Erfolgreich storniert Amazon.de – Versuch von Phishing

Es war wohl nur eine Frage der Zeit bis mich auch eine Phishing-Mail in Sachen Amazon erreicht – heute war es soweit.

In erster Linie fällt bei diesen Phishing-Mails auf, dass sie nicht selten an einen Mailaccount geschickt werden den Amazon nicht kennen kann, weil er dort nie für Bestellungen verwendet wurde. Dies sollte auch unbedingt als erstes Indiz zur Kenntnis genommen werden.

Die verwendete Absenderadresse in diesem Fall ist ein weiteres Indiz für das Phishing:  storno@amazon-111.de. Die IP von der die E-Mail abgeschickt wurde gehört zum Anbieter 1&1 Internet AG.

Laut E-Mail bittet Amazon den eigenen Account zu kontrollieren, weil er angeblich von Unbefugten für eine Bestellung verwendet wurde:

Guten Tag geehrter Amazon Kunde,

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass unbefugte auf Ihren Kunden-Account zugriff erlangen konnten. Die Bestellungen die von Ihrem Account an die nicht übliche eingetragene Lieferadresse:

*Name v.d. Redaktion entfernt* – Elisabethstr. 76 – 40217 Düsseldorf

getätigt wurde, haben wir erfolgreich storniert.

Wir bitten Sie daher, Ihren Account so schnell wie möglich zu kontrollieren und weitere Störungen dem Amazon Kunden-Support zu melden. Rufen sie dazu bitte folgenden Link in Ihrem Browser auf und folgen sie den  Anweisungen:

sec-ssh.com/ ?www.amazon.de /gp / prime / ref=betrugsvesuch=022844&nav_menu_shipping_redirect

Wir entschuldigen uns für dadurch entstandene Schwierigkeiten und Bitten Sie um Verständniss.

Ihr Amazon.de Team.

Die mehrfach enthaltenen Rechtschreib- und Grammatikfehler sind ein weiteres Augenmerk dafür, dass die Mail nicht von Amazon stammt. Grundsätzlich sollten solche Links nie geklickt werden (Google Chrome erkennt im übrigen den Phishingversuch), die dort eingegebenen Daten würden in jedem Fall für weiteren Missbrauch verwendet.

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Amazon bietet weitere Informationen wie man Phishing-Mails erkennt und bittet darum die empfangene Möglichkeit an die Sicherheitsabteilung von Amazon weiterzuleiten (  stop-spoofing@amazon.com  ).

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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6 Kommentare
  1. Alex sagte:

    Kurzmitteilung. Die Aufmachung gefällt mir.
    Allerdings weniger der Inhalt, denn die Phisher geben wohl nie auf! :-/
    Gut allerdings, dass ich nun auch die Mail-Adresse zum melden von Amazon habe, Danke. Tue ich doch gleiches auf bei paypal. :)
    Immer wieder gut drauf hinzuweisen auf solche Fälle.

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      @Alex: An ein Aufgeben dieser Leute zu glauben wäre mehr als vermessen. Und ich bin mir sicher, dass bei jeder neuen Masche immer ein gewisser Prozentsatz darauf rein fällt und ggf. weiterem Schaden ausgesetzt ist. Ich denk mir einfach, die Warnung rauszuschicken kann nicht schaden… auch wenn es nur einen Nutzer vor Schaden bewahrt ;-) .

      @Frank: Willkommen bei Nicht spurlos. Von Amazon hatte ich bisher solche Mails noch nie bekommen, bisher waren es immer Phishing-Mails im Zusammenhang mit Paypal. Gerade auf Weihnachten hin ist Amazon natürlich ein „sehr praktischer Versuch“.

      Antworten
  2. Andi sagte:

    Wirklich schlaue Aufmache und auch schön strukturiert geschrieben. Ist aber immer wieder lustig, dass trotzdem mindestens 2-3 Rechtschreibfehler vorkommen. Wobei viele Opfer auf so etwas beim Lesen wohl nicht achten werden.

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      @Andi: Die Rechtschreibfehler überliest man gerne mal wenn sie nicht zu krass sind. Doch die Raffinesse der Betrüger nimmt zu, da gibt es keinen Zweifel. Das Problem ist die Sensibilisierung der Leute nicht jeder Mail blind zu vertrauen, auch dann nicht wenn der Absender zunächst vertrauenswürdig erscheint.

      Antworten

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  1. […] empfehlen inzwischen auch immer mehr Experten die Anschaffung einer Prepaid-Kreditkarte. Damit kann bei betrügerischem Handeln und Daten-Phishing nur der Betrag von den Gaunern abgehoben werden, der sich auch tatsächlich auf der Kreditkarte […]

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