Selbstmord wegen Finanzkrise

Klingt komisch. Erst recht dann, wenn jemand eigentlich soviel Geld hat, dass er die Osterfeuer der nächsten Jahrzehnte schüren könnte, ohne dadurch um einen Cent ärmer zu werden. Die Rede ist vom Unternehmer Adolf Merckle, der sich wegen einer finanziellen Notlage seiner Firmen nahe der schwäbischen Stadt Blaubeuren vor einen Zug geworfen hat. Mittels DNA-Analyse muss die identität noch bestätigt werden, berichtet der SWR. Ein Fremdverschulden wird ausgeschlossen, ein entsprechender Abschiedsbrief wurde bei der Leiche gefunden.

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Leuchtet mir irgendwie nicht ein….

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Thomas Liedl

Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

7 Kommentare zu “Selbstmord wegen Finanzkrise”

  1. Wolf sagt:

    Nun, es gibt also doch tatsächlich noch ein paar Unternehmer, die bei all der Zockerei noch so etwas wie ein Gewissen habe. Auch wenn das mitunter verschüttet ist. Das ist wie zu der Zeit der großen Depression, wo die Broker zu Hauff aus ihren Fenstern auf die Wall-Street gesprungen sind.

  2. huene sagt:

    Hätte dieser Mann ein Gewissen gehabt hätte er als Weg aus dem Leben sich nicht vor einen Zug und damit vor einen Lokführer geworfen. Dem Lokführer gilt mein Mitgefühl.

  3. Hahnefeld sagt:

    Vor allem: er hat immer noch ein dickes + auf dem Konto! Und dass er zu hoch gepokert hat, ist ja seine eigene Schuld. Er musste sich nicht so verhalten und wer hoch pokert, kann viel gewinnen, aber auch viel verlieren. Den Gewinn hätt er auch nicht mit den Banken oder uns geteilt :razz:

  4. Gilly sagt:

    Ich finde das auch sehr merkwürdig, er schmeißt sich vor einen Zug der Ihn bis zur Unendlichkeit zerstückelt in der Hoffnung, dass noch jemand den Brief lesen kann??

    Reiche Menschen müssten doch einen besseren Weg finden um abzutreten.

    Nunja, sollte er es wirklich getan haben, dann sicherlich um der Schande als Unternehmer zu entgehen, seinen Familienbetrieb in Missgunst gebracht zu haben.

  5. Thomas sagt:

    @Wolf:
    Die gibt es sicherlich, nicht alle sind so eiskalt und denken nur an die Kohle. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel…. aber…. Huene hat hat auch ein Stück weit recht. Einen Unbeteiligten mit rein zu ziehen ist auch eine Art Gewissenlosigkeit.

    @Hahnefeld:
    Willkommen bei Nicht-spurlos. Wenn er zu hoch pokerte ist er sicherlich selbst schuld. Dann allerdings müssten sich viele vor den Zug legen. Und wegen des Gewinns….. welcher Unternehmer teilt schon mit „uns“ – mal ehrlich :wink:

    @Gilly:
    Genau das ist es, was mich auch stutzig macht. Sich vor den Zug zu werfen ist keine Todesgarantie. Das passt mit dem brief irgendwie nicht recht zusammen. Schande hin oder her, jetzt redet man noch viel mehr von ihm und auch nicht zwangsläufig besser. Nun kochen noch viel mehr Gerüchte auf hinsichtlich des Grunds.

  6. Steffen sagt:

    Hallo erstmal zusammen (mein erster Besuch).

    Der Grund weshalb Ich mich hier zu Wort melde ist folgender:

    Ich wohne in einem Nachbarort der Merckle-Familie und Hier wird natürlich über nichts anderes gesprochen als über den Unternehmersuizid. Der einzige Unterschied ist der, dass man über ganz andere Faktoren spricht als die Finanzkrise.

    Teile des Kommentars wurden entfernt.

    Diese drei Geschichten ZUSAMMEN betrachtet haben ihm ( wenn der Dorftratsch denn so stimmt) wahrscheinlich das Genick gebrochen. Ich bin Physiotherapeut von Beruf und arbeite seit Jahren mit Schlaganfallpatienten zusammen, vor meiner Ausbildung als Pfleger in der häuslichen Krankenpflege und Ich kann aus Berufserfahrung sagen dass selbst ein leichter Apoplex(mit LEICHT beschreibt man die Auswirkungen auf den Körper) trotz alledem eine enorme psychische Belastung darstellt weil einem einfach bewusst wird das man nicht mehr der Hengst ist der man mal war.
    Der Grund weshalb ich hier so Töpne schwinge ist folgender: Glaubt ihr nicht auch dass wenn die Finanzkrise der einzige Grund für seinen Suizid gewesen wäre, dass er sich dann bereits vor 6-8Wochen das Leben genommen hätte?
    Der Sanierungsplan für Ratiopharm ist fast fertig es ist doch eigentlich gar nicht mehr so schlimm wie es am Anfang war ( Mamma sagt immer es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird :smile: ).
    Nichts desto trotz bin Ich kein großer Fan der Merckles weil ihr Pharmagroßhandel Phoenix natürlich spitzenpreise für Ratiopharm Produkte machen kann und andere Anbieter bewusst überteuert angeboten werden und was der arme Lokführer dafür kann weiss Ich leider auch nicht.

  7. Thomas sagt:

    @Steffen:
    Willkommen bei Nicht spurlos. Zunächst schnell erklärt, warum ich Deinen Kommentar editiert habe. Er enthielt Angaben, die mir zu weit ins Privatleben gehen. Da es sich wie Du selbst sagst um Dorftratsch handelt weiß man was davon ggf. zu halten ist. Deswegen möchte ich es hier nicht veröffentlicht haben. ich danke für Dein Verständnis hierfür!

    Gesundheitliche Probleme können natürlich durchaus auch Mitverursacher für einen Suizid sein. Die letztendlich entscheidenden Gründe bleiben in der Familie, wenn diese sie nicht „hinaustragen“. Die Gerüchteküche kocht bei Selbstmord von „Promis“ ganz klar extrem hoch.

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