Vor einiger zeit war mir der Name Mark Rutte ehrlich gesagt nicht geläufig. Spätestens seit diesem EU-Gipfel aber kenne nicht nur ich den Niederländer. Ich ziehe meinen Hut vor dem Premierminister der Niederlande. Ich zolle ihm meinen Respekt, dass er sich von all denen die offensichtlich mit Geld das ihnen selbst nicht gehört absolut nicht umgehen können nicht hat „einwickeln“ hat lassen und seiner Linie bis zum Ende der Debatten treu geblieben ist! Gleiches gilt für die Länder Dänemark, Österreich, Schweden und Finnland. Aus meiner Sicht ist es „den sparsamen Vier“ zu einem nicht unerheblichen Teil zu verdanken, dass sich die EU in den kommenden Jahren nicht mit einer noch größeren finanziellen Last als ohnehin schon beschäftigen muss.

Wenn Mark Rutte und die anderen Mitkämpfer eines bewiesen haben, dann ist es definitiv ein gesunder Menschenverstand der bei so manchem Gipfelmitglied schmerzlich zu vermissen ist. Man kann aus einem Topf nicht mehr schöpfen als er es eben nun mal zulässt. Ein alter Spruch besagt, „eine Mass passt nicht in einen Halbekrug“! Und sinnbildlich passt das hier perfekt. Denn jene Milliarden Euro die hier „verschleudert“ hätten werden sollen müssen von irgendjemanden auch in diesen Topf eingezahlt werden. Und die Hauptsponsoren der EU sind nun einmal Deutschland und Frankreich.

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Mark Rutte

Dass auch Frankreichs Macron nicht begreifen will, dass man nicht nur geben, geben, geben kann wundert mich nicht wirklich. Ich schätze ihn so ein, dass im wichtig ist, dass bei Sonnenuntergang die Lichter am Eiffelturm angehen. Je mehr desto besser. Seine Gier nach Prunk aber auch die Neigung zu großem (innerfranzösischem) Jammer geht wahrscheinlich nicht nur mir auf den sprichwörtlichen Keks. Macrons nächtlicher Ausraster mit Merkels Unterstützung verwundert nicht. Die beiden würden nach meiner Einschätzung höchstwahrscheinlich auch nackt durch die Hölle joggen wenn das „ach so gute Ansehen der EU“ dadurch noch mehr scheinheiligen Glanz bekäme. Mark Rutte konnte Macron mit seiner Entgleisung jedenfalls nicht beeindrucken.

Dass Finanzspritzen aus Brüssel nun an bestimmte rechtsstaatlichen Gepflogenheiten gebunden sind und schneller als bisher gestoppt werden können ist nicht mehr als recht und billig. „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe“. Es kann von bestimmten Mitgliedsländer nicht davon ausgegangen werden, dass sie zwar die Schecks aus Brüssel einstreichen, sich aber ansonsten nicht an die in der EU geltenden Rechte halten müssen. Dieser moralische Pfeil geht insbesondere nach Budapest und Warschau.

Mark Rutte – ein Lichtblick für Europa?

Mark Rutte sehe ich als eine wohltuenden Politiker in Europa, einer der mal den Mumm hat mit alten Klischees aufzuräumen und auch mal Stopp zu sagen wenn es denn angebracht ist. Sogenannte Knopfnicker sitzen in Brüssel genug, Sitzungsgeld kassieren und ansonsten den Herrgott einen guten Mann sein lassen. Dieses phlegmatische Vorgehen könnte seit heute – zumindest streckenweise – in den Ruhestand versetzt worden sein. Rutte kann viel bewegen, das hat er bewiesen. Bleibt die Hoffnung, dass er das auch noch in weiteren Themen der EU tun wird. Ein Mangel an Nachschub solcher Themen wird es vermutlich nicht geben wie man Brüssel kennt.

Wir werden es sehen…..

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