Der deutsche Innenminister ist ja hinlänglich bekannt für seine Kanonenschüsse auf Spatzen. Jetzt übertreibt er es mit seinen Gefährdungstheorien jedoch maßlos. Seine jüngsten geistigen Ergüsse sehen jetzt einen Atomwaffenanschlag voraus. 

Diese haarsträubende Angsttreiberei löst nicht nur in politischen Kreisen harsche Kritik aus. Bei Stoibär wird nach Kriterien gefragt, die eine  Amtsenthebung wegen geistiger Unzurechnungsfähigkeit ermöglichen. Ein Gedanke der nicht von der Hand zu weisen ist, wenn „gebildete Leute“ derartig unverantwortliche Äußerungen auf der Bais von Vermutungen unters Volk streuen. 

Den größten sachlichen Widerspruch liefert sich Schäuble selbst, indem er einerseits ein Horrorszenario projiziert und zeitgleich in der Frankfurter Allgemeinen zur Gelassenheit aufrief. Das ständige „könnte sein“ und „es wäre möglich“ bringt niemanden entscheidend weiter. 

Entweder es gibt konkrete Erkenntnisse, gegen die dann umgehend vorgegangen werden sollte oder man unterlässt derartige Verunsicherungstaktiken gegenüber der Bevölkerung.