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Hamburgs Ruhm beim Geldverschwenden

Hamburg

Über Hamburg kann man Bücher schreiben, viele Bücher sogar. Über Hamburg wurde auch schon viel geschrieben, leider auch so manches in Sachen Geldverschwendung. Ob es allerdings wirklich so erstrebenswert ist sich einen Platz im Schwarzbuch zu ergattern darf bezweifelt werden.

In der diesjährigen, 42. Ausgabe des Schwarzbuches hat es Hamburg wieder einmal geschafft gleich mit vier Negativbeispielen bei der Steuergeldverschwendung in Erscheinung zu treten – Glückwunsch an die Stadtväter! Es ist nicht nachvollziehbar wie Planungen für ein Vorhaben finanziell derartig aus der Bahn geraten können, dass sich Baukosten verdoppeln, verdreifachen oder gar noch mehr. Trauriges Beispiel die Elbphilharmonie, deren Baukosten sind inzwischen mehr als 10mal so hoch als ursprünglich veranschlagt wurde.

Undendliche Weiten – unendliche Kosten

Die Sanierung des Planetariums im Hamburger Stadtpark ist mit 7.500.000 Euro inzwischen um 50% teurer als ursprünglich geplant. Grund sind u.a. die „vergessenen Kosten“ in Höhe von knapp 1,5 Million bei der eingesetzten Technik und einem Fahrstuhl. Baubeginn ist 2015, die Fertigstellung… abwarten welche Pannen und insbesondere Kostensteigerungen sich bis dahin noch einstellen werden.

Ein Blumenmeer das die Massen nicht mobilisierte

„In 80 Gärten um die Welt“ so das Motto der internationalen Gartenschau von Hamburg. Satte 37 Millionen Euro Miese blieben trotz zwischendrin gesenkter Eintrittspreise am Ende unter dem Strich hängen. Mit 5 Millionen Besuchern hat man geplant, eine Million ist es letztlich nur geworden. Jetzt steht das Gelände, das im Endeffekt so keiner wirklich braucht einfach da. Sieht zwar ganz nett aus, frisst aber weiterhin Geld für die Pflege der Anlage, Geld das letzendlich durch nichts wieder erwirtschaftet werden kann.

Plumpsklo mitten in Hamburg

Eine Toilettenanlge für Obdachlose in der Nähe der Landungsbrücken hätte es werden sollen. die Baukosten wurden mit einer halben Million angesetzt. Man hat sich aber umentschieden günstiger zu bauen. Am Ende wurde es eine Holzhütte mit Almcharakter, ohne Spülung und ohne fließend Wasser mit regelmäßig geleertem Erdtank – ein Plumpsklo eben. Hierfür wurden „nur“ 25.000 Euro ausgegeben.

Wäre ja in Ordnung, wenn dann nicht knapp 3 Jahre später der Abrissbagger gekommen wäre. Angeblich wurde die Toilette nicht mehr genutzt, kurz zuvor hatte es in der Nähe auch gebrannt – Abrisskosten knapp 7.000 Euro. Summa summarum rund 32.000 Euro in den Sand gesetzt und trotzdem 470.000 Euro gespart weil es die sog. „kleine Lösung“ war die gebaut wurde. Jetzt pinkeln die Obdachlosen (und nicht nur die) wieder dahin wo sie es immer taten… unter die Brücke.

Wahlpropaganda auf Steuerzahlerkosten

Eine reine Informationsbroschüro zur Europawahl hätte es eigentlich werden sollen, ein Wahlkampfheft für die Hamburger SPD ist es schließlich geworden. Um mögliche Missverständnisse (welch wohlklingende Umschreibung) zu vermeiden entschied der Senat die 20.000 Hefte nicht zu verteilen und wieder dem Altpapierkreislauf zuzuführen… und die 5000 Euro Herstellungskosten gleich mit. Der Kandidat hat 100 Punkte, toll gemacht.

Hamburg nicht unter den Top-Ten der Verschwender

Hamburg ist jetzt hier nur ein Beispiel an haarsträubender Haushaltsführung. Man kann hier ja schon von Glück sprechen, dass es Hamburg diesmal nicht unter die Top-Ten der Geldverprasser geschafft hat. Bundesweit gibt es unzählig viele Fälle von sinnlosen Projekten die trotz umfangreicher Planung völlig unüberlegt aus dem Boden gestampft wurden und dabei Steuergelder verschlungen haben mit denen erheblich Wichtigeres hätte angestellt werden können.

Einige Ausgaben mögen vielleicht wie „Peanuts“ daherkommen wie z.B. eine kostenlose Bienen-App des Landwirtschaftministeriums deren Entwicklung 65.000 Euro gekostet hat. Auch ungenutzte Toilettenhäuschen die „hilflos“ in der Landschaft stehen für 103.000 Euro oder eine Geburtstagsparty für einen Bürgermeister für schlappe 13.400 Euro. Aber all diese Fehlentscheidungen kosten den deutschen Steuerzahler jährlich hunderte Millionen Euro… für nichts und wieder nichts! Geld das der Staat angeblich nicht hat und dennoch mit vollen Händen verschleudert.

Steuergelder

Petition – Steuerverschwendung unter Strafe stellen

Ich für meinen Teil bin dafür, dass Steuerverschwendungen unter Strafe gestellt werden und bin damit sicherlich nicht alleine. Mit einer Online-Petition will der Bund der Steuerzahler dies nun auf den Weg bringen, dass diese Verschwender öffentlicher Gelder zur Rechenschaft gezogen und nicht noch obendrein für ihre Schandtaten belobigt werden. Zeichne auch Du jetzt mit.

Steuerverschwendungen dürfen ungeachtet ihrer Höhe nicht weiter straffrei bleiben. Deutschland kann kein Geld ausgeben das es nicht hat und schon gar nicht für Blödsinn den keiner braucht und mit dem sich manche Herrschaften offenbar  nur ein Denkmal setzen wollen.

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