Was konnte man in letzter Zeit nicht alles lesen über die Weitergabe von Daten bei Facebook, der Angst mancher dass „Geheimnisse“ in falsche Finger geraten können und und und. Unschön ist sicherlich, dass Facebook erst Nutzer sammelt und dann die Bedingungen ändert. Doch wem es nicht gefällt, der kann ja jederzeit gehen.

Alles Humbug in meinen Augen. Alle die diesen Text hier lesen, egal ob direkt im Blog oder per Feedreader, hinterlassen ihre Spuren im Netz. Wer im Netz unterwegs ist wird zu keinem Zeitpunkt völlig anonym bleiben. Mailaccounts, eBay, Onlinebanking, Spieleseiten – überall gibt man ein bisschen über die eigene Person bekannt, weil es auch gar nicht anders geht. Doch das sind alles Daten, mit denen keiner wirklich Schlimmes anstellen kann. Um wirkliche Geheimnisse handelt es sich dabei nicht. Das eigene wachsame Auge sollte immer eine Voraussetzung sein, wenn man sich im Internet bewegt.

Wer Angst hat, dass „geheime Dinge“ über ihn in falsche Hände gelangen könnten darf diese eben nicht preisgeben. Wieviel der einzelne Nutzer über sich bekannt gibt bleibt doch jedem selbst überlassen, insbesondere bei Netzwerken wie Facebook etc. Facebook weiß nur was ich ihm auch irgendwann mitgeteilt habe – hellseherische Kräfte sind mir noch von keinem Netzwerk bekannt geworden.

Also ist doch Fakt, dass alle vermeintlichen Geheimisse die ihm Netz zu finden sind irgendwann von mir selbst dort platziert worden sein müssen. Nicht Facebook oder wer auch immer hat etwas verraten, der Nutzer selbst hat die Karten auf den Tisch gelegt.

Adressenhandel findet sowieso statt, ob mit oder ohne Internet. Für alles andere bitte nicht immer pauschal das Netz verantwortlich machen und vom „bösen Internet“ sprechen sondern selbst erst mal schauen wo man freiwillig Dinge verrät die eigentlich niemanden etwas angehen würden. Abwägen muss jeder für sich. Ich kann nicht im Supermarkt am schwarzen Brett eine Putzfrau suchen und mich anschließend beschweren wenn meine Rufnummer auch von anderen gelesen/benutzt wird.