Musik

Es ist schon eine recht merkwürdige Art und Weise wie Schlagerstar Michael Wendler in letzter Zeit „schlagartig in aller Munde“ ist – und das nicht nur bei seinen Anhängern sondern auch bei jenen Zeitgenossen, die mit Schlagermusik so absolut gar nichts am Hut haben.

Gerade in sozialen Netzwerken wurden mehr oder weniger über Nacht einige Seiten ins Leben gerufen, auf denen der selbsternannte König des Popschlagers alles andere als einen Schlagerliebling „hochleben“ lassen. Regelrechte Hetzkampagnen werden über Wendler ausgegossen. Nicht immer bleibt dabei der gute Geschmack bewahrt weswegen sogar von einem Shitstorm gegen Wendler die Rede ist. Ob das nun gut oder auch fair ist muss jeder ganz für sich selbst entscheiden.

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Beschäftigt man sich nur ein klein wenig näher mit der ganzen Thematik fällt allerdings auf, dass Michael Wendler sich meines Erachtens ein wenig selbst in das Rampenlicht dieses nun existierenden Negativbildes geschoben hat.  Den Wahrheitgehalt der zwei kürzlich im TV gelaufenen Anwaltssendungen (Christopher Posch) kann man natürlich nicht zuletzt wegen der aktuellen Gegendarstellung Wendlers anzweifeln, auch das ist jedem freigestellt.

Modulopfer.de geht auf die Rechtsstreitigkeiten näher ein. Ich selbst kann es mir zwar nicht vorstellen, dass die Kasseler Anwaltskanzel ihren Namen dafür hergibt Lügengeschichten aufzustellen und diese dann via RTL ausstrahlen lässt. Könnte ihr das? Abgesehen davon werden die involvierten Landgerichte in Nordrhein-Westfalen vor ihren Urteilssprüchen – von denen übrigens nur einer gegen Wendler ausging – auch genau geprüft haben wie der Sachverhalt ist. Im Fall „Fan-Cafe auf Mallorca“ wurde seitens des Anwaltes von Wendler Berufung eingelegt, der weitere Ausgang bleibt abzuwarten.

Eine regelrechte Verschwörung gegen Wendler wird es in beiden Fällen wohl nicht gegeben haben auch wenn dies in manchen Bericht etwas so rüber gebracht wird oder ggf. werden soll.

Was haben Wendler und  Barbra Streisand gemeinsam?

Auf den ersten Blick würde ich sagen „rein gar nichts“. Bei näherer Betrachtung sind allerdings gewisse Parallelen festzustellen. Diese sind zwar hinsichtlich der Personen nicht gegeben, jedoch gibt es den sogenannten Streisand-Effekt welcher der gleichnamigen Künstlerin zugeschrieben wird. Sie brachte sich im Jahr 2003 auch mit einer Klage gegen einen Fotografen wegen einer Luftaufnahme ihres Hauses in  Kalifornien  „in aller Munde“ ohne dies wirklich bezwecken zu wollen.

Im Fall Michael Wendler verhält es sich ebenso, es entstand bei den Streitigkeiten um einen 100.000 € Vertrag in Sachen des Fan-Cafes ein recht großer Wirbel aus dem dann letztlich auch der o.g. Shitstorm hervorging. Im Vorfeld dann noch die Sache mit dem Gasflaschenhändler – der im Gegensatz zum Popstar von Geburt an Michael Wendler heißt – und den Namensrechten….. beides zusammen binnen kürzester Zeit lies sich einfach nicht wirklich vor der Öffentlichkeit „verstecken“.

Ich bin überzeugt davon, dass in beiden Fällen und identischer Sachlage, lediglich mit einem völlig unbekannten Musiker kein Mensch in Deutschland von den Prozessen jemals erfahren hätte. Im TV wären diese garantiert ebenso wenig aufgetaucht. Bei Promis verhält sich dies eben bekanntlich komplett anders. Das hätte Wendler und dessen Management bewusst sein können müssen. „Promi-Patzer“ werden nicht erst seit Michael Wendler in der Öffentlichkeit diskutiert.

Ob man deswegen von einer Meinungsmache reden sollte bleibt dahin gestellt. Mit den digitalen Medien ist die Welt enger zusammengerückt und das bekommen nicht zuletzt auch Promis zu spüren.

Persönlich sehe ich es als verwerflich an, wenn aus den Reihen der Anhängerschaft Wendlers regelrechte Drohungen gegen  Christopher Posch ausgesprochen werden. Denn soviel sollte sogar dem eingefleischtesten Wendler-Fan klar sein….. der Mann macht nur seinen Job wie auch das „Idol aus Dinslaken“.

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Nichts desto trotz, augenblicklich ist alles recht aktuell und wird heiß diskutiert. Auch diese Angelegenheit wird wieder im Nichts verschwinden, wenn auch nicht gleich morgen. Die überzeugten Anhänger von Wendler werden es bleiben und weiterhin zu ihm stehen. Zum Glück kann jeder seinen Musikgeschmack selbst auswählen. Gegner eines Musikstils wird es allerdings immer geben, Wendler wird hier auch weitester Ferne nicht der einzige bleiben.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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