Da poltert der Michael Ballack gegen das Hamburger Publikum, weil es beim mehr als nur mageren 1:1 gegen Finnland gestern Abend Pfiffe von den Rängen gab. „Fehlendes Fingerspitzengefühl“ wirft der DFB-Star den Zuschauern vor, für das er kein Verständnis zeigen könne.

Jetzt mal ganz sachte Herr Ballack. Wer ein solch lasches Spiel hinlegt, bei dem auf dem letzten Drücker gerade noch das schmeichelhafte 1:1 gegen Finnland herausspringt, der darf sich nicht wundern wenn er Pfiffe von den Tribünen erntet. Auch wenn es bei diesem Spiel nur noch um die „goldene Ananas“ ging, weil mit dem Sieg in Russland bereits die WM-Teilnahme gesichert wurde hätte man schon ein wenig mehr Leistung erwarten können.

Von einem Kampf bis zum Umfallen will ich nicht reden, das hat niemand gefordert. Doch dieses Getrabe auf dem Rasen war ja nicht mal das Flutlicht wert gewesen, geschweige denn das Eintrittsgeld. Ein Publikum, das sehr deutlich hinter der deutschen Mannschaft steht und selbst zum Training 25000 Zuschauer ins Stadion bringt (davon träumt mancher Bundesligist) hätte einen Qualifikationsabschluss mit Anstand und Leistung verdient.

Und wenn ein Profi wie Herr Ballack nicht mit berechtigter Kritik (nichts anderes waren die Pfiffe nämlich) umgehen kann und die Fehlleistung dem Publikum zuschieben will, dann ist das nicht nur unterste Amateurklasse sondern einfach nur billig.

Mit dieser Leistung von gestern Abend hätte es auch garantiert Pfiffe in Düsseldorf, Frankfurt oder München gegeben – mit Hamburg hat das nichts zu tun!