Grundsätzlich ist es ja so, dass ich gegen eine human wirkende Medizin nichts einzuwenden habe. Man muss nicht immer gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen, wenn das gute alte Hausmittelchen auch seinen Dienst verrichten kann. Abgesehen davon, einen stinknormalen Schnupfen muss ich nicht mit Chemie bekämpfen, denn mit Tabletten dauert er 7 Tage und ohne nur 1 Woche. Hier einen Heilpraktiker zur Rate ziehen ist auch vollkommen ok. Mit Brennesseltee & CO. kann man hier ein bisschen was ausrichten.

Wenn es allerdings in Regionen von Krankheiten geht – bsw. Herz, Kreislauf oder gar Tumorerkrankungen – sollten auch gute Heilpraktiker, die es sicherlich geben mag, die Finger davon lassen und den Gang zum Arzt empfehlen anstatt ihre Kräuterküche zum Einsatz bringen und die Patienten im Glauben zu lassen, dass diese Behandlung auf Dauer etwas bringen würde. Von den Rechnungen mal ganz abgesehen. Nicht ganz umsonst spricht man von Quacksalber.

Heilpraktiker setzen oftmals die Heilkraft der Natur eine Stufe zu hoch an und erkennen nicht, wann Löwenzahn & Co. ausgedient haben und es Zeit wird sich erfolgsbringenderer Behandlungsmethoden zuzuwenden. Man kann diesen Herren leider nur schwer an den Karren fahren, denn letztlich geht jeder selbst und freiwillig dort hin. Nur der Spruch „das bekommen wir wieder hin“, und vermeintliche Symptomlinderungen tragen dazu bei, dass der Patient immer wieder Hoffnung schöpft und weiter an den Hexenzauber glaubt. Auch eine Art Gehirnwäsche!

Für mich steht fest, Homöopathie in allen Ehren, all zu großes Vertrauen setze ich in diese Art der Medizin nicht. Mir ist die Gefahr erheblich zu groß, dass das weniger schlimme „A“ behandelt und vielleicht auch ausgemärzt werden kann, das versteckte „B“ aber komplett übersehen wird – bis es dann zu spät ist. Darauf kann ich dankend verzichten.

[update] Globuli & Co. bewirken gar nichts wie dieser „Test“ zeigt.