Die Schweizer Organisation für Sterbehilfe Dignitas geriet jetzt mit ihrer „neuen Methode“ für Sterbehilfe in die Schlagzeilen. Mittels einer Plastiktüte über den Kopf und dann eingeleitetem Helium sollen sterbewillige Menschen vom Leben zum Tode befördern. Die Vorstellung langsam ersticken zu müssen klingt nicht nur grausam, sie ist es definitiv. 

Braucht es für abartige derartige Todesideen wirklich eine Organisation wie Dignitas?

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Über Sterbehilfe kann und wird man auch immer geteilter Meinung sein. Man muss die Situation aber auch aus zweierlei Sicht betrachten. Der Sterbewillige hat seinen Entschluss gefasst, aus dem Leben scheiden zu wollen. Gründe dafür gibt es sicherlich, auch wenn diese nicht bei jedem auf Verständnis stoßen. 

Wer will es beispielsweise einem über Jahre hinweg unheilbar erkrankten Menschen, der sich von Tag zu Tag weiter quält für übel nehmen, wenn er hinter seinem Leben keinen Sinn mehr sieht und sich das Ende seiner Leidensstrecke herbei sehnt? Es einfach als unchristlich abzuhandeln ist nicht mehr als eine billige Antwort von Leuten die nicht im Körper des Betroffenen stecken und die Thematik somit weit von sich werfen. Und was wenn der Sterbewillige gar kein Christ ist? 

Das Recht ihn für seine Gedanken zu verurteilen besitzt niemand. Schon gar nicht dann, wenn man sich selbst bester Gesundheit erfreut und sich vom eigentlichen Alltag dieser Person kein Bild machen will kann. Nimmt der Sterbewillige alle notwendigen Schritte selbst in die Hand ist das eine Variante. Davon abhalten kann ihn sowieso niemand nachhaltig. 

Sterbehilfe zu leisten ist die Kehrseite der Medaille. Von einem sterbewilligen Menschen gebeten zu werden, ihm entsprechende Mittel für den Selbstmord zu besorgen ist keine leicht zu meisternde Situation. Auch wenn ich für seinen Entscheidungsgrund Verständnis aufbringen kann, wäre ich nicht im Stande dieser Bitte einfach so nachzukommen. Eine Zwickmühle, in die ich wirklich niemals geraten möchte. 

Sterbehilfe zu legalisieren wurde schon oft diskutiert es handelt sich ohne Zweifel um ein verdammt schwieriges Themengebiet, zu dem guter Rat wahrlich teuer ist. Der Grad zwischen Selbstmord, Sterbehilfe und Mord ist sehr schmal, ihn genau abzugrenzen nicht einfach. 

Von einer Legalisierung würden Menschen wie z.B. aktuell Chantal Sébire „profitieren“. Einen Widerspruch zum hippokratischen Eid bei aktiver Sterbehilfe kann ich vor allem dann nicht erkennen, wenn aus ärztlicher Sicht gar keine Hilfe mehr möglich, der Patient aber im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist! Hier kollidiert das Selbstbestimmungsrecht mit dem Gesetz, welches Sterbehilfe verbietet. Ärzte dürfen aber, so das Ärzteblatt, die Behandlung unheilbar Kranker auf deren Wunsch einstellen!

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Eine Dringlichkeit hier klare Richtlinien an den Tag zu legen und dieses Tabuthema zu brechen ist für meine Begriffe deutlich erkennbar.

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