Zum Inhalt springen

Facebook und die Datenangst

So wirklich nachvollziehen kann ich diese Panik um die Datensicherheit nicht. Besonders sicherheitsbewusste Nutzer von Facebook wollen dem Social-Network nun den Rücken kehren. Die Zahl derer, bei denen die Angst um ihre Privatsphäre kursiert wird immer größer und bewegt sich immerhin schon bei 60% der knapp 1600 Befragten.

Facebook kann zunächst schon mal gar nichts über mich „verraten“, das ich dem Dienst nicht freiwillig auf die Nase gebunden hätte – wann und wie auch immer. Facebook weiß nicht wann ich geboren bin, wo ich wohne und welche Handynummer ich habe, es sei denn die Eingaben wurden von mir höchst persönlich vorgenommen. Dann muss ich mich doch eigentlich an der eigenen Nase packen und nicht mit Facebook hadern.

Internet und Datensicherheit, das ist immer wieder eine spannende und wohl niemals endende Diskussion. Klar sind viele (alle wohl eher kaum) auf Sicherheit bedacht gerade wenn es um die persönliche Daten geht. 100%-ige Sicherheit im Netz gibt es nur dann, wenn ich erst gar nie ins Internet gegangen bin und jemals gehen werde um dort meine Daten zu hinterlassen.

Wer sich im WWW bewegt produziert Spuren und hinterlässt manchmal auch vertrauliche Angaben. Hat er Angst zum diese Angaben, darf er sie schlichtweg nicht zum Einsatz bringen.

Daten sind eben bekanntlich begehrte Objekte und werden gerne wiederverwendet, zu welchem Zweck auch immer. Der Adressenhandel abseits des Internets ist doch auch nichts mehr neues und gehört schon zum leidigen Alltag der Werbepostsendungen, der sich auch niemals stoppen lässt.

Daten- und Adressenhandel beginnen schon mit der Geburt eines Säuglings, oder woher bekommt dieser (bzw. seine Eltern) gleich Post von Versicherungen, Banken usw.? Es ist unsere Zeit die das alles so gemacht hat wie es ist und genau genommen sind es wir selbst, die mit Rabattkarten, Gewinnspielteilnahmen und dergleichen mehr unsere Daten „freiwillig“ verschleudern.

Und wer weiß wie eine Datenbank aussieht und zu was diese im Stande ist zu leisten, der weiß auch was die Schöpfer dieser Datenbank damit alles anstellen können. Das ist bei Facebook und jedem anderen Onlinedienst das gleiche Spiel, dessen muss man sich bewusst sein, klickt man all zu bereitwillig auf „jetzt registrieren„.

9 Gedanken zu „Facebook und die Datenangst“

  1. Wenn jemand mit der Weitergabe, bzw. mit dem Missbrauch seiner Daten, gerade bei Facebook, hadert, sollte einmal darüber nachdenken den Klick „Profil löschen“ auszuführen. Kann doch nicht so schwer sein…..

  2. Hallo Thomas!

    Du sagst, wenn Du selbst nichts an Facebook übermittelst, dann wissen die auch nichts über Dich.

    Das ist aber nicht ganz richtig, denn Personen aus Deinem Bekanntenkreis können schon unwissend dafür sorgen, dass Facebook über Dich erfährt und Dinge über Dich weiß, ohne dass Du darauf Einfluss nehmen kannst.

    Siehe diesen Artikel bei heise:
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Was-Facebook-ueber-Nicht-Mitglieder-weiss-921350.html

    Davon mal abgesehen muss ich Dir Recht geben, es sollte eigentlich jeder wissen, was er von sich im Netz preisgibt. Leider ist das vielen Leuten immer noch nicht bewusst…

    Viele Grüße!

    Stefan

  3. @Aquii: Löschen ist in dem Fall sicherlich nicht das Falsche. Ob natürlich die Datenbanken alles „wegwerfen“ was sie bis zu dem Zeitpunkt gesammelt haben, das steht auf einem anderen Blatt. Bleibt immer noch der Umstand… man hatte es ihnen selbst gesagt.

    @Sven: Genau so ist das :wink:

    @Jan: Da kann aber trotzdem Facebook nicht dafür. Wenn ich für Dich bei Neckermann jetzt eine Bestellung tätige, welche Schuld trifft dann Neckermann? Ne, so kannst Du das nicht sehen. Und wenn fremde an meinem Profil editieren, dann sollte man sich eher über sichere Zugangspasswörter Gedanken machen. Mir ist bei Facebook und keinem anderen Dienst eine Funktion bekannt die besagt… „hier entlang, wenn sie ihren Nachbarn ärgern wollen“.

    @Stefan: Willkommen bei Nicht-spurlos. Gut, das mit dem Facebook-App ist natürlich grenzwertig. Aber auch hier… wer gibt die Daten denn frei? Das App holt die Daten ja nicht von ganz alleine, sondern der Inhaber des iPhones gibt sie auf Rückfrage frei. Man landet immer wieder bei den Nutzern selbst, die entsprechend unsensibel mit Daten umgehen.

    Ich hatte es schon erwähnt, unsere Adresse und Telefonnummer ist sowieso längst kein Geheimnis mehr, die kennt jeder Hinz und Kunz wenn er es darauf anlegt. Ich sag nur Werbepost :wink: .

  4. Facebook macht mir keine Angst. Liegt aber wohl daran, dass ich nie Mitglied war. :smile:
    Ich stelle auch keine privaten Fotos von mir online. Hatte aber auch schon ein paar mal das Problem, dass das andere für mich übernommen haben.
    Gruß
    Fulano

    1. @Fulano:

      Facebook macht mir keine Angst

      Das wäre ja noch schöner. Wenn Dritte so was für Dich „übernehmen“ solltest Du denen den Kopf waschen :cool: . Letztlich kommt es doch auch immer darauf an, was für Bilder im Netz stehen. Nicht alles wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Du kannst Dich informieren lassen wenn es Folgekommentare gibt.