Für unterwegs ist es von großem Vorteil wenn sich sowohl die Maße wie auch die Gewichtsklasse in Grenzen halten. Mit diesen beiden Eckdaten im Blick würde im ersten Moment alles für ein Ultrabook sprechen. Die meisten Ultrabooks liegen beim Gewicht mit etwa der Häfte des Gewichts eines Notebooks / Laptops klar vorne. Die Maße sind in vielen Fällen auch geringer, tun sich aber nicht ganz so viel im Vergleich zu den Notebooks.

Bei der Leistung möchte ich natürlich auch unterwegs nicht besonders viel gegenüber den heimischen Desktop zurückstecken, die Mobilität soll ja nicht mit zu großen Einschränkungen verbunden sein. Das MacBook Air stellt hier gewissermaßen ein Vorbild dar an dem sich nach und nach auch andere Hersteller orientierten. Das MacBook ist inzwischen längst nicht mehr der Marktführer was mir zwar einerseits den Vergleich unter den Ultrabooks ermöglicht andererseits die Entscheidung zum Kauf nicht gerade zwangsläufig erleichtert.

Zwei Hauptgründe die für ein Ultrabook sprechen habe ich bereits genannt – Maße und Gewicht. So groß diese Vorteile auch sein mögen, ich bin damit aber auch schon am Ende der Liste angelangt was die Pluspunkte eines Ultrabooks ausmachen. Zwar darf man die je nach Hersteller darin verbauten SSD-Festplatten nicht vergessen die gegenüber herkömmlichen Festplatten einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil aufweisen, SSD´s sind aber auch bei Notebooks nicht mehr so selten.

Was spricht gegen ein Ultrabook?

Wenn man sich eingehender mit einem Ultrabook beschäftigt ob es sich für den persönlichen Bedarf geeignet ist oder nicht stößt man recht schnell auf gewisse Nachteile die es unbedingt zu berücksichtigen gilt. Hier sollte man wirklich exakt abwägen ob sich der Kauf eines Ultrabooks tatsächlich lohnt ohne hinterher enttäuscht zu sein.

Die Größe des Displays

Zuhause setze ich wie viele andere auch auf große Bildschirme – kleiner als 21 Zoll darf es schon gar nicht mehr sein. Es arbeitet sich auch ohne Zweifel sehr angenehm, wenn die Darstellung eine gute Größe besitzt. Ultrabooks enden in vielen Fällen bei der Displaygröße mit 13,3 Zoll während Notebooks hier mit 17 Zoll schon fast den Standard ausmachen – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Sehr hohe Auflösungen bis hin zur Full-HD-Auflösung machen dies für mich nicht wett. Klein gegen scharf, das muss wirklich genau überlegt werden.

Grafikkarten / Grafikchip

Wenn ich es klein, bezogen auf die Größe des Geräts haben will wird es für eine „ordentliche“ Grafikkarte zu eng. Ein On-Board-Chip übernimmt die Arbeit und schmälert damit die Leistungsfähigkeit der Grafikeinheit. Gerade wer unterwegs auch mal zocken, eventuell auch mal ein Foto bearbeiten möchte hat entsprechende Einbußen zu akzeptieren. Was bringt mir eine Full-HD-Auflösung wenn der Grafikchip das in gewohnter Weise nicht zu 100% leisten kann?

Laufwerksverzicht

Wenn ich unterwegs nicht auf ein DVD-Laufwerk möchte / kann ist hier bereits die nächste Hürde. Ich benötige ein externes Laufwerk das sich zwar über die vorhandene USB-Schnittstelle anschließen lässt, unter dem Strich aber meine Hauptkriterien (Größe/Gewicht) über den Haufen werfen. Die schlanke Bauweise eines Ultrabooks erlaubt auch hier keinen Einbau solcher Leseeinheiten.

Kühlung / Belüftung

Ebenfalls der schlanken Bauform geschuldet ist die entweder schlechtere Kühlung des Systems oder ggf. eine gewisse Lautstärke der verbauten Lüfter wenn diese entsprechend leistungsstark sind.

Extrem hoher Preis

Möchte ich 600 Euro investieren bekomme ich bei den Notebooks schon etwas recht brauchbares geboten. Auch für 300-400 Euro sind schon recht vernünftige, wenn auch keine Hochleistungsgeräte zu bekommen. Ganz anders beim Ultrabook. Hier liegt der Einstiegspreis seltenst unter 500 Euro. Wenn ich eine relativ gute Ausstattung haben möchte (Arbeitsspeicher, Festplatte, Auflösung etc.) geht der Preis mit 900 Euro und weit mehr sehr schnell durch die Decke.

Fazit

aspireKnapp drei Vorteile gegen eine längere Liste von „Nachteilen“ bei den Ultrabooks machten mir die Entscheidung am Ende doch relativ leicht. Hauptkriterium hier angesichts kleinerem Display, Laufwerksverzicht und meistfehlender guter Grafikkarte ganz klar der Preisunterschied zwischen Notebooks und Ultrabooks.

Als mobiles „Zweitgerät“ sind mir die Ultrabooks in jedem Fall zu teuer, weil nicht zuletzt die Leistungsmerkmale dem eigentlichen Nutzungsverhalten zuhause (u.a. Bild- und Videobearbeitung) so gar nicht entsprechen.

Wer dennoch mit dem Gedanken spielt sich ein Ultrabook anzuschaffen dem empfehle ich den Ultrabook Test bei ultrabook-king.de, von wo auch ich meine Vergleiche bei der einstigen Kaufüberlegung bezogen habe.

Ultrabooks haben ganz sicher ihre Vorteile und auch Daseinsberechtigung. Wer unterwegs hauptsächlich Kommunikation betreiben will fährt damit gut. Ein sogenannter Schnellschuss bei der Kaufentscheidung für ein Ultrabook könnte aber recht fix in einer gewissen Enttäuschung münden wenn vorher nicht genau abgewogen wurde.