Die heimische Fritzbox auch von unterwegs steuern zu können war schon seit vielen Jahren mein Wunsch. Möglich war dies vor Einführung von MyFRITZ! mit einer Verbindung via dynamsicher DNS zwar auch, doch so ganz komfortabel funktionierte dies nicht.

Mit MyFRITZ! erreicht man die heimische Fritzbox ebenso einfach wie jede andere Webseite im Netz und dies von jedem x-beliebigen Rechner aus. Einzigste Bedingung ist die Vorbereitung der Fritzbox für den Fernzugriff und die Registrierung bei myfritz.net von AVM.

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Dieser Dienst wird von AVM als kostenloses Zusatzangebot bereitgestellt. MyFRITZ! muss nicht extra installiert werden und ist Bestandteil der Box-Firmware. Ein weiterer interessanter Punkt neben der Fernsteuerung ist die Umsetzung einer eigenen Cloud – doch dazu später mehr.

Registrierung bei MyFRITZ!

Um MyFRITZ! nutzen zu können legt man zunächst eine E-Mailadresse sowie ein Passwort innerhalb der Fritzbox fest. Beides zusammen wird später für die Fernzugriff benötigt. Hier sollte sicherheitshalber nicht das gleiche Passwort verwendet werden wie es für den direkten, also heimischen Zugriff auf die Box verwendet wird. MyFRITZ! verschickt anschließend an die angegebene Mailadresse einen Link zur Verifizierung mit dem die Nutzung freigeschaltet wird.

myfritz portal

Screenshot von myfritz.net

Der Zugriff auf die Fritzbox von unterwegs erfolgt dann entweder über das Portal von myfritz.net mit den festgelegten Daten oder die App myfritz vom Tablet bzw. Smartphone. Nach Eingabe derselben erfolgt die Weiterleitung zur Fritzbox. Hier kommt es je nach verwendetem Browser zu Warnmeldungen die eine Fortsetzung nicht empfehlen. Allerdings können diese hier ruhigen Gewissens ignoriert werden.

Daraufhin erfolgt die Weiterleitung zu „heimischen“ Fritzbox an der eine erneute Anmeldung mit dem hierfür angelegten Passwort erforderlich ist. Das Feld „Benutzername“ ist der Eingabe von myfritz bereits vorbelegt und kann bestehen bleiben.

myfritz login

Anmeldemaske der Fritzbox

Nach dem Login kann auf die Fritzbox mit all ihren Funktionen wie gewohnt zugegriffen werden. Alle Anrufe (ausgehend, ankommend, entgangen) können eingesehen werden und der Abruf von Nachrichten auf dem Anrufbeantworter können ebenso abgehört werden.

Die eigene Cloud der Fritzbox

Neu gemachte Bilder von unterwegs gleich direkt „nach Hause“ transportieren – mit Fritz!NAS kein Problem. Über MyFritz! einmal eingeloggt hat man auch Zugriff auf die eigene Cloud und kann sowohl Dateien dorthin verschieben als auch auf Dokumente zugreifen.

Die Handhabung von Fritz!NAS ist nichts anderes wie jede andere Cloud. Für Neulinge auf diesem Sektor sei hier erwähnt: Fritz!NAS ist letztlich nichts anderes wie der Dateiexplorer am Windows-PC und somit absolut kein Hexenwerk.

Fritzbox NAS

Je nach Verbindung sollte man beim Hin- und Herschaufeln von Daten natürlich immer die Datenmengen beachten was gerade bei den angesprochenen Bildern ein Thema ist! Die Fritzbox 7390* verfügt standardmäßig über einen Speicher von 512 MB. Mehr ist jederzeit über eine über USB anzusteckenden Speicher (externe Festplatte oder Stick) möglich. Hier muss eben jeder selsbt entscheiden was er genau vor hat. Die Funktion als solches halte ich jedenfalls für sehr gut. In meiner gesamten Nutzungszeit kam es nie zu Problemen wie Verbindungsabbrüchen o.ä.

Fazit

Ob Urlaub oder Geschäftsreise, wer das heimische Netzwerk auch von unterwegs „im Griffen haben“ möchte für den ist MyFritz! in jedem Fall das richtige Tool. Das es kostenlos angeboten wird sind hierfür nicht einmal Investitionen erforderlich. MyFritz! überzeugte mich auf ganzer Linie. Der Aufbau der Verbindung ist stabil, kann allerdings bei sehr schlechten Bandbreiten (Mobilfunk) etwas ins stocken kommen.

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In Zeiten von Smartphone und Tablets gibt es für MyFritz! auch eine Android-App. Die App und ihren Leistungsumfang habe ich ebenfalls getestet, der Artikel dazu ist hier nachzulesen.