Tschechien vs. Portugal – wer übernimmt im Stade de Genéve die Alleinherrschaft in Gruppe A und stellt somit die Weichen für das Viertelfinale? In Basler St.-Jakobspark hatte die Begegnung Schweiz vs. Türkei bereits echten Endspielcharakter, der Verlierer ist der erste EM-Looser 2008 und kann schon mal seine Gedanken in Richtung Abreise lenken.

Portugiesen beherrschen die Gruppe A

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Ein rasantes und höhepunktreiches Spiel in dem Portugal zunächst in Führung ging (8.). Tschechien zog mit dem Ausgleich wenig später nach (17.). Portugal stark aber nicht unverletzbar. Beeindruckend auch die tolle Stimmung auf den Rängen. So nach der 20. Minute besonnen sich beide Teams mehr und mehr auf Ruppigkeiten im Spiel, viele Unbeherrschtheiten und versteckte Fouls, die dem Schiri etwas zu oft entgingen. Der Halbzeitpfiff unterbrach dann beim Stand von 1:1 die wachsende Hitzigkeit im Stade de Genéve.

Dann wurde wieder Fussball gespielt und Ronaldo stellte die Führung für die Portugiesen wieder her (63.). Tschechien versuchte es dann unermüdlich mit vielen langen und hohen Bällen in den Strafraum um erneut auszugleichen. Sämtliche Bemühungen der Tschechen gegen die kleingewachsenen Abwehrreihen waren vergebens, trotz mehrfach sehr guter Chancen gegen Ende des Spiels. In der 90. Minute machten dann die Portugiesen alles klar mit dem 3:1 Endstand.

Schweiz vs. Türkei – alles oder nichts

Die Eidgenossen hatten noch eine offene Rechnung zu begleichen, eine Rechnung aus dem Jahre 2005 und dem Skandalspiel von Istanbul, als die Schweizer nach dem Schlusspfiff im wahrsten Sinne des Wortes Prügel bezogen haben und mit türkischem Hausmüll überschüttet wurden. Heute war ein guter Tag dafür „Rache“ zu nehmen und die Bosporuskicker frühzeitig in den nächsten Ferienflieger zu packen!

Das „Wasserballspiel“ Schweiz vs. Türkei ging richtig auf die Knochen, die Bälle unberechenbar in ihrer Flugbahn, der Platz vollkommen zum Sumpf mutiert. Die Schweizer ließen den Ball trotzdem gut laufen und machten ordentlich Druck der letztlich belohnt wurde. Vollkommen verdient ging die Schweiz mit 1:0 (32.) in Führung – ein Riesenpfütze vor dem türkischen Tor stoppte den Ball und Yakin schob ein.

Nachlassender Regen und der Halbzeitpfiff vergönnten den Kickern dann eine Pause und bescherte den Platzwarten ordentlich Arbeit, die Basler Seenlandschaft so gut wie irgendwie möglich in Griff zu bekommen.

Phasenweise ging es auf dem Platz doch giftig zur Sache, nicht wie vielleicht erwartet aber dennoch. Bei der Türkei dauerte jeder Angriff zu lange, war zu umständlich. Doch in der 57. Minute gelang ihnen der Ausgleich zum 1:1 – alles wieder offen. Beide Mannschaften gaben alles, spielten weiter mit Vollgas in Richtung Sieg. Und in der Nachspielzeit hat die Türkei das unverschämte Glück und trifft zum 1:2. Es mag auf Grund des Kampfgeistes verdient sein, gönnen tu ich der Türkei den Sieg nicht, da bin ich ehrlich!

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Die Schweiz scheidet damit als Gastgeberland vorzeitig aus dem Tunier aus, ein Umstand der bereits Belgien schon einmal widerfuhr. Schade für die Schweiz und trotzdem alle Achtung und Respekt für dieses tolle Fussballspiel!

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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4 Kommentare
  1. christiane sagte:

    echt ma!!! das 2:0 hätten die machen müssen dann wären die Dönerfreunde lockerer… die haben vor allem in der ersten halbzeit so genial gespielt – man man man – echt schade!!!

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  2. Thomas sagte:

    Einziger Trost, noch ist die Türkei nicht durch. Im letzten Spiel gegen die Tschechen ist das letzte Wort auch noch nicht gesprochen!

    Antworten

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