Die für meinen Geschmack beste Auswechslung der ganzen Saison. Mit der Trainerentlassung von Jürgen Klinsmann wird vorerst durch Jupp Heynckes ein nicht Unbekannter an Bord des Rekordmeisters geholt.

Welches offenbar zeitraubende Zukunftskonzept der Schwabe auch immer verfolgt hatte, es scheiterte bereits nach 10 Monaten. Das Erbe von Hitzfeld war durchaus kein leichtes, ein Lügner der hier etwas anderes behaupten würde. Für langes Ausprobieren von eventuellen Erfolgsrezepten hat man bei Bayern aber keine Zeit oder mit anderen Worten Klinsmann hatte Zeit genug und blieb jegliche Beweise schuldig.

Jetzt hier an dieser Stelle auf Vorrunde der Champions-League zu verweisen, bei der Bayern als Tabellenführer hervorging ist schön und gut. Doch davon kann man sich gegenwärtig auch nichts kaufen. Und nach Niederlagen immer nur zuversichtlich in die Zukunft zu blicken wie es Klinsi immer und immer wieder tat – das kann er bei Vereinen tun, die sich permanent zwischen Platz 10 und 15 in der Tabelle bewegen. Für einen der Vorzeigeclubs in Deutschland ist das nicht ausreichend.

Ich lasse mich nicht zur Diskussion hinreißen, ob immer nur der Trainer schuld hat, wenn eine Mannschaft ohne Erfolg spielt. Ebenso wäre es müsig hier und jetzt über die Gehälter der Spieler zu debattieren. Das gehört hier zunächst alls nicht hin. Der Trainer steckt auch ordentlich Kohle ein und trägt natürlich auch die sportliche Verantwortung für sein Nicht-Tun.

Niederlagen gehören zum Fussballgeschäft, keine Frage. Es kommt aber immer darauf an, wie diese Niederlagen zustande kommen bzw. mit welcher Häufigkeit sie auftreten. Doch solche Demontagen wie zuletzt in Wolfsburg (Barcelona nicht zu vergessen) – das geht ja gar nicht. Diese Trainerentlassung ist nichts anderes die Quittung für eine Anreihung von sportlichen Misserfolgen.

Noch ist in der Bundesliga nichts zu spät, Wolfsburg kocht auch nur mit Wasser wie man am Sonntag in Cottbus sehen konnte. Heynckes hat also noch alle Chancen das Ruder entsprechend herum zu reißen und den Luxusliner Bayern München wieder auf Meisterschaftskurs zu bringen. Gelingt im das, hat er in 4 Wochen mehr erreicht als Klinsmann in 10 Monaten.

Viel Glück Jupp!