EM 2008 – Gedanken zum 3. Spieltag

Nichts los mit „Allez les Bleus“ in Zürich

Der Letzigrund in Zürich war die Begegnungsstätte von Rumänien vs. Frankreich. Man hätte die Spielpaarung auch Not gegen Elend nennen können, so taktisch und zerfahren agierten beiden Mannschaften und gingen deswegen auch mit einem erwartungsgemäßen 0:0 in die Pause. Das geschehen auf dem Platz übetrug sich auch auf die Tribünen, wo von Euphorie bis auf die letzten 10 Minuten auf rumänischer Seite nicht wirklich etwas zu spüren war.

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Für den amtierenden Vizeweltmeister ging es um viel – verdammt viel, will man doch das WM-Endspiel von 2006 nicht erneut und bereits in der Gruppenphase erleben müssen. Alles andere als ein Sieg macht die Wahrscheinlichkeit hierfür extrem hoch. Franck Ribery und Mutu waren die einzigen auf dem Spielfeld, die Siegeswillen bewiesen haben. Doch jeweils 1 Mann kann Spiele nicht gewinnen, wenn der Rest des Teams plan- und ziellos umher irrt.

Italiens Regelunkenntnis war peinlich

Im legendären Wankdorfstadion zu Bern war das Aufeinandertreffen Niederlande vs. Italien.

Rein mit Taktik und Devensive wollte der Weltmeister das Spiel heimschaukeln, doch da haben die Blauen die Rechnung ohne die Oranjes gemacht. Mit einem 2:0 zur Halbzeit war der Weltenruhm jedenfalls komplett verflogen und Italien war noch gnädig bedient. Kurz vor dem Pfiff hätte Holland den Sack zumachen müssen, nur Bufon verhinderte die Blamage mit den Fingerspitzen.

Van der Vaart verdient aus meiner Sicht jedenfalls schon mal den Fairness-Preis, ein Italiener hätte sich fallen lassen und den Elfmeter mitgenommen. Der Holländer hatte das nicht nötig – Hut ab!

Auch in Hälfte zwei konnte ich absolut nichts weltmeisterliches feststellen. Italien bemüht aber brachte nichts zählbares zustande, die Folge daraus ein hochverdientes 3:0 für die Niederlande, die damit Tabellenfüherer in Gruppe C sind. Auf das Spiel Italien – Frankreich darf man heute schoin gespannt sein.

Für die nächsten Trainingseinheiten von Italien würde ich dringend die Regelkunde empfehlen um so derbe Missverständnisse wie beim 1:0 für Holland zu vermeiden – ist als Weltmeister ja schon peinlich! Und der UEFA wäre nahezulegen, sich zu ihrem aufgeblasenen Regelwerk noch einen weiteren Paragraphen hinzuzuschreiben. Kurz vor einem Wettbewerb bei dem kein Kunstrasen zugelassen ist macht es qualitativ keinen Sinn Naturrasen aufzulegen…. dies nur für die Zukunft!

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Der Grundstein für den deutschen Etappensieg ist damit also gelegt :cool: . Bleibt nur zu hoffen, dass bei Roger noch alles „roger“ ist und er keinen Termin beim Dentisten deswegen benötigt. Ein paar preisreduzierte Tulpen dürften ihm sicher sein, mit seiner „Vorhersage„!

Thomas Liedl

Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

2 Kommentare zu “EM 2008 – Gedanken zum 3. Spieltag”

  1. Gilly sagt:

    Äh Sorry, aber „Italiens Regelunkenntnis war peinlich“ ist panne.

    Günter Netzer kannte die Regel auch nicht ;-)

  2. Thomas sagt:

    Günter Netzer gab aber auch zu, nicht sonderlich regelfest zu sein! Über das regelwerk der UEFA kann man öfter geteilter meinung sein, insbesondere in Sachen Abseitsregelung. Aber so wie diese Regel dem Schiedsrichter bekannt war, dürfte diese Information auch dem italienischen Verband vorliegen…. und als Weltmeister sollte man darüber dann schon auch mal gesprochen haben.

    Nichts desto trotz, dann hätten sie eben 2:0 verloren und das ebenso hochverdient, also was solls. Italien ist eben nicht das „Amen“ im internationalen Fussballgeschehen :wink:

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