Datenschutz im Internet

Es wird stets ein nie endendes Thema sein – das Internet und der Datenschutz. Ob der BND, die NSA oder wie die Geheimdienste alle heißen mögen, alle sind im Netz stets auf der Suche nach Daten, sei es auf ganz legalem Wege oder durch etwas fragwürdigen Wegen. Daten die Leute wie Du und ich ins Internet stellen – aus welchen Beweggründen auch immer. Nicht zuletzt sind es die sozialen Netzwerke wie Google, Facebook und andere die sehr gerne als Datenkraken betitelt werden.

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Zugegeben, der Datenhunger ist enorm. Und er begegnet uns an jeder Ecke des Internets, heute mehr als vor 5 Jahren und nächstes Jahr mehr wie heute. Das ist so, jeder weiß es und akzeptiert es genau in dem Moment wenn der die Verbindung herstellt. Um so unverständlicher ist es wenn trotz dieses Wissens plötzlich Protest laut wird, Protest und Forderungen nach mehr Datenschutz.

Ich möchte diese Forderungen nicht generell und pauschal als überzogen oder gar falsch hinstellen. Aber was interessieren sich beispielsweise die USA für den deutschen Datenschutz? Auch so manch anderes Land hat unter dem Begriff Datenschutz eine ganz andere Vorstellung wie wir Deutschen. Daran wird sich wohl nie wirklich und nachhaltig etwas ändern.

Der Datenschutz bin ich selbst

DatenkrakenOhne User wie Du und ich würde das Internet erst gar nicht bestehen bzw. es gäbe all die Informationen die wir tagtäglich daraus ziehen nicht. Das Internet sind wir, wir alle. Und was das Internet weiß, weiß es von uns weil wir es ihm mitgeteilt haben. Entweder direkt z.B. in Form eines Blogbeitrages wie diesen oder aber auch einfach durch eine ggf. ungelesen erteilte Zustimmung bei einer App.

So verlockend Gewinnspiele auch sein mögen, wenn ich meine Daten nicht preisgebe werden sie auch nirgends gespeichert. Ich selbst bin des der die Daten „liefert“. Kein unliebsames Foto von mir erscheint ihm Netz, wenn ich es nicht zuvor aus einer Bierlaune heraus hochgeladen habe – Dritte hier mal ausgenommen. Und nur weil ich schlichtweg zu faul bin meinen Googleaccount auszuloggen kann ich Google nicht dafür verantwortlich machen, dass es mein Bewegungsprofil im Internet auswertet.

Und somit sollte es eigentlich jedem klar sein, dass auch die ganzen „Spione im Netz“ und Datenkraken nur das herausfinden können was wir selbst bereitgestellt haben.

Wozu also die ganze Aufregung um die Datensammelwut? Wozu die Anfeindungen diverser Dienste und Anbieter im Internet? Diese Datenjägerei vorbei am deutschen Datenschutz werden wir wie schon erwähnt nicht aufhalten. Wir sollten lediglich mit unseren persönlichen Daten vorsichtiger umgehend und vor allem  vor dem Klicken erst mal lesen vorauf wir klicken.

Ich fürchte mich nicht

Die Fragen von Mobilethings sind somit schnell einfach und gerne beantwortet:

Wie stehst du zu NSA & Co.?

Es gibt sie einfach und ich muss mich damit arrangieren ob ich das nun gut heiße oder nicht. Richtig finde ich es nicht, doch das wird diese Herrschaften ganz bestimmt nicht interessieren. Und wenn sie Spaß haben hier zu lesen….. dann bitteschön.

Fühlst du dich sicher im Internet?

So sicher wie nachts um 2 Uhr in den Problemvierteln der Großstädte. Man kann durch gehen und alles läuft prima oder man ist mutig und markiert den „dicken Max“. Bei letzterem kann das natürlich kräftig ins Auge gehen. Die Augen nicht vor den Gefahren verschließen und erst denken dann handeln – das scheint mir der sicherste Weg. Sowohl im Internet als auch in Problemvierteln oder beim Überqueren einer 6-spurigen Stadtautobahn.

Hat sich etwas in deinem Nutzungsverhalten seit dem Skandal getan?

Ich guck vielleicht noch ein wenig genauer hin als ich das ohnehin vorher schon getan habe. Meine Nutzung als solches hat sich nicht wirklich verändert.

Wie wichtig ist dir Datenschutz im Internet?

Datenschutz ist grundsätzlich wichtig, ob das nun im Internet ist oder auch im realen Leben. Pannen gibt es hier und dort. Ich denke das das deutsche Datenschutzrecht aufgeblasen genug ist und noch mehr Regelungen nur noch mehr Verwirrung stiften. Solange aber durch einen Wohnungswechsel auch der Werbespam mit umzieht – und das absolut nicht wg. eines Postnachsendeantrages – und sich plötzlich Firmen bei dir melden die ich nie zuvor kontaktiert habe müssen wir uns nicht über das Internet aufregen.

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Denn dort steht – und ich wiederhole mich hier sehr gerne – nur das was ich einst preisgab…. mehr nicht!

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
4 Kommentare
  1. senfmeister sagte:

    Toller Beitrag!
    Klar sie können nur wissen, was wir ihnen liefern. Bei anlassloser Überwachung und speicherung von Metadaten stimmt dies aber nicht. Aus Metadaten lassen sich Bewegungsprofile erstellen etc.
    Nehmen wir mal folgendes Beispiel: Da ich Stadtvertreter bin stehen meine Daten auf der Homepage meiner Stadt zur Verfügung damit Bürger mich erreichen können. Leider nutzen diese Daten auch Datenvermarkter und Bombardieren meinen Briefkasten. Somit muss es Regeln für die Verwendung von Daten geben.

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Willkommen bei Nicht-spurlos. Zunächst mal Danke. Klar hast Du auch mit Deinem Einwurf Recht. Adressen gelangen immer wieder in die „falschen Hände“ und die Werbeflut nimmt ihren Lauf. So richtig einen Riegel wird hier wohl nie vorgeschoben werden. Denn dieses Thema ist ja schon sehr alt – trotz Gesetze. Harren wir der Dinge die in Zukunft da kommen mögen.

      Antworten

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