Die Spiele einer Fußball-Elf auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft sind für den Zuschauer nicht immer sehenswert. Es gibt darunter auch das eine oder andere sogenannte „Gurkenspiel“, das gehört einfach mit dazu. Was allerdings nicht fehlen darf – wenn es einmal nicht so läuft oder plötzlich wieder eng wird – ist der absolute Kampfeswille, die Geschlossenheit der Mannschaft und Leidenschaft. All das ließ Dortmund beim Spiel in Bremen vermissen als es „nur noch Unentschieden stand“. Ein seitens der Borussia schon als sicher gewonnenes Spiel eingestuft kam Bremen in die Partie zurück und zeigte seinerseits den Kampfeswillen, sicherte sich so einen wichtigen Punkte im Rennen um die internationalen Plätze.

Herr Favre wäre in den vergangenen Wochen sicher besser beraten gewesen in seinen Interviews weniger zu lächeln und vermeintliche Stärke zu propagieren. Stattdessen hätte er seiner Mannschaft eben einbläuen sollen, wie die für eine angestrebte Meisterschaft wichtigen Eigenschaften einer Elf in die Tat umgesetzt werden – falls er sie tatsächlich kennt. Favre ist ganz sicher kein schlechter Trainer und trotzdem scheint es zu „klemmen“. Ist Favre ein Mann, dem es nur gelingt 60 Prozent einer Saison zu dominieren um dann einzuknicken? Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass Trainer und Mannschaft an den entscheidenden Zahnrädchen der Kommunikation nicht hundertprozentig zusammenpassen und der Ideenfunke nicht überspringt.

verzocktEs sind noch zwei Spieltage zu absolvieren. Borussia Dortmund zuhause gegen Düsseldorf und dann bei Mönchengladbach. Düsseldorf darf man immer ein Husarenstück zutrauen, das hat Funkels Mannschaft des öfteren schon bewiesen in dieser Saison. Und Mönchengladbach will schließlich international ein Wörtchen mitreden in der kommenden Spielzeit. Garantierte sechs Punkte sind das für den BVB nicht. Und der FC Bayern spielt zunächst beim „Dosenclub im Osten“ und zum Saisonabschluss in der Allianzarena gegen Eintracht Frankfurt. Auch zwei Spiele die „nicht ganz ohne“ sind.

Doch selbst wenn Bayern aus diesen beiden Begegnungen nur 2 Punkte holt ist da immer noch die Tordifferenz von 18 Toren zugunsten des Rekordmeisters.

18 Tore in zwei Spielen ist auch für Borussia Dortmund ein bisschen sehr hoch gepokert wenn man bedenkt, dass sich der BVB derzeit in den „restlichen 40 Prozent“ seiner Saisonleistungskurve befindet. So wird es wohl der Fall sein, dass die Schale ein weiteres Mal nach München geht um dort von 1500 Touristen auf dem Marienplatz beäugt zu werden wie es Herr Watzke kürzlich zum Ausdruck brachte. Gerne sind Sie dazu eingeladen Herr Watzke. Ich bin sicher dass sich im „Hirschgarten“ noch ein Plätzchen für Sie findet an dem Sie dann den rot-weißen Klängen lauschen können……!

Wäre die Leidenschaft der Spieler des BVB über die gesamte Saison so inbrünstig gewesen wie die Sticheleien einiger „Führungsoffiziere“ aus Dortmund, dann hätte es vielleicht etwas werden können. So wird der Borsigplatz ein weiteres Jahr nicht mehr als ein begrünter, schnöder Kreisverkehr sein. Hat ja auch was…..