Praxistest

[Trigami-Review]

Die LED LENSER M7R ist alles andere als eine herkömmliche Taschenlampe aus dem Supermarktregal. Allein die verwendete LED-Technik spricht schon für ein sehr gutes Licht, bei der neuen M7R ist diese Technik optimal umgesetzt und mit interessanten sowie nützlichen Funktionen gepaart. Dies macht die Handleuchte zu einer wahren  High-End Taschenlampe die ihresgleichen sucht.

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Ich habe für Euch das Produkt mal genau unter die Lupe genommen und meine Eindrücke ungeschönt hier im Beitrag zusammen gefasst.

  • Der Packungsinhalt des LED Lenser Sets:

M7R im Hartschalenkoffer

Bereits die Verpackung lässt auf ein sehr hochwertiges Produkt schließen. „Herkömmliche“ bzw. in meinem Besitz befindliche Taschenlampen waren niemals in einem Hartschalenkoffer mit vorgeformten Mulden verstaut gewesen.

Dies ist schon mal ein erstes Merkmal für eine echte Outdoor-Taschenlampe. Gleich nach der Lampe sticht ein im Verhältnis betrachtet großer Lithium-Ionen Akku ins Auge. Ferner befinden sich im Koffer Trageschlaufe, Gürtelclip, Ladehalterung, (USB-)Ladekabel und Netzteil. Eine kleine Bedienungsanleitung im Scheckkartenformat zählte ebenfalls zum Lieferumfang.

Ein Adapter um die Taschenlampe auch unterwegs am Zigarettenanzünder eines PKW anstecken und laden zu können zählt zum Zubehör, lag der Testsendung allerdings bei. Gerade für Outdoorzwecke ist dieses Zubehör ein absolutes Muss! Doch nun zu meinem ausführlichen Test.

  • Optik und Haptik

Die LED-Taschenlampe selbst bringt 207 Gramm auf die Waage (inkl. Akku) und liegt mit 15,6 cm Länge optimal in der Hand. Bei der Veränderung des Fokussiersystems wächst die Lampenlänge auf maximal 16,6 cm. Der Durchmesser ist im Bereich des Handgriffs 3,1 cm, im Bereich der Einhandfokussierung 3,7 cm.  Während das Mittelteil und das Akkufach leicht geriffelt sind besteht der Rest der Lampe aus einer glatten Oberfläche. Am Akkufach befindet sich eine Öse zur Befestigung der rund 15 cm langen Handschlaufe.

M7R Modularsystem

M7R Modularsystem

  • Das Ladesystem der M7R
magnetischer Ladekontakt

magnetischer Ladekontakt

Bei der Stromversorgung der Lampe haben sich die Entwickler ein neues Ladesystem einfallen lassen, das Floating Charge System. Damit gehört nicht nur das Müllaufkommen in Sachen Batterieverbrauch der Vergangenheit an, auch das etwas lästig erscheinende „An- und Abstöpseln“ des Ladekabels ist hinfällig. Die Lampe wird über ein  verschleißfreies Ladeprinzip in der dafür vorgesehenen Wandhalterung geladen.

An der Leuchte selbst ist der magnetische Ladekontakt gleichzeitig auch Ein- und Ausschalter. Dies ist so elegant gelöst, dass ich den Schalter erst mal kurz suchen musste. Durch den Magnet suchen die Kontakte selbstständig die richtige Position um eine saubere Ladung zu gewährleisten.  Der Ladevorgang selbst wird von einem Microcontroller gesteuert und kann optisch durch den Ladestand-Indikator überwacht werden.

  • Funktionsumfang der M7R

Die Lampe bietet 3 Lichtprogramme mit 8 unterschiedlichen Lichtfunktionen, welche das Produkt zu einer echt  multifunktionalen Taschenlampe mit Smart Light Technology (SLT) machen. Die 8 Lichtfunktionen im einzelnen:

  1. Boost – Durch einfaches tasten des Schalters wird kurzzeitig noch helleres Licht abgegeben als dies im Dauerbetrieb der Fall ist.
  2. Morse – Wer das Morsealphabet beherrscht kann hier entsprechende Kommunikation über Entfernungen betreiben. Aber auch für andere Zwecke können Lichtzeichen gesendet werden.
  3. Power – Volle Lichtleistung für überall dort wo gutes Sehen erforderlich ist. Viele von uns sind schon mal hinter dem PC gekniet und haben mit einer Billigfunzel versucht etwas zu schrauben oder zu stecken.
  4. Low Power – dadurch ist blendfreies Lesen ein Kinderspiel
  5. Strobe – Lichtblitze mit hoher Frequenz
  6. Dim – Lichtstärkenregulierung zwischen 15% und 100%
  7. Blink – Blinksignale ähnlich wie bei einer Warnleuchte.
  8. S.O.S. – Im Notfall sendet die Lampe permanent das SOS-Signal als Lichtfolge. Dies ist dann über weite Strecken erkennbar

Die Lichtprogramme sind unterteilt in die Bezeichnungen „Easy, Professional und Defense“ unterteilt. Der Easy-Mode ist für Normalnutzer, die einfach nur Licht benötigen. Beim Professional-Mode handelt es sich um einen Modus für anspruchsvolle Nutzer. Hierunter fallen vor allem Outdooraktivitäten wie bspw. das beliebte Geo-Caching. Der Defense-Mode ist hauptsächlich, aber nicht nur für den Sicherheitsbereich geeignet, da speziell in Notsituationen entsprechende Lichtsignale Aufmerksamkeit erregen können.

Die Taschenlampe arbeitet mit zwei Energie Modes, dem Constant Current und dem Energy Saving. Diese beides Modes besagen nichts anderes als dass der Betrieb sowohl mit einer konstanten Stromversorgung (z.B. via USB am PC/Laptop) als auch mit einer ungeregelten Stromversorgung (via eingelegtem Akku) möglich ist.

Für eine sehr hilfreiche Ausstattung halte ich das Low Battery Message System der M7R. Es gibt nichts schlimmeres als eine Taschenlampe die genau dann ihren Dienst versagt wenn man sie dringendsten benötigt. Etwa 5 Minuten bevor der Akku „seinen Geist aufgibt“ meldet dies die M7R durch Blinksignale im 10-Sekunden-Rhythmus. Ein plötzliches „im Dunkeln stehen“ wird somit nahezu ausgeschlossen da man rechtzeitig an den Ladezustand erinnert wird.

M7R

Um eine optimale Ausleuchtung zu erreichen sorgt sich das revolutionäre und patentierte LED Linsensystem (Advanced Focus System). Ob es sich um das weltbeste Fokussiersystem handelt kann ich mangels eines direkten Vergleichs mit anderen Herstellern leuchtstarker Handlampen nicht beurteilen, begeistert hat es mich vom ersten Moment an.

Fokussiert man einen Punkt an hat man den Eindruck als würde ein Hochleistungsscheinwerfer auf diesen gerichtet sein.  Durch die Einhandbedienung des Focussystems (Speed Focus Schiebesystem) wird der Komfort der Lampe zusätzlich gesteigert.

Mittels der Fast Lock Funktion ist das Focussystem fixierbar sodass sich der gewünschte Focus nicht selbstständig verändert.

M7R Smart Card

Um die Bedienung immer bei sich tragen zu können und ohne langes Wälzen eines Handbuchs den Überblück über alle Funktionen nicht zu verlieren liegt der M7R eine Smart Card (Kurzbedienungsanleitung) im Scheckkartenformat bei.

  • Mein Fazit zur M7R

Es handelt sich auf jeden Fall um eine Taschenlampe für Profis und „Normalos“. Der Preis liegt zugegeben schon deutlich über dem, was ich und der Otto Normalverbraucher bisher in eine Taschenlampe investiert haben – selbst wenn diese mit umweltfreundlichen Akkus betrieben wurde.  Qualität hat eben ihren Preis, die Anschaffung wird allerdings niemand bereuen und der Spaß mit dieser Lampe tätig zu sein ist garantiert.

Dieser selbst durchgeführte Test hat mich überzeugt. Ohne das Produkt selbst getestet zu haben hätte ich den Werbeversprechungen nicht uneingeschränkt mein Vertrauen geschenkt. Bislang hatte ich zwar auch schon verschiedene Lampen von Maglite in der Hand, das Design und das Handling der M7R lässt m.E. keinen wirklichen Vergleich zu. Die Verarbeitung der M7R ist sehr robust und wirkt allein optisch sehr hochwertig.

Ein weiterer, positiver Effekt ist, dass man mit dem Erwerb dieses Lichtgiganten mit grünem Anspruch gleichzeitig auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet – in unserer Zeit sicherlich nicht der schlechteste Weg.

In der M-Serie von LED Lenser gibt es auch noch zwei weitere Modelle. Die  M7 mit vier herkömmlichen AAA-Batterien, einer etwas geringeren Reichweite an Leuchtkraft (240m) und „nur“ 11 Stunden Power im Tank. Für Wachdienste oder ähnliche Organisationen hält der Hersteller die „unverwüstliche“  MT7 bereit, mit der man sich Dank verteidigen und sogar bei Gefahr Scheiben einschlagen kann.

Weitere Infos zu allen Produkten aus dem Hause Zweibrüder Optoelectronics, Diskussionen und Meinungen gibt es auch im Forum von LED Lenser. Selbstverständlich ist Lenser auch via Facebook und Twitter im Netz vertreten. In einer Foto-Gallery gibt es auch eindrucksvolle Bilder zu betrachten die allesamt mit den Produkten zu tun haben.

LED Lenser fördert den Umweltschutz. Deswegen wurde mir neben dem Testprodukt eine weitere M7R zur Verfügung gestellt. Diese werde ich in den kommenden Tagen an eine für den Umweltschutz tätige Organisation im Namen von LED Lenser und Nicht-spurlos weitergeben. Ein Bericht darüber wird folgen.

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Und für alle die sich die multifunktionale Taschenlampe selbst kaufen wollen, ab dem 04.10.2010 wird die M7R lieferbar sein, heute kann man sie schon mal „testen“ – hier und jetzt zum Produkt.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
9 Kommentare
    • Thomas sagte:

      Danke. Ist kritisch betrachtet, so wie ich das bei meinen Praxistests immer mache. Die M7R hat mich echt überzeugt. Alles was ich bisher an taschenlampoen hatte ist dagegen echt ein Kerzenlicht :lol: .

      Antworten
    • Thomas sagte:

      @Henseleit: Willkommen bei Nicht spurlos. Taschenlampen dieses Herstellers waren mir bis zu diesem Zeitpunkt nur ein namentlicher Begriff. Würde mich heute jemand nach einer Toplampe fragen, meine Empfehlung ginge in jedem Fall Richtung LED Lenser.

      Antworten

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  1. Zweite Wahl sein fetzt! « Altmetall sagt:

    […] sich für den Umweltschutz einsetzt. Thomas, der Absender des Paketes hatte auch einen solchen Review geschrieben. Und das brachte ihm auch ein Problem: Wem sollte er die Lampe schicken? Ich fasse das […]

  2. […] Rahmen meines kürzlichen Tests der LED Lenser M7R stand noch der Empfänger für das zweite Exemplar aus. In dem Zusammenhang hatte ich mich […]

  3. […] Wer sich weiter über Taschenlampen von LED LENSER / Zweibrüder Optoelectronics informieren möchte, kann dies unter folgenden Links tun: Led Lenser Gallery Led Lenser Forum LED LENSER bei Facebook LED LENSER auf Twitter weiterer Testbericht zur M7R auf Betrachtungsweise LED LENSER im Belastungstest LED LENSER Praxistest […]

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