen wir gleich beim Spritpreis – rauf damit auf 3,99 Euro pro Liter. Weniger Auto auf den Straßen bedeutet weniger Verkehrunfälle, also schon wieder weniger Behandlungskosten. Brot muss künftig ohne Kruste gebacken und dafür teurer werden, am besten gleich per EU-Beschluss. Schließlich könnte ich mir daran einen Schaden am Zahn zuziehen – das verursacht schon wieder Kosten… geht ja gar nicht.

Diese Liste könnte ich unendlich fortführen. Da fällt mir gerade auf… ich bin mit meinen Ideen ein wahrer Wirtschaftsexperte.

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Dem Volk ein X für ein U vormachen, ja das können diese dem Staat in die Tasche spielenden Experten wirklich perfekt. Da ist doch gleich eine ordentliche Gehaltserhöhung fällig… aber hallo :nenene: .

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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1 Antwort
  1. hans sagte:

    also manchmal denke ich wirklich, dass unsere chefs da in berlin nicht mehr alle latten am zaun haben. demnächst dürfen wir uns wohl nach getaner arbeit nur noch mit sprudelwasser zu hause einschliessen, weil sich niemand mehr ein bierchen leisten kann.
    wahrscheinlich überlegen die sogar schon, eine sondersteuer für diejenigen einzuführen, die mehr als zweimal am tag kacken gehen. immerhin könnte das zum einreissen des schliessmuskels und damit zu einer weiteren belastung der krankenkassen führen… :cool:

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