Gewalt

Wieder einmal liegt ein heißes Wochenende hinter uns – diesmal in Köln. Es war aber nicht wie man vielleicht vermuten könnte die Bundesligabegegnung Köln gegen Bremen welche zu massiven Ausschreitungen führte. Mehrere tausend als gewaltbereit geltende Hooligans hatten sich in der Innenstadt der Rheinmetropole zu einer Demonstration gegen Salafisten zusammengerottet.

Und wie es bei Demos dieser Art „zum guten Ton“ gehört versammelten sich auch einige hundert Gegendemonstranten die zum Frieden aufriefen. Letztlich eskalierte das Ganze und es gab Verletzte auf allen Seiten und zahlreiche Festnahmen. Ein Bildnis wie man es leider immer wieder bei Demos vor Augen geführt bekommt. Die Demo der Hooligans war rechtmäßig angemeldet worden und richtete sich unter dem Motto „Hooligans gegen Salafisten“ gegen die Salafisten in unserem Land.

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Politik trägt Verantwortung für die Ausschreitungen in Köln

GewaltUnsere Politik lässt es zu, dass die Probleme anderer Länder auf deutschen Boden übertragen werden indem sie es zulässt, dass die jeweiligen Rädelsführer sich hier öffentlich profilieren dürfen. Seien es die tschetschenischen Flüchtlinge, die Sympathisanten des islamischen Staates (IS) oder eben die rasch wachsende Anzahl an Salafisten. Allesamt handelt es sich um Problematiken die mit Deutschland im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben, trotzdem werden sie bei uns öffentlich ausgefochten.

Und es komme jetzt bitte niemand und erzähle mir etwas von der Meinungsfreiheit welche hierzulande gilt. Die Meinungsfreiheit in allen Ehren, sie ist ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Allerdings kann und darf es nicht sein, dass einzelne Völkergruppen der Auffassung sind, in Deutschland könne man diese Probleme auf die Straße tragen weil es in der Heimat entweder bei Strafe verboten oder aus anderen Gründen nicht möglich ist. Mit einer Einschränkung der Grundrechte hat dies nichts zu tun.

Das Bundesministerium des Innern (BMI) selbst beschreibt speziell die Salafisten als eine besondere Gefährdung für Deutschland. Und trotzdem wird immer wieder zugesehen wie Salafisten hierzulande Infostände aufbauen um ihre radikalisierten Ansichten des Islams ggf. unter Anwendung von Gewalt unters Volk zu mischen.

Durch dieses Nichtstun wird der Unmut im eigenen Volk geschürt der dann durch einzelne Ventile – hier eben die Hooligans – seinen Auslass sucht.

Verständnis und Unverständnis

Die Demo von ihrem Grund her kann ich nachvollziehen, für das was ein Großteil der Teilnehmer letztlich daraus gemacht hat jedoch nicht. Als verwerflich sehe ich an dieser Veranstaltung die ausufernde Gewalt gegen teils Unbeteiligte, gegen Medienvertreter und gegen die Polizeikräfte. Gewaltausbrüche egal welcher Intensität nützen im Endeffekt keiner Demonstration bzw. deren ursprünglichen Motivation.

Gegen diese ganze Form der Radikalisierung wie o.g. haben viele Bürger etwas. Problem ist in Deutschland nur, dass 95% davon lieber im heimischen Wohnzimmer schimpfen und wettern, tatsächlich auf die Straße geht niemand. Doch nur weil dies so ist sollte das nicht bedeuten, dass unsere Regierung nicht langsam mal aufwachen sollte. Was nützen die Erkenntnisse des BMI wenn diese Gruppierungen weiterhin ungehindert agieren dürfen und somit als provokant anzusehen sind?

Letztes Wochenende war Köln der Schauplatz. Welche deutsche Stadt ist die nächste?

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Es wird Zeit dass unsere Politik bei dieser Thematik ihren Kuschelkurs verlässt und umdenkt. Deutschland kann und darf nicht der Austragungsort gesellschaftlicher Probleme anderer Nationen sein.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
3 Kommentare
  1. Alex sagte:

    Ja, deine Ansichten kann ich hier wohl teilen.
    Da rufen sie zum HoGeSa auf und was wird’s? Einfach eine Prügelorgie der Rechten&Hooligans gegen all die anderen, die sich ihnen gestern in den Weg gestellt haben.
    Wieso muss man einen Polizeiwagen umkippen? Wieso mit Fahrrädern rumwerfen?
    Eine Demo könnte und sollte anders ablaufen: ohne Gewalt und mit dem ausgegebenen Ziel.
    Beides wurde hier verfehlt.

    Antworten
  2. Marcus sagte:

    Das eine Problem bei der Sache ist nur, das nicht die Hooligans die Demo angemeldet haben, sondern ProNRW. Und das man denen zubilligt, solch eine Demo durchführen zu dürfen, ist für mich schon zweifelhaft genug.

    Die Hooligans haben sich ’nur‘ mit ihnen zusammgerottet. Und das nicht, weil die ja so loyale Bürger sind.

    Das zweite, wenn meine Infos stimmen, das gar keine Salafisten zugegen gewesen sind. Also musste das zwangsläufig so enden. Weil man sich dann die Polizei vorgenommen hat.

    Und nicht zuletzt kommt genau das zum tragen, was Du richtig ansprichst: Die 95 % die zu Hause bleiben. Im Gegensatz zu den Holigans, Neonazis und Co. Die nehmen sich ihr recht zu Demonstrieren, bzw. eine Demo anzumelden. Das es dann letztlich nicht um das Thema geht, ist nichts neues.

    Aber mal ehrlich: Man weiß, wenn ProNRW, Holigans oder andere besondere Gruppen demonstrieren, was am Ende dabei herauskommt. Stellst Du dich denen dann trotzdem entgegen, um danach im Krankenhaus aufzuwachen? Abgeschirmt einen KM entfernt zu demonstrieren, das sich diese Gruppen zu einer Demo treffen bringt es ja auch nicht wirklich. Es sei denn, es sind doppelt so viele Gegner da. Aber wo kriegst Du an einem Sonntag Abend 10.000 Leute her?

    @Alex: Es ging hier weder um das Demonstrieren, noch um Salafisten. Es ging darum, sich mit der Polizei zu prügeln.

    Antworten
    • Alex sagte:

      Genauso ist es. Wie ich schon schrieb, eine Prügelorgie, ohne jegliche Demo oder gegen die Salafisten zu zielen. Es ging rein und alleine nur um pure Gewalt. :-/
      Wenn man schon sieht, dass Hooligans, die sich sonst spinnefeind sind auf einmal gemeinsam auftreten, dann kann es sich nur um Prügelsucht handeln.

      Antworten

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