Antivirus Essential ist eine kostenlose  Antivirus-Applikation mit der die Dateien der DiskStation vor Viren geschützt werden. Die Einstellungsmöglichkeiten sind bei allen Antivirenprogrammen identisch, der Unterschied liegt eigentlich nur im Umfang der Funktionen.

Ein großer Erklärungsbedarf ist deswegen also nicht erforderlich, dennoch möchte ich auf die bei mir gewählte Konfiguration von Antivirus-Essential etwas näher eingehen, was dem einen oder anderen doch als Tipp nützlich sein mag.

Installation und Einstellungen

Die Applikation ist über das Paketzentrum des DiskStationManagers (DSM) installiert werden. Nach der Installation ist Antivirus Essential über das Hauptmenu des DSM zu finden bzw. zu starten.

Der erste Schritt sollte sein die Virusdefinitionen zu aktualisieren. Dieser Vorgang kann und sollte auch später vor jedem durchzuführenden Scan automatisch durchgeführt werden (Antivirus Essential / Einstellungen).

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Programmierter Scan

Der Scanvorgang ist bekanntlich ein kleiner Resourcendieb. Nachdem der Arbeitsspeicher der DS212j nicht in der Form ausgelegt ist, dass gleichzeitige Zugriffe auf die DiskStation – u.U. von mehreren Nutzern – und zeitgleicher Virenscan keine entscheidende Rolle spielen ist es sinnvoll Zeitpunkt des Scans in ein Zeitfenster zu legen in der die DiskStation für gewöhnlich „Pause“ hat.

Zur Auswahl stehen entweder einzelne Wochentage oder gezieltere Optionen wie Wochentage (Mo-Fr.), Wochenende (Sa. + So.) oder täglich. Der Startzeitpunkt kann ebenfalls individuell festgesetzt werden. Wie häufig ein Scan notwendig ist hängt von der Art und Weise der Nutzung ab. Ich habe hier zweimal die Woche festgelegt.

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Vollständiger Scan, System-Scan oder komplett benutzerdefiniert – hier scheiden sich die Geister. Ein Scan der kompletten DiskStation nimmt je nach Auslastung des Speicherplatzes sicher ein großes Zeitfenster in Anspruch. Ganz bestimmt ist der Systemteil ein besonders wichtiges Kriterium für die Überprüfung welches ich jetzt nicht durch eine eventuelle Benutzerdefinierung ausschließen würde. Hier liegt es wirklich im Auge des Betrachters wie gründlich eine Überprüfung durchgeführt werden soll. Der vollständige Scan erschien mir persönlich am sinnvollsten.

Verarbeitungsmethode / Einstellungen

Wie mit gefundenen Schadprogrammen umgegangen werden soll ist immer wieder mal ein Diskussionspunkt. „Sofort löschen“ scheint prinzipiell die richtige Variante zu sein, doch gilt es zu bedenken, dass dadurch eventuell eine wichtige Datei gleich mit gelöscht werden könnte. Ein vorläufiges „Verschieben in Quarantäne“, bis dass der Administrator einen Blick darauf geworfen hat schien mir immer schon die beste Auswahl zu sein.

Einzelne Pfade vom Scan auszuschließen bzw. nur bestimmte Dateitypen zu scannen erklärt sich denke ich von alleine.

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Unter diesem Punkt findet man auch die bereits angesprochene Möglichkeit des Updates ehe ein Scanvorgang gestartet wird.

Protokolle und Quarantäne

Auch dieser Programmabschnitt ist selbsterklärend. Ein Blick in die Protokolle kann aber auch dann nie schaden, wenn es zu keinem Fund gekommen ist. Eventuell aufgetretene und hier gelisteten Fehlern sollte man durchaus Beachtung schenken.

Ein Testlauf mit einem sog. Testvirus (eicar.zip) ist zwar kein Muss, dennoch wollte ich Antivirus Essential einen „Ernstfall“ vorspielen und dessen Funktion somit überprüfen.

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Wenn schon ein Datenspeicher, dann bitte auch so sicher wie möglich. 100%-ige Sicherheit gibt es nicht, ein bisschen etwas dafür tun kann man allemal. Solange der „grüne Pfeil“ entgegen lacht ist alles in bester Ordnung – so soll es letztlich auch sein.