Jetzt schlägt es wirklich 13. Der Deutsche Bundestag hat das Strafrechtsänderungsgesetz einfach so passieren lassen. Wie beim CCC (Chaos Computer Club e.V.) nun zu lesen ist, sollen Sicherheitswerkzeuge sowohl in der Herstellung, Programmierung, Überlassung, Verbreitung und Verschaffung nun unter Strafe gestellt werden. Damit ist nicht nur der Datenspionage sondern auch Computerangriffen Tür und Tor weit geöffnet.

Der Bundestag hat trotz dem ausdrücklichen Rat von Sicherheitsexperten, nicht zuletzt aus der IT-Branche, diesen Schritt nicht zu gehen anders entschieden. Da bleibt nur ein Kopfschütteln. Die Frage von FOB-Marketing ist mehr als nur berechtigt, "Missverständnis oder purer Wahnsinn". Mit einem Offenen Brief an den Deutschen Bundestag habe ich mich nun erkundigt, wer für die Schäden aufkommt, die durch das Weglassen von Sicherheitssoftware entstehen.

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Den Text habe ich unten stehend angehängt. Sobald ich eine Rückantwort vorliegen habe, auch welche ich mich schon heute freue, werde ich diese hier veröffentlichen.

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Offener Brief an den Deutschen Bundestag, Berlin – per Telefax

Sehr geehrte Damen und Herren,

sich möchten den Einsatz von Computersicherheitswerkzeugen entgegen den Ratschlägen aus Wissenschaft und Praxis unter Strafe stellen.

Damit nehmen Sie nicht nur der Internetwirtschaft gänzlich die Möglichkeit Netzwerke adäquat vor Angriffen zu schätzen, sondern auch mir als privaten Nutzer untersagen Sie damit, mein Familiennetzwerk bestmöglich vor Diebstahl von sensiblen Daten und Beschädigungen zu isolieren.

Ich hätte nun gerne von Ihnen gewusst, wer sich innerhalb der Bundesregierung dafür bereit erklärt, für Schäden die daraus resultieren aufzukommen und Ersatz leistet bzw. wer die finanziellen Schäden übernimmt, die durch illegale Erlangung von Bankdaten Dritter entstehen.

Für eine rasche Rückantwort wäre ich Ihnen sehr verbunden.

Mit freundlichen Grüßen

T. L.

 

Update 23.09.2007:

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Eine Antwort ging bis heute nicht ein und wird es auch nicht mehr tun. Klar, dass hierzu niemand eine Antwort hat, ich hatte ehrlich gesagt auch keine erwartet, aber den Versuch war es wert.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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