Man merkt, dass sich die politische Sommerpause anbahnt. Krampfhaft wird nach Themen gesucht über die man berichten kann. Doch zum Glück wird immer „irgend eine Sau durchs Dorf getrieben“. Diesmal geht es um die Özil-Story nach seinem Rücktritt. Man kann es bald nicht mehr hören oder lesen. Wo man hinguckt „Özil, Özil, Özil“. Viele Meinungen die natürlich naturgemäß teils weit auseinander triften. Meinungsfreiheit hin oder her, jetzt reicht es wieder. Es gibt weit wichtigere Dinge als der Rücktritt eines „Nationalspielers“. Özil ist aus der Nationalelf weg, ein anderer wird kommen und gut ist die Sache.

Ob nun das Bild mit Erdogan gut war oder nicht wird sich ohnehin nicht klären lassen. Erdogan ist nun mal eine der zahlreichen Reizfiguren in der gesamtpolitischen Landschaft. Von daher betrachtet war es sicher nicht ganz so klug von Özil gewesen über Jahre hinweg immer wieder zusammen mit Erdogan abgebildet zu werden. Doch was geschehen ist ist geschehen. Rückgängig kann er es nicht mehr machen selbst wenn er das wollte. Also lassen wir die Sache doch auf sich beruhen. Özil war auch nicht „mein Freund“, trotzdem sollte irgendwann mal ein Schlusspunkt gefunden werden. Lasst Özil nun seinen Weg gehen und gut ist, er wird schon wissen was er tut.

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Und ja, sicher ist auch manches Statement von Özil in dieser Angelegenheit nicht ganz so passend gewählt gewesen. Daraufhin entbrannten dann die ganzen Diskussionen um Rassismus usw. Sowieso ein sehr beliebtes Thema in der Presselandschaft und deren Anhänger, Befürworter oder was auch immer. Das „Neue Deutschland“ twitterte und schrieb kürzlich

Trifft er, ist er Deutscher. Trifft er nicht, ist er Türke. Die Affäre um den Rücktritt von Nationalspieler #Özil ist geprägt vom #Rassismus der deutschen Gesellschaft. (zum Artikel von ND)

Was für ein Quatsch. Um treffen oder nicht, also Tore oder keine Tore ging es hier doch gar nicht. Und der deutschen Gesellschaft pauschal Rassismus vorzuhalten….. ein meines Erachtens echt starkes Stück das die ganze Özil-Affäre komplett in den Schatten stellt.

Bei der einen oder anderen Berichterstattung (oder auch privaten Meinung) die im Netz zu finden ist muss man schon Angst haben, dass sie jetzt noch den Holocaust auspacken und mit in diesem Thema verwursten. Leute- kriegt Euch wieder ein, tut Euch die Hitze nicht ganz so gut oder was ist los?

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Rassismus unterstelle ich der Gesellschaft nicht pauschal, aber größeren Teilen durchaus einen Hang zur Übertreibung. Bleibt zu hoffen dass bald „etwas anderes passiert“, damit diese Büchse der Pandora wieder geschlossen werden kann! Meine Güte…..

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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2 Kommentare
  1. Hans sagte:

    Ganz ehrlich, ob Özil sich jetzt mehr als Türke oder Deutscher fühlt geht mir am Allerwertesten vorbei. Aber ich unterstütze außnahmsweise mal die Meinung von Würstchen-Uli, denn von seinen 92 Länderspielen hat – grob überschlagen – 80 mal Mist gespielt und war nur Mitläufer.
    Und ich wage die Behauptung, daß wir zwar mit Özil aber ohne Schweinsteiger vor 4 Jahren niemals Weltmeister geworden wären.
    Jetzt isser weg, gut so. Es folgt mit Sicherheit ein anderer…

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Exakt so ist es. Özil war jetzt nicht der Pele von Deutschland. Deswegen verstehe ich den ganzen Hype um dieses Thema nicht, mal abgesehen von dem ganzen Rassistengeschwafel.

      Antworten

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