Heute ist es richtiggehend ein kommerzialsiertes Fest dessen eigentlichen Ursprung und Sinn die wenigsten Halloween-Begeisterten richtig kennen. Falsch ist nämlich die Behauptung, dass Halloween ein amerikanisches Fest sei. Ursprünglich wurde Halloween nämlich hauptsächlich in katholischen Gegenden Englands und vorallem in Irland gefeiert. Erst durch die zahlreichen Auswanderer Irlands im 19. Jahrhundert fasst Halloween im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Fuß und entwickelte sich dort zu einem bedeutsamen Volksfest.

Die Kommerzialisierung und Abwandlung von Halloween fand, wie kann es auch anders sein, in den USA statt.Von dorther rühren auch die ganzen Fratzen und sonstige Verkleidungsrituale, die das heutige Halloween ausmachen. Erst Anfang der 90er Jahre kam das Fest Halloween Zug um Zug nach Deutschland und verbreitete sich immer mehr.

Anzeige

Kursierende Legenden und Verbindungen zum keltisch-angelsächsischen Totengott Samhain sind ebenso wenig nachweisbar wie die Existenz des Totengottes Samhain selbst. Der Bezug zum Totenreich selbst entstammt einerseits der Tatsache, dass Samhain gleich steht zur Bedeutung von Sommerende und der Schlachtung von Vieh für den Wintervorrat. Andererseits wird der darauffolgende, katholische Feiertag Allerheiligen (1. November) benannt, der die Verbindung zu den Toten herstellen soll.

Allerseelen (2. Norvember) ist dann der Gedenktag für die Verstorbenen. Gebete und Fürbitten sowie Wohltaten (u.a. Geschenke an bettelnde Kinder) sollen das Leiden der Toten im Fegefeuer mildern. Und diese „Wohltaten“ haben sich dann die Kinder mehr oder weniger zurecht gelegt und betteln von Haustür zu Haustür um Süßigkeiten. Falls nicht, man kennt inzwischen den Spruch „Süßes oder Saures“.

Das „Saure“ sind dann Streiche die verübt werden. Die wachsende Beliebtheit des Festes bzw. das was daraus gemacht wurde lässt natürlich auch Kritiker laut werden. Die niedersächsische Landesbischöfin beispielsweise bezeichnet Halloween als einen Ausdruck der Spaßgesellschaft welcher als Folge daraus einen christlichen Feiertag bzw. dessen Bedeutung zu verdrängen droht. Richtig liegt sie meines Erachtens auf jeden Fall mit der Behauptung, dass Halloween nur zum Konsum verführen soll.

Anzeige

Lass sie mal feiern, ich persönlich brauche kein Halloween um zu einer Spaßgesellschaft zu gehören. Oder anders ausgedrückt, um Mitglied dieser unserer Gesellschaft zu sein, muss man zwangsläufig viel Spaß verstehen! In diesem Sinne, wenn es klingelt….. gebt Süßes, ehe es „Saures“ hagelt :razz: .

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
7 Kommentare
  1. Sebastian sagte:

    welcher als Folge daraus einen christlichen Feiertag bzw. dessen Bedeutung zu verdrängen droht.

    So ist der Lauf der Dinge. Ein Feiertag ist ja gut und schön, aber es sind nicht mehr so viele Menschen religös, daher wird einfach sich gefreut weil mal ein Tag frei ist.
    Und Halloween ist genauso lustig/nervend wie Karneval.

    Antworten
  2. Thomas sagte:

    Und Halloween ist genauso lustig/nervend wie Karneval.

    Nur im Karneval „spinnen“ sie noch länger :lol: . Was den Kommerz betrifft stehen beide in nichts nach.

    Antworten
  3. Tom sagte:

    Halloween ist mit der hoechste Feiertag fuer den Teufel. Interessant das der Trend gerade in sogenannten christlichen Laendern immer staerker zunimmt.

    Antworten
  4. Sebastian sagte:

    Das liegt wahrscheinlich daran, das in die Länder nur noch sogenannt Cristlich sind.

    Die Leute wollen einfach einen Grund zum Feiern und saufen haben. Ob nun Karneval, Halloween, oder Schützenfest.

    Antworten
  5. Thomas sagte:

    Wie wenn heute bei den zahllosen Partys mit Flatratesaufen noch ein Grund für eine Feier bestehen müsste….. :lol: Trotzdem bin ich der Meinung, dass man schon ein wenig wissen sollte, wenn man schon ein vermeintliches Fest aus anderen Ländern übernimmt.

    Antworten
  6. Sebastian sagte:

    Stimmt, einen Grund zum Feiern gibt es immer, und wenn es beim Fußball ist.

    Stimmt auch das man wissen sollte was man da eigentlich feiert, aber wahrscheinlich ist das vielen auch einfach egal.

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst Dich informieren lassen wenn es Folgekommentare gibt. Du kannst aber auch abonnieren ohne zu kommentieren.