Wenn sich zwei Fahrzeuge knutschen ist das einerseits immer ärgerlich und andererseits auch noch teuer, zumindest für den der die Knutscherei zu verantworten hat. Persönlich als wichtig sehe ich es immer an, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind, Blech kann man wieder gerade biegen. Den juristischen Aspekt lasse ich jetzt mal weg, das steht hier auf einem ganz anderen Blatt.

Das große Schmunzeln zog mir aber ins Gesicht, als die oben besagte Knutscherei zwischen Smart und Volkswagen stattfand. Der Neuzeit-Trabbi fuhr mit etwa 20 km ungebremst auf einen an der Ampel wartenden Volkswagen auf. Alleine die dabei entstandene Geräuschkulisse ließ schlimmes erahnen. Doch der Blick auf beide Unfallfahrzeuge lies mich verblüffen. Während am Volkswagen sprichwörtlich „nicht mal ein Kratzer“ zu sehen war schielten die Augen des Smart doch sehr in unterschiedliche Richtungen.

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Und nicht nur das, die gesamte Front des Smart sah aus als wäre er gegen einen Pfeiler gefahren – in viele Stück zerbrochenes Plastik hing noch am seidenen Faden oder lag schon am Boden. Ich stelle mir jetzt vor, es wäre bei einer normalen Stadtverkehrsgeschwindigkeit zum Unfall gekommen… Abgesehen davon, dass dann auch Kratzer am VW zu sehen gewesen wären, wie sähe der Smart dann aus – und vorallem dessen Insasse???

Ich verurteile jetzt nicht die Fahrer(-innen) eines Smart als solches. Aber in diesen rollenden Aschenbechern ist man wirklich seines Lebens nicht sicher. Solche Plastikbomber auf die Straßen zu lassen… aus Unfallverhütungssicht für mich nicht nachvollziehbar.

Interessant war auch, dass der Smartfahrer bereits wusste, dass sich der Schaden auf rund 380 € beläuft. Wahrscheinlich war es nicht die erste Liebesbeziehung in diesem Winter, schätze ich jetzt einfach mal.

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Ne sorry, ein Smart ist kein Auto, das am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen sollte.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
8 Kommentare
  1. juliaL49 sagte:

    Oh, lass das nicht den Crosa hören, der liebt seine Knutschkugel.

    Aber so ein Smart ist eben ein Stadtauto und es hat seine Berechtigung. Ich sehe hier z.B. ganz viele Pflegedienste mit so einem Nilpferdrollschuh rumfahren.

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Julia: Wie gesagt, ich verurteile keine Smartfahrer als solches. Doch ein Smart bietet eben nur eine vermeintliche Sicherheit die sich sehr schnell zur Seifenblase entwickeln kann. Stadtauto hin oder her – in der Stadt sind Geschwindigkeiten zwischen 30 und 70 km/h normal. In geschilderten Fall waren das „nur“ 20 km/h – mehr möchte ich mir gar nicht vorstellen müssen. Lass den Smart mal zwischen zwei andere Autos kommen :shock: . Und was die Pflegedienste betrifft – klar er ist billig und somit interessant – doch wo bleibt die Arbeitssicherheit im Fall der Fälle? Da sehe ich ein Motorrad noch im Vorteil, da „flieg ich davon“. Im Smart wird man ja regelrecht zerquetscht.

      Antworten
    • Thomas sagte:

      @Siegfried: Ja und nein. Klar ist eine aufmerksame Fahrweise Grundvoraussetzung, oder besser sollte sie sein. Doch alleine im Falle des Auffahrunfalles (und der Smart zwischen zwei anderen) nützt Deiner Gesundheit diese Art der Vorsorge Null Komma Nichts. Und ein bisschen auf Sicherheit beim Fahrzeugkauf sollte man auch achten – meine ich jedenfalls :wink: .

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  2. Siegfried sagte:

    Hast Recht. Sollte man. Allerdings gibt’s Nix umsonst. All das Material muss transportiert werden. Kostet Sprit. Verpestet die Umwelt.

    Wie gesagt, ich will nicht anzweifeln, dass Du Recht hast. Aber das ist nicht der einzige Aspekt.

    Antworten
  3. Gilly sagte:

    Leider muss ich dir jetzt mal an den Kopf werfen, dass deine Statements zur Smart Sicherheit alles andere als richtig sind und scheinbar auch nicht von dir recherchiert wurden.

    Die Sicherheitszelle des Smart ist extrem sicher, ansonsten dürfte dieses Auto auch gar nicht am deutschen Straßenverkehr teilnehmen.

    Sieh dir bitte mal diese Videos an:

    Verschiedene Crashs mit dem Smart 1 (unter anderem mit 110 km/h gegen eine Betonwand):
    http://www.youtube.com/watch?v=ju6t-yyoU8s

    Smart vs. E-Klasse:
    http://www.youtube.com/watch?v=89gYxOmGtH4

    Des weiteren solltest du dir auch bitte mal die Euro NCAP Crash Ergebnisse ansehen: http://www.euroncap.com/tests/smart_fortwo_2007/303.aspx

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Gilly: Deinen „Kopfwurf“ nehme an, Du weißt ich bin für Kritik offen. Ich räume auch ein, dass es für diesen Beitrag keinerlei Recherche gab, es handelte sich schlichtweg um eine Momentaufnahme. Danke für dieVideos. Der Käfig im Smart scheint wirklich sehr stabil zu sein. Ich nehme die vermutete „Lebensgefahr“ zurück, bleibe aber auf meinem Standpunkt, dass der Smart kein Auto ist. Denn selbst wenn mein Leben nicht wirklich in Gefahr ist, der Beschädigungsfaktor stammt von einem geschliffenen Weinglas – viel darf nicht kommen.

      Alleine das schon ein Grund mir dieses Wägelchen nicht zuzulegen. Mit einem Kratzer im Stoßfänger kann ich im Fall der Fälle leben. Aber wenn mir dieser (und nicht nur der) bei Kleinigkeiten schon ein zig Teile zerbricht… ne nicht wirklich. Nichts für ungut :wink: .

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