Dass unsere Politiker arrogant denken und handeln wenn es um den kleinen Mann geht ist eine alte Geschichte. Aber was sich der schwarz-grüne Senat nun wieder ausgedacht hat um Geld zu sparen ist schon der Gipfel – vorallem was die Begründung angeht.

Das Projekt  Hamburger Familienpass wird eingestampft weil, so die Sozialbehörde

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das Angebot schlecht angenommen und nur von etwa 33000 Kunden genutzt wird.

Abendblatt v. 25.11.2010

Aber diese 33000 Nutzer scheinen dem Senat egal zu sein. Nutzer unter denen sicherlich auch etliche Wähler und Wählerinnen sein dürften. Klar, wenn man erst mal glaubt fest im Sattel zu sitzen interessiert sich niemand für dieses Klientel.

Es reicht wohl vollkommen wenn man im Wahlkampf wieder mit z.T. haarsträubenden Versprechungen um die Stimmen buhlt. Aber irgendwann wird auch der letzte begriffen haben – Schwarz und/oder Grün ist nichts wählbares. Je früher diese Erkenntnis kommt um so besser.

Der Witz an der ganzen Sache sind die Einsparungen die damit erzielt werden, nämlich „stolze 20.000 Euro“ – wow! So einen Betrag verprassen unsere Volksvertreter locker mal zwischen Mittagstisch und Nachmittagskaffee für irgendwelchen Kladderadatsch den man nicht braucht oder den eigentlich auch keiner will. An dieser sei nur mal der Blödsinn Stadtbahn erwähnt, der dem Staatssäckel einen satten  3-stelligen Millionenbetrag kosten wird.

Hochinteressant finde ich auch den Aspekt, dass eben diese Sozialbehörde sich im Gegenzug zur Abschaffung der Familienkarte dann ein  PC-Programm für 112 Millionen gönnt. Und hier pupst man sich wegen 20.000 Euro an, einfach lachhaft traurig. Nach aussenhin kein Geld haben wollen und sparen müssen, aber selbst im Kaufrausch sein. Genau so liebt das der Bürger.

Sparen ist ja gut und schön. Es sollte aber eine Portion Fairness haben, logisch durchdacht sein und vor allem auch sozialverträglich. Nicht jede Hamburger Familie – und wohl gerade auch diese 33000 – hat das Geld so locker sitzen wie unsere Rathausbesetzer.