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Hausautomation – ist Smart Home für jedermann?

Smart Home, die Automatisierung des eigenen Haushalts gewinnt in Deutschland zwar immer mehr an Bedeutung. Die Akzeptanz verhält sich teilweise aber schleppend. Technische Neuerungen brauchen hier zu Lande stets etwas länger. Die Hausautomation ist in manchen Augen reine Spielerei, wiederum andere sehen den Einsatz von Hausautomation es als Erleichterung und Bereicherung an. Beide Seiten liegen ein Stück weit richtig mit ihrer Sichtweise. Diejenigen, für die Smart Home generell gar kein Thema ist – aus welchen Gründe auch immer – lassen wir hier einmal außen vor.

Smart Home ist nur technisches Spielzeug für Männer

Ganz sicher ist die Automatisierung des Hauses oder der Wohnung kein unabdingbares Muss ohne welches ein „normales Leben“ kaum mehr vorstellbar wäre. Auch sind es aller Wahrscheinlichkeit nach erheblich mehr Männer als Frauen die sich mit dieser Thematik vordergründig auseinandersetzen. Smart Home ist auch Technik in purer Form. Dieser Tatsache kann ebenfalls nicht widersprochen werden. Eines ist die Hausautomatisierung ganz sicher nicht – Spielzeug. Grundsätzlich ist jedes der auf dem Markt befindlichen Systeme eine genau ausgeklügelte Technik.

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Mit Modellbausätzen hat dies alles nichts zu tun. Hausautomation ist nicht nur das Ein-/Ausschalten einer Lampe die man auch rein manuell bedienen könnte. Wer sich eingehender mit der Thematik beschäftigt wird dies relativ schnell erkennen. Voreilige Schlüsse zu Sinn und Zweck einer Automatisierung der eigenen vier Wände sollte man nicht hegen.

Smart Home bereichert meine Wohnung / mein Haus

lichtWie eingangs schon erwähnt ist Hausautomation kein zwingendes Muss. Effektiv eingesetzt ermöglicht sie ein komfortableres Leben und sorgt zeitgleich für breit gefächerte Energieeinsparung. Wer hier über das Jahr gerechnet nur ein paar Kilowattstunden aufgrund einer automatisierten Flurlampe vermutet liegt falsch.

Das Potenzial von Smart Home ist erheblich größer. Wer kennt sie nicht die unnötig brennende Zimmerbeleuchtung.

Einmal eingeschaltet denkt man nicht mehr daran und der Stromzähler tickert fleißig vor sich hin. Man kann es jetzt bei Dunkelheit öfter beobachten, hell erleuchtete Zimmer in denen sich gar niemand aufhält.

Müssen viele Geräte der eigenen Bequemlichkeit wegen im permanenten Stand-by-Modus laufen?

heizkoerperthermostatGerade auch jetzt in der Heizperiode lässt sich durch Heizkörperthermostate auf lange Sicht Energie einsparen. Auch hier sind es (zeitlich) ungenutzte Räume die oftmals pauschal temperiert werden. Dem einen ist es zu aufwendig immer den Thermostat zu bedienen, der andere vergisst es einfach. Wer sich hier wirklich freut ist nur der Heizkostenzähler der stetig zu tun hat.

Muss das Wohnzimmer nachts tatsächlich durchgehend 22° C haben? Ist es allen Ernstes sinnvoll wenn zwischen 8 und 16 Uhr alle aus dem Haus sind, dass nahezu die ganze Wohnung Wohlfühltemperatur hat?

Wir nehmen uns vielleicht ernsthaft vor den / die Heizkörper vor dem Verlassen des Hauses abzuregeln. In unserer hektischen Welt in der wir nun einmal leben wird dieser „gute Versatz“ bald wieder der Vergangenheit angehören oder bestenfalls sporatisch eine Rolle spielen. Energiesparen ist nicht sporatisches. Energiesparen kann man täglich, das ganze Jahr hindurch. Nicht nur durch ein banales Verbot bestimmter Glühbirnen oder Staubsauger.

Für wen ist Hausautomation geeignet?

Grundsätzlich ist Smart Home für jeden geeignet der Energiesparen möchte. Das Vorhandensein von technischem Interesse ist von Vorteil aber nicht zwingend. Es gibt Systeme die sehr einfach zu installieren / bedienen sind auch wenn man kein großer Technikfreak ist.

hausautomationDie eigenen vier Wände „intelligent“ werden zu lassen hängt nicht von der Größe des bewohnten Objektes ab. Das 1-Zimmer-Appartement ist gleichermaßen geeignet wie die 12-Zimmer-Villa. Hausautomation setzt keine Mindestzahl an Einsatzorten voraus. Ein Ausbau eines jeden Systems ist im Schritt-für-Schritt-Verfahren möglich. Wer zunächst nur 1 Heizkörper automatisieren will kann hiermit einsteigen. Derjenige dem die Stand-by-Geräte im Vordergund liegen beginnt eben damit. Smart Home setzt nicht voraus zu Beginn astronomische Ausgaben zu tätigen.

Und da wir nun schon beim Kleingeld angekommen sind. Natürlich kostet es Geld die Wohnung zu automatisieren. Genaue Angaben kann man hier nicht machen, es hängt vom verwendeten System ab und natürlich auch von der Größe der Planung. Ausgaben hierfür zahlen sich aber wieder aus.

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Zusammenfassend ist kurz und knapp zu sagen, die Investition in eine Hausautomation bringt Energieeinsparungen gepaart mit Spaß. Und das nicht nur für Männer. Auch speziell für die Damenwelt lassen sich Projekte verwirklichen. So haben beide Seiten etwas davon. Die Akzeptanz bei Frauen wächst. Über ein solches Projekt das hier inzwischen umgesetzt wurde werde ich hier ebenfalls noch berichten.

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

2 Kommentare

  1. Das Thema selbst finde ich interessant, nur gehe ich davon aus, dass die moisten Leute erst einmal abgeschreckt sind, da sie es zwar in einem neuen Eigenheim vielleicht installieren würden. Aber beim Gedanken des Nachrüstens eines bereits bestehenden Hauses sehe ich das Hauptproblem.
    Jedenfalls ein gutes Thema, bin auf deinen Bericht gespannt und schön wieder von dir zu lesen! :)

    • Das Nachrüsten hört sich schlimmer an als es wirklich ist. Der erste Schritt ist auch hier der „schwierigste“. Eine wichtige Voraussetzung ist natürlich das generelle Interesse. Wer schon „Angst“ vor einer stinknormalen, fernbedienbaren Steckdose hat, für den ist Hausautomation nicht wirklich etwas.

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