Wer kann die Tour de Dope alias Tour de France, die berühmteste und gleichzeitig bedeutendste Radrennveranstaltung eigentlich noch ernst nehmen? Und dieser fehlende Ernst erstreckt sich nicht zuletzt auch auf weite Bereiche des Radsports auf Profiebene und wirft seine Schatten wer weiß wie tief in die Amateurklassen hinein.

Als die Tour des France 1903 als erstes Mehr-Etappen-Rennen im Radsport gegründet wurde, handelte es sich noch um eine sportliche Wettkampfveranstaltung, deren Charakter in erster Linie der Siegeswille aller einzelnen Teilnehmer war und den Erprobungsgeist der Betreuerteams hinsichtlich des verwendeten Materials anspornte. Während die Preisgelder immer weiter aufgestockt wurden, 1903 waren es 20000 Francs (~ 2900 Euro) Gesamtpreisgelder, winken dem Träger des gelben Trikots am Ende heute alleine 450000 Euro. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass es neben dem sowieso fragwürdigen sportlichen Ehrgeiz untereinander Wetten gibt die besagen, "mal sehen bei welchem Team die Polizei zuerst das Hotel durchwählt".

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Trotz einem der strengsten Doping-Kontrollsystemen, welches bei der Tour de France zum Einsatz kommt, gibt es immer wieder und vor allem immer noch mehr bekanntwerdende Aufputsch-Skandale bei den Sportlern. Sportler? Naja, offensichtlich sehen es immer mehr Fahrer als Sport an sich die "schnelle Kohle" zu holen, egal auf welchem Weg und egal mit welchen gesundheitlichen Risiken das auch verbunden sein mag.

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Jene Teilnehmer der Tour, die wirklich aus Sportsgeist und Siegeswillen teilnehmen ohne sich mit Pillen, Pulverchen und sonstigem Chemieramsch nach vorne zu puschen, gehen dabei vollkommen unter. Und wenn dann mal ein Außenseiter weit vorne mitführt oder gar gewinnt, man sehe es mir nach, kommen bei mir Zweifel hoch…… wer weiß was der geschluckt hat!

1 Antwort

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  1. Der Hönower sagt:

    […] zerbröckelt. Ja, die Frankreich-Rundfahrt, die Tour de France (gern auch als “Tour de Dope” deklariert) ist wieder im […]

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