notfallordner

Bereits im April diesen Jahres hatte ich darüber berichtet wie wichtig es ist für all die digitalen Daten Vorsorge zu treffen damit Hinterbliebene wissen was zu tun ist. Ein Thema das gerade junge Menschen oft leichtsinnigerweise weit in die Ferne   schieben. Seinerzeit hatte ich auch erwähnt, dass ich über diverse Dienste berichten werde, die sich u.a. um den digitalen Nachlass kümmern.

Es gibt für diesen Zweig ein paar wenige Anbieter. Doch leider waren meine Anfragen nach einer „Zusammenarbeit“ ergebnislos. Keine dieser Firmen beantwortete meine Anfragen. Nicht zuletzt deswegen dehne ich diese Thematik heute etwas aus, denn die Vorsorge betrifft schließlich nicht nur den digitalen Lebensbereich und sie muss nicht zwangsläufig in fremde Hände gegeben werden wenn dies nicht gewünscht ist.

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Auch im realen Leben gibt es „1000 Dinge“ die geregelt sein sollten um die Hinterbliebenen nicht zusätzlich zum Verlust eines nahe stehenden Menschen in das Chaos von notwendiger Verwaltung und Schriftkram zu stürzen. Mitgliedschaften, Abos und Verträge unterschiedlichster Art müssen gekündigt werden. Bei Selbstständigen nimmt der Verwaltungswust noch mehr zu.

Manchmal reicht zwar die Mitteilung vom Tod der betreffenden Person, doch auch hier müssen notwendige Daten zur Hand sein um tätig werden zu können. Je nachdem sind Fristen zu beachten um keinen Nachteil zu provozieren. Es sind ggf. Entscheidungen zu treffen – ob geschäftlich oder privat – mit denen wir unseren Angehörigen eine unnötig große Bürde auferlegen die wir hätten leicht vermeiden können. Zeitdruck spielt zusätzlich eine große Rolle. Unter Umständen wurden sogar bereits andere Personen mit diversen Aufgaben betraut.

Eine Liste mit Beispielen welche Konstellationen u.U. alle auftreten könnte hier nahezu endlos weit fortgeführt werden. Um sich mühsam alles zusammen zu suchen ist viel Zeit erforderlich, Zeit die man im Notfall eben nicht hat.

Aufbau des Notfallordners

Die gleichnamige Seite notfall-ordner.de stellt neben vielen Informationen rund um die Vorsorge einen sehr gut strukturierten Ordner bereit, in dem alle wichtigen Informationen zusammengefasst sind. Im Einzelnen sind dies u.a. wichtige Bereiche wie:

  • Zusammenfassung aller Angehörigen
  • Vollmachten im Allgemeinen
  • Finanzen und Kontovollmachten
  • Versicherungen und Vorsorge
  • Dienstleister im Notfall / Notfallhelfer (Anwälte, Notare, Seelsorger etc.)
  • Unterlagen für die Organspende

notfallordnerDer Notfallordner sortiert nicht nur wichtige Unterlagen, er unterstützt durch seinen Aufbau auch wirklich nichts zu vergessen was von Bedeutung ist.

Sensible Daten wie Geburtsurkunde und Familienstammbuch, Krankenversicherungsakten oder Rentenunterlagen werden in einem eigenen Register und getrennt von Daten wie PC-Passwörter, PINs und TANs oder Zugansdaten zu anderen Onlineportalen aufbewahrt.

Dieser Notfallordner ist zu einem Preis von 29 € käuflich zu erwerben. Ein Exemplar stellt mir notfall-ordner.de kostenlos zur Verfügung, doch dazu am Ende des Beitrages mehr.

Vorsorge auch für den Krankheitsfall

Wir müssen mit dem Tod nicht gleich vom schlimmsten Fall ausgehen. Es reicht auch eine schwere Erkrankung und man ist – vielleicht auch nur zeitlich begrenzt – nicht mehr in der Lage alles selbst zu regeln. Eine Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung seinen hier in erster Linie genannt.

Um alles geordnet und übersichtlich einem Dritten darzulegen reicht kein „herkömmlicher Notizzettel“. Erst recht dann nicht, wenn bspw. der Mann schwer erkrankt oder verstirbt und die Frau mit alle dem bisher nichts am Hut hatte. Eine Konstellation die sicher nicht selten vorkommt.

Die Anlage eines Notfallordners nimmt nur relativ wenig Zeit in Anspruch, gibt dafür aber das Gefühl alles getan zu haben um es anderen „im Fall der Fälle“ erheblich leichter zu machen. Je früher desto besser, denn vor Krankheit oder schlimmeren ist niemand gewappnet und es kommt in den meisten Fällen völlig unerwartet.

An dieser Stelle möchte ich ein Sprichwort von notfall-ordner.de übernehmen, weil es aus meiner Sicht den Ernst der Sache sehr gut unterstreicht:

Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, daß die Flut allmählich Vernunft annimmt.
Hans Kasper (*1916), dt. Schriftsteller u. Hörspielautor

Hol Dir Deinen persönlichen Notfallordner ins Haus

Wie bereits erwähnt wurde mir ein Notfallordner von Herrn Manfred Sack – Inhaber von notfall-ordner.de – zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle möchte ich mich bei Herrn Sack für die Bereitschaft einen Ordner kostenlos zur Verfügung zu stellen recht herzlich bedanken.

Im Rahmen einer Verlosung gebe ich den Ordner im Wert von 29 € an einen meiner Leser-(innen) weiter. Alles was dafür zu tun ist dient der Verbreitung der Information, wie wichtig eine rechtzeitige Vorsorge und damit die Vermeidung von unnötigen Stress für Angehörige im Notfall ist – auch und gerade für die Jüngeren unter uns.

[box type="success"]Teilnahmebedingung:

Teile diesen Beitrag je nach Möglichkeit in den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Google+ und poste hier in den Kommentaren den direkten Link oder schreibe einen eigenen Beitrag zum Thema, den Du dann hierher verlinkst (kontrolliere bitte ob Deinen Trackback angekommen ist).

Für jedes soziale Netzwerk, jeden eigenen Beitrag sowie für jeden Kommentar gibt es ein Los – maximal 5 Lose. Diese Aktion läuft bis zum 21. Juli 2013 – 23:59 Uhr. Anschließend wird per Zufallsgenerator der Gewinner gezogen, von mir informiert und erhält dann kurzfristig den Notfallordner per Post zugeschickt.[/bo[/box]

Einerseits drücke ich allen den Daumen zum Gewinn des Ordners, ggf. auch um innerhalb der Familie weiterzugeben, andererseits hoffe ich aber auch dass ihn niemand so schnell tatsächlich einsetzen muss. Wie dem auch sei, ich freue mich auf Eure Teilnahme und die Weiterverbreitung des aus meiner Sicht sehr wichtigen Themas.

[upd[update 22.07.2013]

ziehungsergebnisDie Verlosung hat folgendes Ergebnis: Los-Nr. 4 . Damit geht der Ordner zu Alex – herzlichen Glückwunsch. Der Ordner geht Dir in Kürze per Post zu. Der Grundstein für eine „geordnete Vorsorge“ ist damit gelegt.

Danke Euch beiden für das Aufgreifen der Thematik und Euer Mitmachen. Eigentlich ist es enttäuschend, dass eine so wichtige Thematik derartig schlecht angenommen wird. Der Artikel wurde in den 10 Tagen seit seiner Veröffentlichung 182 mal gelesen. Nur zwei Reaktionen dazu ist schon sehr wenig und ich glaube wirklich nicht dass alle die hier gelesen haben bereits in diese Richtung vorgesorgt haben.

Eine Verlosung von Elektronikartikeln scheint einfach erheblich beliebter zu sein.

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Nochmals ein Danke an Herrn Sack von notfall-ordner.de für die Kooperation und die Bereitschaft einen Vorsorgeordner gratis zur Verfügung zu stellen.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
12 Kommentare
  1. Aquii sagte:

    Eigentlich eine gute Idee, nachdem ich es immer vor mir herschiebe schon die Zugangsdaten für diverse Plattformen mal zentral auf ein paar Dokumenten zusammen zu fassen, kann ich den Rest auch gleich miterledigen. Und das mit dem Digitalen Ordner ist vielleicht doch kein so guter Gedanke, nach dem Herr Snowden uns aufgeklärt hat. Vielleicht doch wieder die Technik des letzten Jahrtausend nutzen und das in Stein meißeln, ähm auf Papier bringen, zusammen heften und lochen und dann zum vollstauben in das Regal stellen.

    Los-Nr. 1

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      @Aquii: In dem „vor sich herschieben“ liegt meistens das Problem, dass im Endeffekt nie was in dieser Richtung gemacht wird. Einmal ein bisschen Zeit investieren und schon wäre man auf der sicheren Seite. Den Ordner auf dem Laufenden halten ist a) selbstverständlich und b) nicht besonders aufwendig. Wenn ich Dich davon überzeugen konnte wäre das schön… und sehr gut. Nicht alle Daten sind zur digitalen Aufbewahrung „außer Haus“ geeignet… diese zählen in jedem Fall dazu ;-) .

      Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      @Alex: Diese Hoffnung ist ja auch nicht verkehrt und natürlich wünscht man das keinem. Ich vergleiche es mal damit, meine Kfz-Versicherung kostete in den letzten 28 Jahren erheblich mehr und ich brauchte sie kein einziges Mal! Diese ist zwar per Gesetz Pflicht und der Notfallordner nicht, froh ist man aber über beide wenn es darauf ankommt. Und wem seine Angehörigen nach dem Tod nicht völlig egal sind, der sorgt eben vor. Mit 2-mal Fastfoodrestaurant weniger ist der Preis auch wieder drinne ;-) .

      Antworten
  2. Alex sagte:

    Juhu, da bin ich ja mal echt gespannt. Danke!!!
    Und was die Teilnahme an Gewinnspielen angeht, auch ich hatte kürzlich ein Gewinnspiel samt 25 EUR Gutschein für caseable. Ist zwar für Elektronik, wenn man so will, aber auch hier haben nur 2 teilgenommen. Aber ich gebe nicht auf. In knapp 2-3 Wochen gibt es bei mir das nächste Gewinnspiel. Denn beschenken ist mindestens so schön wie beschenkt werden! :)

    Antworten
  3. Alex sagte:

    Danke an dich, Thomas und auch an Herrn Sack!
    Der Notfallordner ist seit letztem Wochenende bei mir zuhause und ich hatte schon einmal ein wenig Zeit darin rumzublättern und mich schlau zu machen. Klasse Idee, sehr interessant und Danke für den Gewinn!
    Allen hier drin ein angenehmes Wochenende!

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Für manche Dinge ist es aber besser, wenn diese nicht auf digitaler Basis „in fremden Händen“ liegen. Das aktelle Thema „Datenklau“ spielt hier eine nicht zu übersehende Rolle.

      Antworten
      • Maike sagte:

        Wenn es danach geht, müsste man das Internet wieder abschalten.. Verzicht auf Online-Banking, Social Network und Co.

        Man kann in ständiger Angst leben oder akzeptieren, dass der Nutzen größer wiegt als ein eventueller Datenklau – der eher nur hypothetisch ist..

        Gruß Maike

        Antworten

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