Wenn ich mir so manche Siegerposen der Amerikaner ansehe muss ich für mich feststellen, dass „Die“ auch nicht besser sind als so mancher Terrorzellenangehöriger. Partyähnliche Zustände auf den amerikanischen Straßen anlässlich des Tods von Bin Laden erinnern mich an die Jubelstürme der Gegenseite vor fast 10 Jahren.

Sicher kann man jetzt darüber im Zusammenhang mit Menschenrechten und dgl. mehr und mehr philosophieren, ob die Vorgehensweise richtig oder falsch war. Die Meinungen hierzu werden immer auseinander gehen, manche eine wird bestimmt auch wieder zur Verschwörungstheorie „degradiert“ werden. 9/11 lässt grüßen.

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Die Stunde der Vergeltung – eine Stunde in der nicht alles glaubwürdig oder zumindest nachvollziehbar erscheint.

Hamburger Abendblatt vom 03.05.2011

Seit fast einem Jahr wussten die Amerikaner vom Aufenthaltsort Bin Ladens. Zugeschlagen haben sie letztlich erst gestern. Wenn schon von Vergeltung die Rede ist, dann wundert es mich warum diese nicht früher geübt wurde. Eigentlich wollte man Bin Laden auch lebend fassen, ein gezielter Kopfschuss deutet auf so ein Vorhaben aber nicht wirklich hin. Völkerrechtlich betrachtet ist der Vorgang auch nicht „ganz ohne“. Die übereilte Seebestattung des Leichnams wirft eher mehr Fragen auf als dass sie große Glaubwürdigkeit verbreiten würde.

Wie dem auch sei. Wenn den Amerikanern das Jubeln nur nicht mal schneller vergeht als es ihnen lieb ist. Denn eines ist auch klar, mit der Beseitigung von Bin Laden hat das letzte Stündchen des Terrors sicherlich nicht geschlagen. An „Nachwuchskräften“ welche jetzt in seine Fußstapfen treten werden mangelt es bestimmt nicht.

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Ob dieser Etappensieg also so überschwenglich gefeiert werden sollte lasse ich mal dahingestellt.