Wegen eines Umzugs und der Anlaufphase des Postnachsendeantrags hatte ich u.a. meine Krankenkasse ( BKK FTE ) über meine neue Anschrift informiert. Damit auch nichts verloren geht habe ich unter meinen Namen einfach den üblichen Zusatz „bei……“ angefügt. Dieser Zusatz ist rein postalischer Bedeutung und stellt keine „eigenmächtige Namenserweiterung“ dar. Zumindest dachte ich, dass die Verwaltung der BKK FTE auch so schlau ist und dies weiß.

Aber nichts da, die neue Versichertenkarte wurde auf meinen Namen mit dem Zusatz „bei …..“ ausgestellt. Da nun auf jedem Rezept, Überweisungsschein und jeder Krankenakte diese Namensbezeichnung auftritt, schrieb ich mehrfach an die BKK, telefonierte mit Sachbearbeitern und bat darum, eine Karte auszustellen, welche diesen postalischen Hinweis nicht enthält. Die Auskunft seitens der BKK FTE lautete grundsätzlich

…. kein Problem, wir senden Ihnen eine neue Karte zu, das war ein Versehen.

Inzwischen bin ich im Besitz der vierten Versichertenkarte und die sieht genau so aus. Nach nahezu 18 Monaten, all den ganzen Briefen und Telefonaten sowie den 3 vernichteten Versicherungskarten ist mir die Sache mittlerweile zu doof. Die Angelegenheit besitzt ganz stark den bei Behörden etc. beheimateten „Buchbinder-Wanninger-Effekt„. Bei der BKK FTE scheint viel zu klappen, doch die simple Ausstellung einer Versichertenkarte mit Vor- und Nachnamen des Mitglieds entwickelt sich ganz schnell in einen Schildbürgerstreich.

An ein Versehen kann ich hier beim besten Willen nicht mehr glauben, Unvermögen scheint hier wohl angebrachter zu sein. Personaleinsparungen an der falschen Stelle sind eben nicht so sinnvoll und erwirtschaftete Überschüsse sollten besser angelegt werden, als in der Herstellung ständig fehlerhafter Versichertenkarten.

Es lebe das Zeitalter, in dem die linke Hand nicht weiß, was die rechte gerade tut.