Die Menschen sind immer mehr auf sich bedacht, denken erst an sich selbst und dann an andere. Dieses gesellschaftliche Problem konnte sicherlich der eine oder andere schon beobachten. Fast zwangsläufig resultiert aus solchen Denkweisen das typische Single-Dasein. Ausnahmen bilden selbstverständlich die Regel.

Ein weiterer Grund für die Zunahme der Singlehaushalte liegt m.E. darin, dass die Forderungen Erwartungen an den / die Partner(in) oftmals sehr hochgesteckt werden. Ein Auslöser hierfür sind nicht zuletzt die Medien, die uns „das perfekte Aussehen“ vorspielen. Gerade Männer sind hier betroffen und auf der Suche nach Frauen im Model-Stil. Liebe „Kollegen“, Äußerlichkeiten sind noch lange nicht alles oder zählt der Charakter einer Person überhaupt nichts mehr? Und seine Macken hat jeder, sowohl Männer als auch Frauen.

Hier ist einfach Toleranz auf beiden Seiten gefragt. Mit zunehmendem Alter wird die Partnersuche auch nicht unbedingt einfacher, die Forderung nach Toleranz jedoch ungleich größer. Will man einen Partner in erster Linie nur als „Vorzeigeobjekt“ nach dem Motto schau her was ich noch alles aufreißen kann, oder ist man ernsthaft an einer Zweisamkeit in allen Lebenslagen interessiert?

Ohne ein persönliches Umdenken und der bereitschaft für Toleranz stirbt das persönliche „Projekt“ Partnersuche noch vor seiner eigentlichen Geburt, dessen Tatsache sollten sich beide Seiten bewusst sein, die Betonung liegt auf sollten.

Schlaue Sprüche und Verse gibt es viele, der bekannteste ist sicherlich „Alle guten Dinge sind drei“. Ich persönlich halte von derartigen Begründungs- bzw. Erklärungsversuchen überhaupt nichts und lasse mich von diesen auch nicht leiten, auch dann nicht, wenn sie manchmal tatsächlich zutreffend sind.

Gerade die heutige jüngere Generation ist oftmals nicht beziehungsfähig, nicht zuletzt wegen des materiellen Denkens. Dies kann ich immer wieder feststellen. Eine Beziehung zu führen hat in unserer Gesellschaft im Vergleich zu früher eine ganz andere Bedeutung bekommen. Das teils massive Ich-Denken ist meiner Meinung nach verantwortlich für diese Entwicklung.

War die Scheidungsrate in der 60er-Jahren noch um die 10%, so kratzt sie heute bereits an der 60%-Marke. Liegt es an der mangelnden Bereitschaft gegenseitig Verantwortung zu übernehmen? Ich denke ja. Die Bedeutung und vorallem die Tragweite einer Heirat schätzen offenbar sehr viele vollkommen falsch ein wenn die Frage der Fragen gestellt wird.

„Vernunftehen“ konnte ich etliche in meiner unmittelbaren Umgebung beobachten. Geld, Geld, Geld, immer nur das Geld stand im Vordergrund. Protzige Urlaubsreisen, dicken Karossen im Hof und seine Umgebung auch noch abzockend. Die Fortführung der Ehen nur darauf basierend, dass keiner den anderen „auszahlen“ muss. Eine Charakterschwäche der ganz exklusiven Art von der ich Gott sei dank weit entfernt leben kann!

Ja ich weiß, ich kann leicht reden weil ich eine Partnerin gefunden habe die sowohl die inneren als auch äußeren Werte vollkommen abdeckt. Kompromisse sind und waren dafür zu keinem Zeitpunkt nötig. Und tauschen möchte ich nicht um alles in der Welt mehr! Man darf aber nicht vergessen, dass ich dafür auch ein halbes Leben habe warten müssen und bis dato auf manch kompromisslose Person gestossen bin.

Darum nie den Kopf in den Sand stecken, einfach die Werte einer Partnerschaft für sich persönlich ordnen und ggf. Kompromissbereitschaft an den Tag legen, dann finden auch blinde Hühner das berühmte Korn. Ich sehe mich als lebendes Beispiel und Beweis dafür, dass nichts unmöglich ist! :wink: