EM 2008: Spanien vs. Italien 4:2 n.E.

Der Weltmeister zu schlecht für Europa

Arrivederci Squadra Azzurra

Spanien vs. Italien, eine Begegnung die es bei einer EM neben heute noch zweimal gab. 1980 gab es ein 0:0, 1988 konnte Italien mit 1:0 für sich entscheiden. Das heutige 4:2 n.E. beschert den Azzurris, die dieses Viertelfinale mehr zufällig als durch Leistung erreichten die vorzeitige Heimfahrt.

Nun hat es den nächsten, als Titelfavorit gehandelten EM-Teilnehmer erwischt, absolut verkehrte Welt bei dieser Bergtour 2008! Die Bezeichnung Favoritensterben bekommt bei dieser EM eine komplett neue Qualität. 40 Jahre liegt ein erfolgreicher Abschluss bei einer Europameisterschaft zurück und es werden mindestens 44 jahre werden, ehe der amtierende Fussball-Weltmeister eventuell den europäischen Thron erklimmen wird.

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Sehr schwere Kost was Duell da bis zur Halbzeit geboten hat. Spanien dabei mit mehr Ballbesitz, aber genauso wenig Torchancen als die Italiener. Benachteiligt, ja das wurde Spanien zweimal. Einen Elfmeter für die Roten hätte es geben müssen! Auch kurz vor der Pause, zwar vor der Strafraumgrenze, aber trotzdem wäre ein Freistoß Pflicht gewesen. Wo Herr Fandel, der sein letztes Spiel für diese EM pfiff, hier seine Gedanken hatte bleibt unklar. Halbzeitstand 0:0.

Erst nach 60 Minuten die erste Chance für Italien. Alles andere als weltmeisterlich, auch wenn es eine sehr hochkarädige Tormöglichkeit war! Italien spielt irgendwie auf Halten des Spielstandes, aber bei einem Unentschieden macht das nicht wirklich viel Sinn und birgt die Gefahr einen späten Gegentreffers, der dann nicht mehr wettzumachen ist – der Weltmeister muss sollte es ja besser wissen!

In der 80. Minute wäre es beinahe passiert, Buffon hält einen Ball zunächst und lässt ihn dann aber Richtung Tor kullern – der Posten rettet Italien in die Verlängerung beim Stand von 0:0. Viele Tore werden nicht fallen, wer wird das „golden Goal“ machen? Italien lässt mal ganz kurz sein Können aufblitzen, mehr aber auch nicht. Beim Seitenwechsel steht es immer noch 0:0.

Keine von beiden Mannschaften zeigt ein wahrnehmbares Aufbäumen wie man es vielleicht erwartet hätte und so kam was kommen musste – Elfmeterschießen. Und das bei zwei Torhütern, die beide den Ruf als Elftmeter-Killer haben. Spanien darf vorlegen.

Elftmeterschießen:

  1. Spanien 1:0
  2. Italien 1:1
  3. Spanien 2:1
  4. Italien schießt und Casillas hält – weiter 2:1
  5. Spanien 3:1
  6. Italien 3:2
  7. Spanien schießt und Buffon hält 3:2
  8. Italien schießt und Casillas hält erneut 3:2
  9. Spanien schießt und trifft und AUS! 4:2
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Die Entscheidung fiel also auch hier durch reines Glücksspiel. Spanien hatte die besseren Nerven und steht im Halbfinale gegen Russland.

Thomas Liedl

Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

4 Kommentare zu “EM 2008: Spanien vs. Italien 4:2 n.E.”

  1. hans sagt:

    ohoh…die italienische verwandtschaft qualmt… :roll:
    ich freu mich…. :mrgreen: obwohl die spanier gegen die russen in der form von gestern keine schnitte bekommen werden….

  2. Thomas sagt:

    @Hans:
    Bei diesem Spiel ist es wie mit Kroatien und der Türkei. Es gab keinen wirklichen verdienten Sieger, sondern vielmehr einen glücklichen Sieger. Ich hoffe die Verwandtschaft kann sich irgendwie wieder beruhigen :mrgreen:

  3. oller Osel sagt:

    Bis auf das Elfmeterschiessen war dieses Viertelfinalspiel grottenschlecht – Spanien, Italien und der Schiedsrichter, selbst der Kommentator Béla Réthy redete geistigen Dünnschiss.

  4. Thomas sagt:

    @OllerOsel:
    Der Béla Réthy war bei Sportübertragungen noch nie mein Freund gewesen. Gestern bestätigte sich wieder, dass der Mann irgendwie keine Ahnung von der ganzen Veranstaltung hat, sonder einfach nur drauflos quasselt. Im deutschen TV war es immer schon so, dass gute Sportreporter Mangelware sind. Daran hat sich seit vielen Jahren nichts geändert.

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