uptrends monitoring

Die dauerhafte Erreichbarkeit einer Webseite ist das was sich jeder Webmaster wünscht. Um so mehr natürlich, wenn das Webprojekt gewerblich betrieben wird. Dass es immer wieder zu Problemen kommt wie der Ausfall einer Datenbank und Abstürze des Webservers ist nichts Neues. Das wenigste davon bekomme ich tatsächlich mit, es sei denn ich prüfe die Webseite tatsächlich permanent auf ihre Funktionalität. Ausfallzeiten kosten nicht nur Nerven, sie kosten auf die Dauer vor allem Geld.

Wer es sofort mitbekommt dass „etwas nicht stimmt“ sind die Besucher der Webseite. Und diese Besucher sind dann ganz schnell wieder weg – ggf. sogar dauerhaft. Niemand besucht gerne Webseiten die endlos lange für den Aufbau brauchen oder immer wieder von Abstürzen betroffen sind. Ich selbst sehe und handhabe das nicht anders.

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Daher ist eine ganz wichtige Frage eines jeden Webmasters, was treibt mein Webserver hinter meinem Rücken? Oder mit anderen Worten, wie steht es generell um die Performance meiner Webseite?

Tools zur Überwachung eines Webservers gibt es einige. Manche davon sind kostenpflichtig, andere wiederum kostenlos. Von letzteren darf man natürlich nicht zu viel erwarten. Was kostenlos angeboten wird muss zwar nicht immer schlecht sein, doch der Leistungsumfang ist doch meist sehr eingeschränkt, die besonders wichtigen und aussagekräftigen Details fehlen.

TestberichtEin sehr leistungsstarkes Web Performance Monitoring in Echtzeit bietet uptrends.com. In diesem Praxistest habe ich meine Erfahrungen mit Uptrends und deren wichtigsten Futures einmal zusammengefasst.

Grundsätzliches zu Uptrends

Um Uptrends nutzen zu können ist keine Installation von Scripten o.ä. erforderlich. Die Echtzeit-Webanalyse findet extern und von mehr als 100 unterschiedlichen Kontrollpunkten (weltweit verteilt) statt. Welche Kontrollpunkte verwendet werden sollen lässt sich ganz einfach einstellen. Für mich ist es bspw. ohne Relevanz, ob die Ladezeit in Latainamerika höher ist weil mein Blog auf den deutschsprachigen Raum und weder europa- noch weltweit ausgerichtet ist.

uptrends-standorteWie viele Webseiten bzw. Server überwacht werden sollen kann individuell festgelegt werden und hängt vom jeweils gebuchten Paket ab.

Tritt ein Problem auf löst Uptrends einen Alarm aus, der entweder per E-Mail und/oder SMS, RSS-Feed oder Instant-Messaging an den Webmaster gesendet wird. Somit ist ein schnelles Eingreifen sichergestellt. Für die Überwachung werden reale Browser verwendet. Somit wird die Webseite tatsächlich aus Besuchersicht untersucht und nicht nur rein maschinell. Die minimale Überwachungsfrequenz liegt zwischen 1 und 60 Minuten. Ein 24-Stunden-Support steht zur Verfügung.

Dashboard / Kontoübersicht / Kontrolldetails

Für die folgende Beschreibung wird eine Registrierung bei Uptrends und das Anlegen einer zu überwachenden Domain vorausgesetzt.

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Kontoübersicht Uptrends Monitoring

Nach dem Login erhält man eine „grobe Übersicht“ in Form einer Zeitgrafik deren Zeitfenster individuell einstellbar ist. Fehlermeldungen werden in rot dargestellt. Es besteht die Exportmöglichkeit zu Excel, als pdf-Dokument, der Ausdruck oder der Versand per E-Mail.

Ein entscheidender Vorteil von Uptrends liegt m.E. darin, dass die festgestellten Fehler mittels eines Snapshots (Bildschirmkopie) festgehalten und dokumentiert werden. Das ist besonders wertvoll, wenn man wegen der auftretenden Fehler eine Beschwerde beim Provider einlegen möchte. Ohne diesen „Beweis“ hat man es oft schwer darzustellen was vorgefallen ist. Mit Uptrends im Hintergrund sind solche Diskussionen definitiv Geschichte.

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Snapshot / Screenshot des festgestellten Fehlers einer Webseite

Selbstverständlich wird zu jedem Fehler ein Protokolleintrag angelegt der den genauen Zeitpunkt festhält. Neben Datum und Uhrzeit ist auch der Prüfpunkt festgehalten, also der Standort des prüfenden Scriptes. Jeder Protokolleintrag hat wiederum entsprechende Details mit Routenverfolgung. So kann exakt festgestellt werden WO es genau geklemmt hatte.

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Kontrolldetails zu jedem protokollierten Fehler

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Warnmeldungsprotokoll – ggf. mit zugehörigem Snapshot

Die schnelle Überprüfung anderer Domains oder Unterseiten

Sei es eine spezielle Unterseite der sowieso überwachten Domain oder auch ein weiteres Projekt das man betreibt – Uptrends checkt auch diese von allen vorhandenen Kontrollpunkten aus und gibt die entsprechende Auskunft. Das ganze Prozedere kann aber bei über 100 Kontrollpunkten schon mal 2-3 Minuten in Anspruch nehmen. Für den Check zwischendurch jedoch völlig in Ordnung. Interessant ist es hier zu sehen wie unterschiedlich lange die Ladezeiten sind.

Während in Austin (USA) knapp 2,4 Sek. benötigt wurden schlug Klagenfurt (Österreich) mit 8,8 Sek. zu Buche. Das verdeutlicht, dass die Ladezeiten bzw. die Schnelligkeit von Webseiten auf weiten Strecken aus meiner Sicht reine Relativität ist.

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Ladezeitencheck für Unterseiten oder andere Projekte

Handy-App und Windows Gadget

Für diejenigen, denen bei auftretenden Fehlern E-Mailbenachrichtigungen, RSS-Feed & Co. nicht ausreichen gibt es sowohl für Android, iPhone und WindowsPhone entsprechende Apps mit denen man den Zustand der überwachten Server quasi überall mit hin nehmen kann. Die Apps sind kostenlos zu beziehen. Eine kleine bittere Pille gibt es bei der App, die Darstellung ist nur im Hochformat vorhanden. Dies ist ein Problem, das manche Entwickler von Apps noch nicht ganz „überrissen“ haben. Hallo, es gibt inzwischen auch Tablets und die sind eben nun mal im Querformat ;-) .

Dem Nutzen der Uptrends-App tut dies natürlich keinen Abbruch, doch weil es mich ärgert musste es einfach erwähnt werden.

Verwender von Windows-PCs steht ein Gadget zur Verfügung.

4 Wochen testen oder komplett gratis

Uptrends kann 4 Wochen völlig gratis getestet werden. Der Testaccount endet automatisch und muss nicht gekündigt werden. Diese faire Praktik setzen leider nicht alle Anbieter ein und schnell ist man in einem „teuren Abo“ gelandet aus dem man nicht so leicht raus kommt.

„Komplett gratis“ erhält man bei Uptrends Zugriff zu Tools wie

  1. Vollständiger Test der Ladezeit von HTML-Webseiten von auswählbaren Kontrollpunkten
  2. Verfügbarkeitsprüfung der Webseite zur Analyse von Ausfallzeiten
  3. Routenverfolgung zur eigenen Webseite
  4. DNS-Kontrolle
  5. Überprüfung der eigenen IP-Adresse

Unter den Favoriten abgespeichert hat man so schnellen Zugriff zu den wichtigsten Schnellinformationen rund um den Webserver.

Mein Fazit

empfehlenswertIch habe Uptrends jetzt knapp 4 Wochen getestet, bin aber sicherlich noch nicht zu allen Möglichkeiten vorgedrungen die dieses Tool anbietet. Uptrends ist sehr umfangreich ausgestattet und bietet wirklich alles was das Webmasterherz begehrt, sogar Dinge von denen ich bisher nichts wusste um ganz ehrlich zu sein.

Mit den informativen Berichten die man sich zusammenstellen kann und die per E-Mail in einem selbst gewählten Intervall versandt werden ist man immer im Bilde was der Server „hinter unserem Rücken“ so treibt. Ausreden von Providern sind nahezu ausgeschlossen.

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Uptrends ist mit Ausnahme der kostenlosen Möglichkeiten sicher nichts für den reinen Hobbywebmaster, der nur seine reine Familienseite hostet. Dazu wäre es wahrlich überdimensioniert. Für Betreiber einer Seite die kommerziell auftritt und „Geld verdienen soll“ ist das Portal von Uptrends allemal sehr empfehlenswert. Auch der Support konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Der vierwöchige Test wird sicherlich auch Dich überzeugen können!

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
2 Kommentare
  1. Alex sagte:

    Unser Herr Thomas hier hat nicht nur am Theme rumgeschraubt sondern behält auch seine Performance stets im Auge! :)
    Danke jedenfalls für den Einblick und den Erfahrungsbericht zu Uptrends.

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Der Webserver kostet Geld, zwar kein Vermögen aber trotzdem muss er funktionieren. Und mit diesem Tool kannst Du wirklich exakte Auswertungen fahren was auf „der Kiste“ los ist bzw. war. ;-)

      Antworten

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